Burger | Heimatrecht und Staatsbürgerschaft österreichischer Juden | Buch | 978-3-205-79495-0 | sack.de

Buch, Deutsch, Band Band 108, 274 Seiten, Format (B × H): 163 mm x 242 mm, Gewicht: 638 g

Reihe: Studien zu Politik und Verwaltung

Burger

Heimatrecht und Staatsbürgerschaft österreichischer Juden

Vom Ende des 18. Jahrhunderts bis in die Gegenwart
1. Auflage 2013
ISBN: 978-3-205-79495-0
Verlag: Böhlau

Vom Ende des 18. Jahrhunderts bis in die Gegenwart

Buch, Deutsch, Band Band 108, 274 Seiten, Format (B × H): 163 mm x 242 mm, Gewicht: 638 g

Reihe: Studien zu Politik und Verwaltung

ISBN: 978-3-205-79495-0
Verlag: Böhlau


Vor dem Hintergrund der Entrechtung und Ausbürgerung der österreichischen Juden und Jüdinnen während der NS-Zeit wird hier der umgekehrte Prozess der stufenweisen Inklusion von Juden in Heimatrecht und Staatsbürgerschaft der österreichischen Monarchie seit den josephinischen Toleranzedikten beschrieben. Die Studie belegt nicht nur die Bedeutung der Erlangung der vollen staatsbürgerlichen Rechte für den gesellschaftlichen, ökonomischen und kulturellen Aufstieg der Juden, sondern ermöglicht zugleich auch einen neuen Blick auf die nationalsozialistische Judengesetzgebung, die hier als systematische, fast spiegelbildliche Rückführung der historischen „Judenemanzipation“ erscheint. Mit zahlreichen Fallbeispielen und biographischen Studien wird gezeigt, wie sehr Heimatrecht und Staatsbürgerschaft – oder umgekehrt: Staatenlosigkeit – Leben und Identität von Menschen prägten, noch weit über die Monarchie hinaus.

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Weitere Infos & Material


Inhalt
Einführung
Von der Epoche des josephinischen Reformabsolutismus
bis zum Ende des Neoabsolutismus
Die Frage der jüdischen Bürgerrechte in der Aufklärung
Exkurs : Juden in den österreichischen Ländern vom Hochmittelalter bis in das Zeitalter der Emanzipation
Die josephinische Zäsur
Das böhmisch-mährische System der Familienstellen
Das Toleranzpatent für die Juden Galiziens
Anhaltende »Verschiedenheit des politischen Zustandes«
Die Vertretung der Tolerierten
Das Judenamt
Die Hofkanzlei als Hüterin der Toleranz
Taufen und Nobilitierungen
Die Kodifizierung des Staatsbürgerschaftsrechts
Die staatsbürgerliche Stellung der Juden im Vormärz und das Auftauchen der »Judenfrage«
Die bürgerliche Revolution von 1848 und die veränderte staatsbürgerliche Stellung der Juden
Juden als österreichische Reichsbürger
Inklusion und Exklusion von Juden in der Zeit des Neoabsolutismus
Das Heimatrecht der österreichischen Juden
Die Sonderstellung der »türkischen« Juden
Die Entwicklung von Heimatrecht und Staatsbürgerschaft in der Epoche des Ausgleichs
Der Anteil der Juden an den Einbürgerungen
Die Vermehrung der jüdischen Bevölkerung in Cisleithanien
Die rechtliche Gleichstellung der Juden durch das Staatsgrundgesetz über die allgemeinen Rechte der Staatsbürger im Dezember 1867
Rückkehr in die »verbotene Stadt«
Paradoxe Fremde
Die dualistische Verschärfung
Motive für den Erwerb von Heimatrecht und Staatsbürgerschaft
Heimatrecht und Staatsbürgerschaft jüdischer Frauen
Heimatrecht und soziale Frage
Der Fall Dr. Hugo Stark
Der Fall Julia Singer
Der Fall Lea Weitzmann
»Schutzgenossen« und »Untertanen de facto«
Zur Ambivalenz von Heimatrecht und Staatsbürgerschaft
Die Nationalitätenkonflikte der Verfassungszeit und die (sprach-)nationale Identität der Juden
Kafkas Sprachen
Die Bedeutung von Bildung im Judentum
Sprache, Nationalität und Recht im Unterrichtswesen
Jüdische Kinder in den Mühlen des Nationalitätenkampfes
Der Anteil jüdischer Schüler am höheren Bildungswesen
Sprachen, Nationalitäten, Identitäten
Das mehrsprachige Unterrichtswesen in der Bukowina
Der Verdacht gegen die Mehrsprachigkeit
Die Ethnisierung der Nationalitätenkonflikte
Die Wiederkehr der »Judenfrage« in der Epoche des Ausgleichs
Juden im Ersten Weltkrieg
Theorie und Praxis von Heimatrecht und Staatsbürgerschaft in der Ersten Republik
Die Aus- und Einbürgerungen des autoritären Ständestaates
Verfolgung, Vertreibung, Ausbürgerung, Vernichtung während der NS-Herrschaft
Die Implementierung der Nürnberger Gesetze in Österreich
Signaturen der Vertreibung
Die Ausbürgerung und der Befehl zur »Endlösung«
Die Wiederherstellung der Staatsbürgerschaft in der Zweiten Republik
Der Fall Raviv
Staatenlosigkeit als Massenschicksal
Der Fall Elias Canetti
»… durch Abstammung wie Wahlverwandtschaft ein Ostjude«. Der Fall Manès Sperber
Semantische Nachbemerkungen
Verzeichnis der Archive
Literaturverzeichnis
Verzeichnis der Abbildungen und Tabellen
Zeittafel
Register
Personen
Orte
Sachen


Burger, Hannelore
HANNELORE BURGER studierte Geschichte und Philosophie in Wien, war u.a. Mitarbeiterin der Österreichischen Historikerkommission und Lektorin am Institut für Geschichte der Universität Wien. Sie beschäftigte sich in zahlreichen Veröffentlichungen mit sprachen-, nationalitäten- und minderheitenrechtlichen Fragen der österreichisch-ungarischen Monarchie sowie mit der Geschichte des Passwesens und der Staatsbürgerschaft.

Mantl, Wolfgang
Wolfgang Mantl, geb. 1939 in Wien, Dr. Dr. h.c., em. o. Univ.-Prof. für Politikwissenschaft und Verfassungsrecht an der Universität Graz, Wirkliches Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Gastprofessuren in Freiburg/Fribourg, Leiden, Lemberg/L'viv, 2003-2005 Gründungsvorsitzender des Österreichischen Wissenschaftsrates, 2005-2007 Leiter des Forschungsprojektes

Hannelore Burger ist Historikerin, lehrte an der Universität Wien und beschäftigte sich in zahlreichen Veröffentlichungen mit nationalitäten- und minderheitenrechtlichen Fragen der österreichisch-ungarischen Monarchie.



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