E-Book, Deutsch, 168 Seiten
Cora Die Magie der Bewohnerbesprechung
1., Auflage 2015
ISBN: 978-3-456-95534-6
Verlag: Hogrefe AG
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark
Die Mäeutik-Toolbox für Teams in der stationären Langzeit-, Alten- und Behindertenbetreuung
E-Book, Deutsch, 168 Seiten
ISBN: 978-3-456-95534-6
Verlag: Hogrefe AG
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark
Praxis- und Dokumentationshandbuch, das die Bewohnerbesprechung als zentrales Werkzeug und Instrument des mäeutischen Pflege- und Betreuungsmodells vorstellt, begründet, visualisert und exemplifiziert. Das Praxishandbuch bietet das einziges Handbuch zur Umsetzung des Mäeutischen Pflegemodells mit Hilfe des Werkzeugs der Bewohnerbesprechung berücksichtigt aktuelle Entbürokratisierungsrichtlinien des BMG schliesst neben Menschen mit Demenz auch Bewohner mit geistigen Behinderungen und körperliche beeinträchtigte alte Menschen mit ein bettet die Bewohnerbesprechung auch visuell mit anschaulichen Infografiken in der Mäeutische Pflegemodell ein.
Zielgruppe
Pflegefachpersonen, Heilpädagogen, Heimleitungen, Wohnbereichsleitungen, Pflegelehrer
Autoren/Hrsg.
Fachgebiete
- Medizin | Veterinärmedizin Medizin | Public Health | Pharmazie | Zahnmedizin Pflege Krankenpflege
- Sozialwissenschaften Pädagogik Teildisziplinen der Pädagogik Sonderpädagogik, Heilpädagogik
- Medizin | Veterinärmedizin Medizin | Public Health | Pharmazie | Zahnmedizin Pflege Altenpflege
- Medizin | Veterinärmedizin Medizin | Public Health | Pharmazie | Zahnmedizin Pflege Pflegeforschung, Pflegemanagement
Weitere Infos & Material
1;Die Magie der Bewohnerbesprechung;1
1.1;Inhalt;6
1.2;Das mäeutische Pflege- und Betreuungsmodell;10
1.3;Danksagung;11
2;Vorwort;12
3;1 Bewohnerbesprechung und Teamlernen;16
4;2 Was ist eine Bewohnerbesprechung?;20
4.1;2.1 Ausgangspunkte;20
4.2;2.2 Funktionen der Bewohnerbesprechung;22
4.3;2.3 Rollen bei der Bewohnerbesprechung;25
5;3 Fu?r wen ist eine Bewohnerbesprechung gedacht?;28
6;4 Planung und Organisation;34
7;5 Bewohnerbesprechung und Charakteristik;40
7.1;5.1 Funktion der Charakteristik;40
7.2;5.2 Die vier Schritte;42
8;6 Das Erstellen einer Charakteristik;44
8.1;6.1 Der erste Schritt: Über wen sprechen wir?;44
8.2;6.2 Der zweite Schritt: Kenne den Bewohner;47
8.3;6.3 Der dritte Schritt: Schätze dich selbst;55
8.4;6.4 Weitere Schritte;64
9;7 Die Gesprächsleitung;72
9.1;7.1 Zeitmanagement;72
9.2;7.2 Spannungsfelder der Gesprächsleiterin;73
9.3;7.3 Gesprächsfertigkeiten;77
10;8 Selbstbild oder Ich-Erleben und Verhaltensmuster;82
10.1;8.1 Das Erleben einer Krankheit;82
10.2;8.2 Mäeutische Illness Scripts der Formen von Demenz;85
11;9 Verfahrensleitlinie bei der Lebensgeschichte und der Biografiearbeit;92
12;10 Charakteristiken fu?r unterschiedliche Zielgruppen;96
12.1;10.1 Charakteristik fu?r Menschen mit einer chronischen somatischen Krankheit;97
12.1.1;10.1.1 Erläuterung;97
12.1.2;10.1.2 Beispiel;101
12.2;10.2 Charakteristik fu?r Menschen mit Altersverwirrtheit oder Demenz (stationäre Betreuung);104
12.2.1;10.2.1 Erläuterung;104
12.2.2;10.2.2 Beispiele;106
12.3;10.3 Charakteristik fu?r Menschen mit gerontopsychiatrischen Verhaltensbildern (Tagespflege);111
12.3.1;10.3.1 Erläuterung;112
12.3.2;10.3.2 Beispiele;115
12.4;10.4 Charakteristik fu?r Menschen mit geistiger Behinderung in der Lebensphase des Alterns;128
12.4.1;10.4.1 Erläuterung;129
12.4.2;10.4.2 Beispiel;133
13;11 Aufgaben der Bezugspflegenden und der Wohnbereichsleitung;136
13.1;11.1 Funktionsbeschreibung Bezugspflegende Mäeutik;138
13.2;11.2 Zuständigkeiten und Aufgaben der Wohnbereichsleitung bei der Bewohnerzuweisung nach dem mäeutischen Pflege- und Betreuungsmodell;140
14;12 Mäeutische Grundregeln fu?r den Umgang mit Angehörigen;144
15;13 Die ethische Bewohnerinnen-/Bewohnerbesprechung;146
16;Wichtige Adressen zur Mäeutik;150
17;Verzeichnisse;152
17.1;Literaturverzeichnis;152
17.2;Verzeichnis der Autorinnen und Autoren;156
17.3;Sachwortverzeichnis;160
18;Der mäeutische Pflege- und Betreuungsprozess;164
2 Was ist eine Bewohnerbesprechung? (S. 19-20)
2.1 Ausgangspunkte
Der Begriff «Bewohnerbesprechung» scheint eindeutig: Hier sprechen wir miteinander über den Bewohner. Was lässt sich da missverstehen? In der Praxis gibt es jedoch die unterschiedlichsten Variationen. Ist eine Bewohnerbesprechung das gleiche wie eine Fallbesprechung? Ganz und gar nicht! Ist es eine Besprechung zwischen Bezugsbetreuer oder Pflegedienstleitung und Bewohner, etwa wie die Pflegevisite? Nein, das ist es auch nicht, obwohl Bewohner und Angehörige teilnehmen können, wenn das Team darin geübt ist.
An dieser Stelle erläutern wir zunächst, welche Art der Bewohnerbesprechung wir hier meinen. Wer nimmt daran teil? Wie lange dauert sie? Wie viele Bewohner werden mit welcher Wirkung besprochen?
Umschreibung
Die Bewohnerbesprechung ist eine Besprechung von Betreuern und anderen ausführenden Mitarbeitern, bei der es um einen Bewohner geht. Dabei wird versucht, einen möglichst guten Einblick in dessen Erleben, Bedürfnisse, Wünsche und Hilfebedarf zu bekommen. Die Bewohnerbesprechung führt zu neuen oder überarbeiteten Teilen der Dokumentation:
• einer neuen oder überprüften Charakteristik
• einer überarbeiteten Betreuungs- und Pflegeübersicht (mäeutische Darstellung von Betreuung, Pflege und Alltagsgestaltung)
• einem ausgefüllten Beobachtungsbogen in Bezug auf die Phasen der Demenz und damit zusammenhängende Verhaltensmuster • einem ausgefüllten Beobachtungsbogen für anschleichende Demenz bei Menschen mit einer geistigen Behinderung.
Dieser Bogen wurde für die Behindertenhilfe entwickelt und ist bei der Akademie für Mäeutik (www.akademiefuermaeeutik.eu) sowie bei den Akademien für Mäeutik in Deutschland und Österreich erhältlich.
Persönlicher Bezug als Ausgangspunkt
Mäeutik und erlebensorientierte Betreuung und Pflege gehen mit dem persönlichen Bezug des Mitarbeiters zum Bewohner und dessen Familie/Freunden einher. Persönlicher Bezug bedeutet: Der Andere zählt für mich, ich will mich in ihn vertiefen, möchte ihn verstehen und begreifen. Als Mitarbeiter ist man sich des eigenen persönlichen Bezugs nicht immer bewusst. Er zeigt sich jedoch in der Art und Weise, wie man jemanden ansieht oder wie man spricht. Persönlicher Bezug prägt die Qualität des Kontakts und schafft Offenheit und Vertrauen. Sowohl der Bewohner als auch dessen Angehörige spüren, dass sie alles sagen können, was sie auf dem Herzen haben.
Gleichgewicht oder Bedrohungen
Das Team denkt darüber nach, inwiefern das Verhalten des Bewohners eine direkte Folge seiner Einschränkung oder Erkrankung ist. Wenn die Alltagsgestaltung des Bewohners glatt und ohne allzu viele Spannungen verläuft, ist die Bewohnerbesprechung nicht sehr zeitaufwändig.





