E-Book, Deutsch, Band 0459, 450 Seiten
Reihe: Julia Extra
Collins / Marinelli / Rice Julia Extra Band 459
1. Auflage 2018
ISBN: 978-3-7337-1091-0
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
E-Book, Deutsch, Band 0459, 450 Seiten
Reihe: Julia Extra
ISBN: 978-3-7337-1091-0
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
DER SCHEICH UND DIE ENGLISCHE ROSE von MARINELLI, CAROL
Wilde rote Locken, sexy Sommersprossen: Die schöne Maggie raubt Scheich Ilyas auf den ersten Blick den Atem. Allein mit ihr unter den Sternen der Wüste, kann er ihren verlockend sinnlichen Reizen nicht lange widerstehen. Aber Vorsicht: Sie scheint eine Betrügerin zu sein!
KALTE SCHULTER, HEIßE LIEBE von RICE, HEIDI
Als Katie an der italienischen Amalfiküste in Not gerät, ist Security-Boss Jared Caine ihre einzige Rettung. Ausgerechnet der Mann, der sie nach einem einzigen heißen Kuss vor fünf Jahren eiskalt abserviert hat! Doch trotz allem verzehrt sie sich immer noch sehnsüchtig nach ihm ...
VERFÜHRERISCHER ALS JEDE RACHE von COLLINS, DANI
Rache! Mehr hat der heißblütige sizilianische Unternehmer Dante Gallo nicht im Sinn, wenn er an Cami denkt. Schließlich ist sie die Tochter seines größten Feindes! Bis er Cami zum ersten Mal persönlich trifft - und von gefährlich leidenschaftlichem Verlangen überwältigt wird ...
KÜSS MICH UM MITTERNACHT! von BOLTER, ANDREA
'Kannst du so tun, als wolltest du mich heiraten?' Hollys Verlobung mit dem sexy Milliardär Ethan Benton ist für beide nur eine geschäftliche Vereinbarung. Aber warum prickelt es dann so erregend, als er sie um Mitternacht auf dem Empire State Building in die Arme zieht und küsst?
Dani Collins verliebte sich in der High School nicht nur in ihren späteren Ehemann Doug, sondern auch in ihren ersten Liebesroman! Sie erinnert sich heute immer noch an den atemberaubend schönen Kuss der Helden. Damals wurde ihr klar, dass sie selbst diese Art von Büchern schreiben möchte. Mit 21 verfasste sie ihren ersten Roman und übte trotz verschiedener Bürojobs seither unerbittlich. Sie probierte sich an verschiedenen Genres, kehrte aber immer wieder zu ihrer Leidenschaft, den Liebesromanen, zurück. Oft dient ihr als Inspiration ihre eigene Überzeugung, dass man sein Happy End findet, wenn man bereit ist, sich voll und ganz reinzuhängen. Sie selbst hatte damit Glück, mit ihrem Mann lebt sie heute am idyllischen Christina Lake in Kanada. Ab und an gelingt es Doug, seine Frau von einer Schreibpause zu überzeugen. Das gemütliche Dachbodenbüro wird meist verlassen, um ihre zwei erwachsenen Kinder zu besuchen.
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1. KAPITEL
„Ich wäre da nie hingegangen, wenn du es mir gesagt hättest!“, beschwerte Maggie Delaney sich bei ihrer Zimmergenossin Suzanne auf dem Rückweg zu ihrem Hostel in Zayrinia.
Sie war heute viel zu lange in der Sonne gewesen, denn mit ihrem roten Haar hatte sie auch sehr empfindliche Haut. Was ihr so zu schaffen machte, war jedoch etwas anderes. „Das war kein Segeltörn, sondern praktisch eine Orgie.“
„Ich dachte wirklich, wir würden schnorcheln gehen“, erklärte Suzanne. „Mach dich locker, Maggie.“
Diesen Satz hatte Maggie in ihrem Leben schon zu oft gehört, vor allem im vergangenen Jahr.
Suzanne und sie hatten sich vor einigen Monaten kennengelernt, als sie in derselben Bar arbeiteten, und sich zufällig in dem arabischen Wüstenstaat am Persischen Golf wiedergetroffen. Für Maggie bedeutete der Aufenthalt hier das Ende eines einjährigen Arbeitsurlaubs, und es war das aufregendste Jahr ihres Lebens gewesen. Sie war durch Europa und Asien gereist und hatte gerade genug Geld gespart, um auf der Rückreise einige Ziele abseits der ausgetretenen Touristenpfade zu besuchen. Schon vor der Landung hatte sie sich in Zayrinia verliebt.
Vom Flugzeug aus hatte sie erst die endlose Wüste und dann die atemberaubende Hauptstadt bewundert, die mit den modernen Hochhäusern und der von einer Mauer umgebenden alten Zitadelle alle Kontraste in sich vereinte. Bei der Landung waren sie über das glitzernde Meer und den Hafen mit den zahlreichen Luxusjachten geflogen.
Heute war der Todestag ihrer Mutter, und deshalb war sie beim Aufwachen traurig gewesen. Dann hatte Suzanne ihr erzählt, dass sie Karten für eine Schnorcheltour zum Korallenriff hätte. Als das vermeintliche Ausflugsboot sich als riesige Luxusjacht erwies, hatte Maggie Bedenken geäußert, doch Suzanne hatte diese weggewischt und lächelnd erklärt: „Ich lade dich ein, weil du ja bald nach London zurückkehrst. Freust du dich auf dein Zuhause?“
Maggie dachte einen Moment darüber nach und wollte gerade antworten, als Suzanne fortfuhr: „Entschuldige, das war taktlos, schließlich wartet dort ja niemand auf dich.“
Suzannes unsensible Entschuldigung verletzte sie mehr als ihre ersten Worte, aber Maggie wusste nicht, was sie darauf antworten sollte. Ganz am Anfang hatte sie Suzanne erzählt, dass sie seit ihrem siebten Lebensjahr in unterschiedlichen Heimen und Pflegefamilien aufgewachsen war und keine Angehörigen hatte.
„Oder doch?“, hakte Suzanne jetzt nach. „Hast du noch Kontakt zu einigen deiner Pflegefamilien?“
„Nein!“, erwiderte Maggie schroff. Sie wusste, dass sie manchmal etwas abweisend wirkte, und hatte im vergangenen Jahr versucht, daran zu arbeiten. Es fiel ihr allerdings noch immer nicht leicht, sich anderen zu öffnen. Mit zwölf hatte sie für einige wenige Monate geglaubt, sie würde endlich zu einer Familie gehören. Das war vorher schon einmal passiert.
Ein Jahr nach dem Tod ihrer Mutter hatte ein junges Ehepaar sie aufgenommen, doch die Ehe war gescheitert, und sie war wieder ins Heim gekommen. Für eine Weile hatten die beiden ihr noch Geburtstags- und Weihnachtskarten geschickt, aber irgendwann war der Kontakt eingeschlafen. Obwohl es sie verletzt hatte, war es nichts im Vergleich zu dem gewesen, was ihr einige Jahre später widerfahren war.
Normalerweise verdrängte Maggie die Erinnerung daran. Nicht einmal ihrer besten Freundin Flo hatte sie erzählt, was an jenem furchtbaren Tag passiert war.
„Ich habe Freunde“, erwiderte sie nun, bemüht, Suzanne nicht zu zeigen, wie verletzt sie war, auch wenn diese oft Seitenhiebe austeilte.
„Sicher hast du das“, meinte Suzanne. „Aber es ist nicht dasselbe, stimmt’s?“
Maggie antwortete nicht. Sie versuchte ja, sich anderen mehr zu öffnen, denn ihr war bewusst, dass sie argwöhnisch und mitunter auch etwas zynisch war.
Nachdem sie an Bord gegangen waren, hatte Maggie ziemlich schnell gemerkt, dass sie keine Fahrt zum Korallenriff unternahmen, sondern sich auf einer sehr exklusiven Party befanden und man Suzanne und sie offenbar als schmückendes Beiwerk eingeladen hatte. Da sie nur einen Bikini und einen Sarong trug, fühlte sie sich nicht nur völlig unpassend gekleidet, sondern auch ausgesprochen unwohl unter den Blicken der männlichen Gäste. So ärgerte sie sich über Suzannes wiederholte Bitten, sie solle endlich lockerer werden.
Der Champagner war in Strömen geflossen, doch sie hatte einen alkoholfreien Cocktail bestellt, weil sie unbedingt einen klaren Kopf behalten wollte. Nachdem sie die Hälfte getrunken hatte, war ihr plötzlich übel und schwindelig geworden. So hatte sie erleichtert aufgeatmet, als Suzanne sie schließlich in eine Kabine führte, damit sie sich hinlegen konnte.
„Du warst ja eine Ewigkeit weg“, bemerkte Suzanne, als das Hostel in Sicht kam. „Los, erzähl, was habt du und der sexy Prinz angestellt?“
Unvermittelt blieb Maggie stehen. „Nichts. Woher sollte ich auch wissen, dass es die Kabine des Prinzen war?“
„Und woher sollte ich es wissen?“, konterte Suzanne ruhig. „Es war mein Fehler, Maggie.“
Maggie zuckte die Schultern und versuchte, es wie immer in solchen Situationen mit ihr dabei bewenden zu lassen. Zum Glück war ja nichts passiert. Es hatte ihr gutgetan, sich für einige Stunden in der klimatisierten Kabine zu verstecken, obwohl sie zuerst etwas verlegen gewesen war, als der Prinz hereinkam und sie auf seinem Bett vorfand.
Und anders als Suzanne vermutete, war nichts vorgefallen. Wie immer!
Manchmal fragte Maggie sich, ob mit ihr alles in Ordnung war, weil sie nicht einmal beim Anblick eines verführerischen Prinzen, der nur ein Handtuch um die Hüften geschlungen hatte, etwas empfand. Sie hatte sich bei ihm entschuldigt, und dann waren sie miteinander ins Gespräch gekommen.
Als sie schließlich das Hostel betraten, wollte Maggie nur noch duschen, etwas essen und einige Mails beantworten. Paul, ihr Chef in dem Café, in dem sie vor ihrer Reise gearbeitet hatte, hatte sie gebeten, ihm mitzuteilen, wann sie zurückkehren würde und ob sie ihren alten Job zurückhaben wollte. Außerdem wollte sie ihrer Freundin Flo schreiben, die sich vermutlich über die Episode mit dem verführerischen Prinzen amüsieren würde. Und danach wollte sie nur noch in Ruhe lesen.
Die Chancen standen gut, denn Suzanne machte an diesem Abend eine Sternentour in die Wüste, und die anderen beiden Frauen hatten morgens ausgecheckt. Wenn sie Glück hatte, würden die übrigen Betten heute leer bleiben.
„Maggie!“, hörte sie da plötzlich Tazias Stimme.
Während Suzanne in ihr Zimmer ging, sprach Maggie mit der Empfangsdame, die ihr bedauernd mitteilte, dass die Sternentour, die sie für den nächsten Abend gebucht hatte, wegen eines aufziehenden Sandsturms ausfallen musste, und ihr das Geld zurückerstattete. Selbst bei besserem Wetter könnte sie ihr frühestens für Montag einen neuen Platz besorgen, weil die heutige Tour ausgebucht wäre.
Maggie war furchtbar enttäuscht, denn ihr Rückflug war am Montagmorgen. Warum hatte sie nicht für diesen Abend gebucht? Aber eigentlich hatte sie die Tour allein machen wollen.
„Trotzdem danke“, erwiderte sie. „Kannst du mir Bescheid sagen, wenn jemand absagt?“
„Da kann ich dir leider keine großen Hoffnungen machen“, meinte Tazia. „Du bist die Zehnte auf der Warteliste.“
Offenbar sollte es einfach nicht sein. Maggie ging in den Schlafraum, um ihre Sachen zu holen, bevor sie unter die Dusche stieg.
„Was wollte Tazia?“, fragte Suzanne.
„Die Tour in die Wüste morgen wurde abgesagt.“ Maggie seufzte. „Ich gehe jetzt duschen.“
„Kann ich mir in der Zeit dein Telefon leihen? Ich möchte Glen nur eine SMS schicken.“
Da ihr Telefon defekt war, hatte Suzanne in den letzten Tagen Maggies benutzt.
„Klar“, erwiderte Maggie.
Während sie unter der Dusche stand und erst die Sonnenmilch abspülte und sich anschließend das lange rote Haar wusch, ließ sie die Ereignisse dieses Tages Revue passieren. Dabei wurde ihr schmerzlich bewusst, dass sie ihren Altersgenossinnen in Sachen Sex Lichtjahre hinterherhinkte.
Über mangelnde Angebote konnte sie sich nicht beschweren, denn in dem Café, in dem sie zu Hause arbeitete, hatten viele Kunden mit ihr geflirtet oder sie gefragt, ob sie mit ihnen ausgehen wollte. Gelegentlich hatte sie die Einladungen angenommen, aber es hatte jedes Mal allenfalls mit einigen unbeholfenen Küssen geendet.
Trotzdem hatte sie sich gern mit Hazin unterhalten, auch wenn sie sich nicht im Geringsten zu ihm hingezogen gefühlt hatte. Trotz seines attraktiven Äußeren und seiner gesellschaftlichen Stellung war er erfrischend bodenständig gewesen. Normalerweise erntete sie nur Mitgefühl, wenn sie anderen erzählte, dass sie keine Familie hatte. Er hingegen hatte jungenhaft gelächelt und ihr gesagt, sie könnte sich glücklich schätzen. Dann hatte er ihr von seinen Eltern erzählt, die ihn und seinen älteren Bruder Ilyas alles andere als liebevoll großgezogen hätten.
„Stehen Sie Ihrem Bruder nahe?“, hatte sie nachgehakt.
„Wem? Ilyas?“, hatte er gefragt. „Der lässt niemanden an sich ran.“
Ja, es war wirklich interessant gewesen, und nun konnte sie es kaum erwarten, Flo zu mailen und sie auf den neuesten Stand zu bringen. Als sie sich abtrocknete, stellte sie erleichtert fest, dass nur ihre Schultern leicht gerötet waren. Zu ihrem Leidwesen wurde sie niemals braun und hatte es deshalb längst aufgegeben.
Anschließend zog sie...




