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Bell New York Grand Hotel

Im Glanz der Liebe
1. Auflage 2023
ISBN: 978-3-98778-268-8
Verlag: dp DIGITAL PUBLISHERS GmbH
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

Im Glanz der Liebe

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Eine Liebe, die alle Hindernisse überwinden muss …

Der bezaubernde Liebesroman vor der winterlichen Kulisse New YorksSeit Kindesbeinen an sind Evan und Brianna beste Freunde und machen hinter den Kulissen das Grand Hotel unsicher. Sie spielen in den endlosen Fluren Verstecken, beobachten rauschende Bälle und kosten von den Köstlichkeiten, die der ältere Konditor – Briannas Grandpa – tagtäglich zubereitet. Doch gerade als sich die Teenager verlieben, wird Evan nach Europa geschickt, wo er das Gastgewerbe von der Pike auf lernen soll. Jahre vergehen und Brianna hört nichts mehr von ihm. Um sich abzulenken und ihre Enttäuschung zu überspielen stürzt sie sich in die Arbeit und steigt zur jüngsten Chef Patissière des Hotels auf. Gerade als ihr Glück perfekt zu sein scheint, kehrt Evan nach New York zurück. Selbst nach all den Jahren ist da immer noch diese starke Anziehung zwischen ihnen … doch die beiden sind längst keine Kinder mehr.Erste Leser:innenstimmen

„Ein wunderbarer Liebesroman voller Romantik, Freundschaft und dem Wunsch nach dem eigenen Glück.“

„Karin Bell versteht es, die Leidenschaft fürs Backen und die Liebe zu einer Großstadt wie New York auf eindrucksvolle Weise zu vermitteln.“

„Die romantische und magische Atmosphäre dieses Feel-Good-Romans hat mich vollkommen verzaubert. Ich konnte förmlich den vorweihnachtlichen Zauber des Grand Hotels in New York fühlen.“

„Dieses Mal entführt uns die Autorin in das winterliche New York und besticht wie immer mit ihrem grandiosen Schreibstil und liebevoll gezeichneten Charakteren.“

Karin Bell wurde 1980 in Siebenbürgen geboren. Heute lebt sie mit ihrer Familie im Schwabenländle, doch ihr Herz schlägt seit vielen Jahren für Amerika. Ihren ersten Roman schrieb sie, nachdem sie als Jugendliche mehrere Wochen bei Verwandten in Michigan verbrachte. Seitdem lässt sie das amerikanische Lebensgefühl nicht mehr los.

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1
Evan
Zehn Jahre später Wir brauchen dich hier, du bist der Einzige, der mit allen Abläufen vertraut ist. Evan schüttelte ungläubig den Kopf, denn die verzweifelte Bitte seiner Mutter verfolgte ihn seit ihrem Telefonat am Morgen. Nicht nur, weil er in ihrer Stimme die nackte Angst gehört hatte, sondern weil es das erste Mal überhaupt gewesen war, dass sie ihn verzweifelt angefleht hatte. Evan lachte zynisch. Die Frau, der es vor zehn Jahren nicht schnell genug gegangen war, dass er das Gastgewerbe von der Pike auf lernte. Nicht etwa im Juwel bei seiner Familie, nein, in Europa. Fernab von seinem Elternhaus – und Brianna. Er war erst sechzehn gewesen, bis über beide Ohren verliebt und konnte kein einziges Wort Französisch, doch das hatte seine Mutter nicht interessiert. Evan lief zum Fenster und sah nachdenklich hinaus. Dieser unerwartete Anruf war nicht nur zu einem denkbar schlechten Zeitpunkt gekommen, er stellte auch sein Leben komplett auf den Kopf. Mittlerweile war er längst nicht mehr der verlorene Jugendliche, der kein Wort verstand, sondern einer der erfolgreichsten Geschäftsmänner in ganz Paris und er hatte hier alle Hände voll zu tun. Sein Blick wanderte automatisch zum Wahrzeichen der Stadt, das sich goldleuchtend von der Dunkelheit absetzte, und zum ersten Mal seit einer langen Zeit gestattete sich Evan einen Gedanken an Brianna. Der Schmerz, den er viele Jahre verdrängt hatte, war verschwunden. Dennoch trug er es ihr bis heute nach, dass sie ihm nie geantwortet hatte. Keinen einzigen verdammten Brief, und er hatte in seinen Lehrjahren weiß Gott Besseres zu tun gehabt, als verliebte Briefe zu schreiben, auf die er nie eine Antwort bekam. Evan ging gedanklich seine To-do-Liste durch. Den Hoteldirektor, der ihn während seiner Abwesenheit vertreten würde, hatte er bereits am Morgen instruiert. Ebenso seine Assistentin. Sie würde die geplanten Meetings alle absagen oder notfalls auf Videokonferenzen umleiten. Außerdem hatte sie versprochen, sich um Jean-Luc zu kümmern – ein Graupapagei, den ihm seine Freunde zum Einzug geschenkt hatten, obwohl Tiere im Hotel eigentlich nicht gestattet waren. Das war vor drei Jahren gewesen, kurz nachdem die Tinte auf dem Kaufvertrag für eine weitere Immobilie, die in den Besitz der Waynes überging, getrocknet war. Beinahe zur selben Zeit hatte er Vivien kennengelernt – seine heutige Verlobte. Mist, dann mussten sie wohl auch ihre Tortenverkostung verschieben, dies war ja leider nicht über Zoom möglich. Der Flug war ebenfalls schon gebucht und sein Koffer gepackt. Dieser stand ohnehin immer bereit, da er oft spontan verreisen musste. Da er allerdings zu diesem Zeitpunkt nicht sagen konnte, wie lange sein Aufenthalt in New York dauern würde, war es wohl besser, etwas mehr einzupacken. Vor allem warme Kleidung, denn zu dieser Jahreszeit konnte es im Big Apple eisig werden. Was nicht nur an seiner Mutter lag, sondern vielmehr am kalten Wind, der durch die tiefen Häuserschluchten pfiff. Augenblicklich verzog sich sein Mund zu einem Lächeln, als er sich an einen längst vergangenen Wintertag aus seiner Kindheit erinnerte. Sein Dad und er hatten vor den Toren des Juwels einen Schneemann gebaut und ihn gebührend verziert. Mit dem Frack, wie die Concierges sie trugen, und dem hochnäsigen Gesicht aus schwarzen Steinchen hatte er eine verblüffende Ähnlichkeit mit Hector gehabt. Doch diese Zeiten und die Schneeballschlachten vor den Drehtüren des Juwels waren längst vorbei und Evan fragte sich, wie schlecht es um seinen geliebten Vater wirklich stand. Noch im Sommer hatten sie einige Tage zusammen verbracht und Simon hatte keineswegs den Eindruck gemacht, dass es ihm gesundheitlich schlecht ginge. Im Gegenteil, er wirkte losgelöst und entspannt – fernab von New York. Vor allem ihre Spaziergänge am Abend entlang der Seine hatte er genossen, ebenso wie die Speisen und den hervorragenden Wein in dem kleinen Restaurant in der Avenue de Versailles. Er sah seinen alten Herrn förmlich vor sich, wie er sich nach dem Essen – in Butter pochierter Hummer mit Champignons und Sauce Bordelaise – glücklich den Bauch rieb. Seitdem gab es dieses Gericht auch regelmäßig an Ednas Küchentisch. Obwohl die Köchin mittlerweile im Ruhestand war, so ließ sie es sich nicht nehmen, Simon Wayne, wann immer es die Zeit zuließ, kulinarisch zu verwöhnen. Bittersüße Erinnerungen mischten sich mit einem Gefühl von Hilflosigkeit, denn Evan wollte nicht glauben, dass sein Vater wirklich so krank war, dass selbst seine Mutter in Panik verfiel. Wahrscheinlich wurde ihr erst jetzt bewusst, was alles auf dem Spiel stand und was es bedeutete, wenn ihr Mann für längere Zeit oder gar für immer ausfiel. Evan schluckte, denn allein der Gedanke, dass sein Vater – einst unerschütterlich und tatkräftig – nun handlungsunfähig im Bett lag, schnürte ihm die Kehle zu. Kündigte sich ein Schlaganfall überhaupt in irgendeiner Weise an? Er kam meist unerwartet, so wie jetzt bei seinem Dad. Vielleicht wurde seinem alten Herren auch so langsam alles zu viel. Er war ein Mann vom alten Schlag, für den ein Wort noch genauso viel zählte wie ein Vertrag und dem es manchmal schwerfiel, mit all den Neuerungen Schritt zu halten. Besonders im Hotelgewerbe hatte sich in den letzten Jahren so viel verändert, doch sein Dad hielt nach wie vor an den goldenen Zeiten und dem guten Namen des Juwels fest. Zwischen all den neuen Hotelketten, die wie Pilze aus dem Boden geschossen waren, musste sich ein Luxushotel mit altmodischem Charme und kauzigen Angestellten erst einmal behaupten. Aber war es nicht genau dieses Alleinstellungsmerkmal, das sie in New York einzigartig machte? Nein, sogar auf der ganzen Welt war das schlossähnliche Hotel mit seinen unzähligen Erkern und Türmchen direkt am Central Park bekannt. Evan fuhr sich müde übers Gesicht, seine Gedanken wanderten zu den Aufgaben, die ihn im New Yorker Haus erwarten würden. Gegen das zwanzigstöckige Gebäude im französischen Renaissance-Stil mit seinen fünfhundert Zimmern war sein Balzac geradezu winzig, auch wenn es über hundert Zimmer zählte. Was Eleganz anging, stand es seinem großen Bruder jedoch in nichts nach. Das Herrenhaus im neoklassizistischen Stil lag nur wenige Gehminuten von der Champs Élysées und dem Triumphbogen entfernt und punktete mit seinem unvergleichlichen Pariser Charme, den die Touristen so sehr liebten. Zwischenzeitlich fühlte sich Evan sogar mehr französisch als amerikanisch. Die Zeiten, in denen er als Teenager fettige Burger mit Pommes verschlungen und Cola getrunken hatte, waren lange vorbei. Nicht dass ein gelegentlicher Burger in einem Diner keinen Genuss versprach – schnellen Genuss –, aber er liebte es noch mehr, sich beim Essen Zeit zu nehmen und mit allen Sinnen zu genießen. Vorzugsweise in einem der vielen Pariser Eckrestaurants mit Sonnenterrasse, in denen aufstrebende Sterneköche ihre Kreationen anboten. Er würde sein Paris vermissen, auch wenn sein Aufenthalt in der Heimat nur von begrenzter Dauer wäre. Dennoch breitete sich allmählich eine Art Vorfreude in seinem Körper aus, als er nun an die bevorstehende Reise dachte. Zehn Jahre waren vergangen, seit er New York verlassen hatte. Die ersten davon geprägt von Liebeskummer und Heimweh. Doch sein Ehrgeiz und Stolz hatten diese Gefühle mit der Zeit beiseitegeschoben und aus ihm einen Mann gemacht, der den Geistern der Vergangenheit nicht nachtrauerte. Er war ein Wayne und würde irgendwann das Familienimperium fortführen – nur hoffte er, dass dieser Moment nicht schon jetzt gekommen war. Evan lief zum Schreibtisch und holte das lederne Fotoalbum heraus, das Brianna ihm zum Abschied geschenkt hatte. Mit einem wehmütigen Lächeln schlug er die erste Seite auf und betrachtete das Gruppenfoto, das einige der Angestellten des Juwels zeigte. Wie viele davon wohl mittlerweile im Ruhestand waren? Allein auf diesem Foto waren mindestens zwanzig Personen zu sehen, die seit seiner Kindheit im Hotel gearbeitet und schon damals zu den Alten gehört hatten. Darunter ein Schnappschuss von Edna und Joseph. Sein Dad hatte ihm im Sommer erzählt, dass der Konditor wenige Monate zuvor in den wohlverdienten Ruhestand gegangen war. Evan konnte es sich beim besten Willen nicht vorstellen, denn Joseph war vom selben Schlag wie sein Dad und nicht dafür gemacht, nur herumzusitzen. Was Brianna anging, hatte er ehrlich gesagt keinen blassen Schimmer. Er konnte nicht einmal sagen, ob sich ihr Kindheitswunsch zwischenzeitlich erfüllt hatte und sie die erste weibliche Patissière des Juwels geworden war. Sein Dad hatte sie, nachdem Evan ihm sehr deutlich gesagt hatte, dass er nichts mehr von ihr wissen wollte, nie wieder erwähnt. Und er hatte ihn nie wieder nach ihr gefragt. Dabei schien es, als wäre es erst gestern gewesen, dass sie ihm von ihren Träumen und ihrer Liebe für das Backen erzählt hatte. Evan blätterte zum nächsten Bild, das die riesige Konditorei im Untergeschoss des Hotels zeigte. Das Foto war durch das Sprossenfenster aufgenommen worden, das die Konditorei vom Flur trennte. Er konnte nicht zählen, wie oft er sich die Nase an der Scheibe platt gedrückt hatte. Besonders zu Weihnachten war es dort zugegangen wie in einer Wichtelwerkstatt am Nordpol – und es hatte auch genauso ausgesehen. Lichterketten und Tannengirlanden verzierten die Türrahmen und Fenster, und die Mitarbeiter hatten ihre weißen Schürzen und Mützen traditionell gegen rot gemusterte Weihnachtsstoffe getauscht. Evans Lächeln wurde breiter, denn erst jetzt entdeckte er sich selbst auf diesem lebhaften Foto, das mit seinen unzähligen Details und Aktionen stark an ein Wimmelbild erinnerte. Im Hintergrund war ein Teil der gemütlichen Küche zu sehen, und die...



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