Buchwald-Wargenau Die doppelten Perfektbildungen im Deutschen
1. Auflage 2012
ISBN: 978-3-11-029248-0
Verlag: De Gruyter
Format: PDF
Kopierschutz: Adobe DRM (»Systemvoraussetzungen)
Eine diachrone Untersuchung
E-Book, Deutsch, Band 115, 352 Seiten
Reihe: Studia Linguistica Germanica
ISBN: 978-3-11-029248-0
Verlag: De Gruyter
Format: PDF
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Das Buch beschäftigt sich mit den doppelten Perfektbildungen des Deutschen. Grundlage der Untersuchung bildet ein umfangreiches Korpus doppelter Perfektbildungen aus acht Jahrhunderten, das sowohl die geschriebene Sprache (Distanzdimension) als auch die gesprochene Sprache (Nähedimension) berücksichtigt. Ausgehend von den vorgefundenen empirischen Daten widmet sich die Arbeit insbesondere der Frage nach der Herausbildung, des diachronen Gebrauchs und der diachronen Bedeutung der doppelten Perfektbildungen. Zur Bedeutungsermittlung greift die Arbeit auf die Reichenbach'schen Parameter zurück, um die in der einschlägigen Forschung kontrovers diskutierte Frage nach aspektueller vs. temporaler Interpretation der doppelten Perfektbildungen zu beantworten. Aufgrund der ermittelten Bedeutungen plädiert die Arbeit dafür, weder die aspektuelle noch die temporale Bedeutung als Grundbedeutung der doppelten Perfektbildungen anzunehmen. Die Analyse konnte nachweisen, dass bei der Frage nach der aktuellen Bedeutung einer doppelten Perfektbildung der jeweilige Kontext eine beachtliche und bisher unterschätzte Rolle spielt.
Zielgruppe
Germanisten, Sprachwissenschaftler, Bibliotheken, Institute
Autoren/Hrsg.
Fachgebiete
Weitere Infos & Material
1;1 Einleitung;15
1.1;1.1 Ziel der Arbeit;15
1.2;1.2 Korpus und Belegsituation;17
1.3;1.3 Aufbau der Arbeit;21
2;2 Theoretische Vorbetrachtungen;23
2.1;2.1 Tempus/Temporalität, Aspekt/Aspektualität und Aktionsart/Situationsklasse;23
2.2;2.2 Bisherige Deutungen doppelter Perfektbildungen;37
2.3;2.3 Überlegungen zum methodischen Vorgehen;49
2.4;2.4 Fazit;56
3;3 Herausbildung der doppelten Perfektbildungen;57
3.1;3.1 Herausbildung als Plusquamperfektersatz im Zuge des Präteritumschwundes;57
3.1.1;3.1.1 Zur Hypothese;57
3.1.1.1;3.1.1.1 Eingang in Grammatiken;59
3.1.1.2;3.1.1.2 Umgang mit der Präteritumschwundhypothese in der Forschungsliteratur;63
3.1.1.2.1;3.1.1.2.1 Befürworter;64
3.1.1.2.2;3.1.1.2.2 Kritische Stimmen;66
3.1.1.2.3;3.1.1.2.3 Fazit;74
3.1.2;3.1.2 Präteritumschwund als Erklärungshintergrund für die doppelten Perfektbildungen;75
3.1.2.1;3.1.2.1 Existenz von Doppelplusquamperfekt;75
3.1.2.2;3.1.2.2 Kein systematischer Schwund von Plusquamperfekt;79
3.1.2.3;3.1.2.3 Vorkommen von doppelten Perfektbildungen im gesamten Sprachraum;82
3.1.2.4;3.1.2.4 Früheste Belege vor der Präteritumschwundphase;85
3.1.2.5;3.1.2.5 Frühe Formenvielfalt;86
3.1.3;3.1.3 Fazit: Herausbildung durch Präteritumschwund;87
3.2;3.2 Herausbildung als perfektive Struktur im Zuge der Perfektgrammatikalisierung;90
3.2.1;3.2.1 Entwicklung der Perfektkonstruktion und Aufgabe der aspektuellen Opposition;90
3.2.1.1;3.2.1.1 haben + Partizip II;90
3.2.1.2;3.2.1.2 sein + Partizip II;92
3.2.1.3;3.2.1.3 Aufgabe der aspektuellen Opposition;94
3.2.2;3.2.2 Zur Hypothese;97
3.2.3;3.2.3 Überprüfungsansätze;99
3.2.3.1;3.2.3.1 Grammatikalisierungsgrad der Perfektkonstruktion;100
3.2.3.1.1;3.2.3.1.1 haben + Partizip II;100
3.2.3.1.2;3.2.3.1.2 sein + Partizip II;102
3.2.3.1.3;3.2.3.1.3 Seit wann existieren doppelte Perfektbildungen?;103
3.2.3.2;3.2.3.2 Doppelte Perfektbildungen als Struktur zur Aufrechterhaltung perfektiver Semantik;105
3.2.3.2.1;3.2.3.2.1 Restrukturierungsprozesse im Verbalbereich während des Herausbildungszeitraumes doppelter Perfektbildungen;105
3.2.3.2.2;3.2.3.2.2 Vorkommen von ge- in Texten mit Doppelperfektvorkommen;108
3.2.4;3.2.4 Vorläufiges Fazit: Herausbildung als perfektive Struktur im Zuge der Perfektgrammatikalisierung;116
4;4 Gebrauch der doppelten Perfektbildungen;119
4.1;4.1 Gebrauch von haben + Partizip II + gehabt.;119
4.1.1;4.1.1 15. Jahrhundert;120
4.1.2;4.1.2 16. Jahrhundert;130
4.1.3;4.1.3 17. Jahrhundert;133
4.1.4;4.1.4 18. Jahrhundert;149
4.1.5;4.1.5 19. Jahrhundert;155
4.1.6;4.1.6 20. und beginnendes 21.Jahrhundert;160
4.1.7;4.1.7 Fazit: Gebrauch von haben + Partizip II + gehabt.;171
4.2;4.2 Gebrauch von sein + Partizip II + gewesen;179
4.2.1;4.2.1 Zum kategorialen Status von sein + Partizip II + gewesen.;179
4.2.2;4.2.2 14. Jahrhundert;184
4.2.3;4.2.3 15. Jahrhundert;185
4.2.4;4.2.4 16. Jahrhundert;186
4.2.5;4.2.5 17. Jahrhundert;187
4.2.6;4.2.6 18. Jahrhundert;190
4.2.7;4.2.7 19. Jahrhundert;193
4.2.8;4.2.8 20. und beginnendes 21.Jahrhundert;197
4.2.9;4.2.9 Fazit: Gebrauch von sein + Partizip II + gewesen;198
5;5 Bedeutung der doppelten Perfektbildungen;201
5.1;5.1 Bedeutung von haben + Partizip II + gehabt;202
5.1.1;5.1.1 Relativer Typ: E1 vor E2 vor R oder E1 vor [+ abgeschlossen zu] R?;202
5.1.2;5.1.2 Absoluter Typ: E vor R oder E vor [+ abgeschlossen zu] R?;219
5.1.3;5.1.3 Fazit: Bedeutung von haben + Partizip II + gehabt;227
5.2;5.2 Bedeutung von sein + Partizip II + gewesen;228
5.2.1;5.2.1 Relativer Typ: E1 vor E2 vor R oder E1 vor [+ abgeschlossen zu] R?;228
5.2.2;5.2.2 Absoluter Typ: E vor R oder E vor [+ abgeschlossen zu] R?;238
5.2.3;5.2.3 Fazit: Bedeutung von sein + Partizip II + gewesen;241
5.3;5.3 Nochmal: Herausbildung der doppelten Perfektbildungen;243
6;6 Zusammenfassung;247
7;7 Literaturverzeichnis;253
7.1;7.1 Sekundärliteratur;253
7.2;7.2 Korpusbibliographie;260
8;8 Belegsammlung;268
8.1;8.1 haben + Partizip II + gehabt;268
8.2;8.2 sein + Partizip II + gewesen;307