E-Book, Deutsch, 336 Seiten
Fisher Die Arbeit mit Selbstanteilen in der Traumatherapie
1. Auflage 2019
ISBN: 978-3-95571-795-7
Verlag: Junfermannsche Verlagsbuchhandlung
Format: PDF
Kopierschutz: 0 - No protection
E-Book, Deutsch, 336 Seiten
ISBN: 978-3-95571-795-7
Verlag: Junfermannsche Verlagsbuchhandlung
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Selbst-Entfremdung überwinden – vom Trauma heilen Auf traumatische Ereignisse reagieren Menschen mit Verhaltensmustern, die es ihnen ermöglichen, das Erlebte auszuhalten. Oftmals entstehen dabei traumaassoziierte Selbstanteile. Sobald diese getriggert werden, bestimmen sie das Verhalten der Person. Ausgehend von der Systemischen Therapie mit der inneren Familie und der Sensumotorischen Psychotherapie erläutert Janina Fisher, wie traumatisierte Klienten in der Therapie lernen können, ihre Selbstanteile zu erkennen – und zu würdigen. Werden diese nämlich mit ihren Bedürfnissen wahrgenommen und berücksichtigt, reduziert sich die Gefahr automatischer Verteidigungs- und Reaktionsmuster. Das Konzept der sicheren Bindung wird auf die innerpsychischen Beziehungen zwischen Selbstanteilen übertragen. So kann Heilung gelingen.
Fachgebiete
Weitere Infos & Material
1;Cover;1
2;Inhalt;8
3;Dank;14
4;Einführung;18
5;1. Die neurobiologischen Nachwirkungen von Traumata: Wie es zur inneren Fragmentierung kommt;40
5.1;1.1 Die „lebendige Hinterlassenschaft“ der Vergangenheit;41
5.2;1.2 Streit um das Konzept der Dissoziation;43
5.3;1.3 Kompartmentalisierung unter Stress: Nutzung der Bruchlinien;44
5.4;1.4 Anzeichen erkennen, die auf eine strukturelle Dissoziation von Persönlichkeitsanteilen hindeuten;48
5.5;1.5 Symptome als Botschaften der Selbstanteile;50
5.6;1.6 Klienten und ihren Selbstanteilen helfen, „im Hier und Jetzt zu sein“;54
6;2. Selbstanteile verstehen, Traumareaktionen verstehen;56
6.1;2.1 Ungebetenes Sich-Erinnern;59
6.2;2.2 Erinnern als Abrufen von Aktions- und Reaktionsmustern;60
6.3;2.3 Das „Jetzt“ finden, nicht das „Damals“;62
7;3. Wandel der Klienten- und Therapeutenrolle;64
7.1;3.1 Mit der neurobiologischen Hinterlassenschaft des Traumas arbeiten;65
7.2;3.2 Mit dem Konzept des multiplen Bewusstseins arbeiten;66
7.3;3.3 Pathogene Erinnerungskerne;67
7.4;3.4 Die Vergangenheit anerkennen, ohne sie zu explorieren;69
7.5;3.5 Eine andere Herangehensweise an traumatische Erinnerungen;70
7.6;3.6 Eine andere Art von Zeugenschaft;71
7.7;3.7 Vergangenheit von Gegenwart unterscheiden;71
7.8;3.8 Das Bezeugtwerden bezeugen;73
7.9;3.9 Die Therapeutin als „Hilfskortex“ und Anleiterin;74
7.10;3.10 Eine Form der kreativen Anpassung an abnorme Erfahrungen;78
7.11;3.11 Eine neue Rolle für den Therapeuten: neurobiologischer Regulator;79
7.12;3.12 Der Therapeut als Regisseur, Coach und Schrittmacher;83
7.13;3.13 Der Körper als ein gemeinsames Ganzes;84
7.14;3.14 Die Veränderung der Therapeutenrolle;86
7.15;3.15 Erfahrungen bearbeiten, nicht Geschehnisse;87
8;4. Unsere „Selbste“ wahrnehmen lernen: eine Einführung in die Arbeit mit Selbstanteilen;90
8.1;4.1 Der Preis der Anpassung;92
8.2;4.2 „Dich näher kennenlernen“;96
8.3;4.3 Neugier entwickeln: Wer ist dieses „Ich“?;98
8.4;4.4 Achtsames Registrieren der inneren Landschaft;99
8.5;4.5 Internale Konflikte, die mit Überlebensstrategien zusammenhängen;100
8.6;4.6 Unsere verschiedenen Selbste akzeptieren;102
9;5. Sich mit den Selbstanteilen befreunden: den Keim zum Mitgefühl mit ihnen legen;104
9.1;5.1 Unsere verlorenen Selbste wiedergewinnen;104
9.2;5.2 Die Rolle der Achtsamkeit: Wie wir uns mit uns selbst „befreunden“ können;105
9.3;5.3 Wessen Perspektive sollten wir beim Beobachten einnehmen?;106
9.4;5.4 Beobachtung und Bedeutungszuschreibung auseinanderhalten;108
9.5;5.5 Verschmelzen mit, Verschieben von und Wechseln zwischen Selbstanteilen;109
9.6;5.6 Empathie fördern;112
9.7;5.7 Die Selbstanteile „sehen“: Achtsamkeit externalisieren;113
9.8;5.8 Verschmelzung hält das Trauma „am Leben“;120
9.9;5.9 Entschmelzung lernen;121
9.10;5.10 „Gastfreundschaft“ gewähren;125
9.11;5.11 Die verlorenen Seelen und traumatisierten Kinder willkommen heißen;126
9.12;5.12 Eine Verbindung zu einem weisen, mitfühlenden Erwachsenen aufbauen;128
9.13;5.13 Auf die Ressourcen eines tüchtigen Erwachsenen zugreifen;130
9.14;5.14 Die verschiedenen Aspekte des Selbst akzeptieren;132
10;6. Komplikationen im Behandlungsverlauf: traumatische Bindung;134
10.1;6.1 Die „fehlende Erfahrung“ einer sicheren Bindung;134
10.2;6.2 Beziehungsgewohnheiten: eine Form der „Speicherung“ früher Bindungserfahrungen;135
10.3;6.3 Trauma und Bindung: Die Quelle der Sicherheit wird zur Quelle der Bedrohung;136
10.4;6.4 „Kontrollierende Bindungsstrategien“ und Traumafolgen;138
10.5;6.5 „Therapiephobie“ und „Therapeutenphobie“;139
10.6;6.6 Die Sehnsucht nach Umsorgtwerden wecken;141
10.7;6.7 Desorganisiertes Bindungsverhalten als inneres Ringen rekontextualisieren;142
10.8;6.8 Nicht eine, sondern viele Übertragungen;144
10.9;6.9 Die Übertragung von Selbstanteilen erkennen;145
10.10;6.10 Ein Bündnis mit dem Kampf-Anteil schmieden;146
10.11;6.11 Es gibt kein einheitliches Selbst;148
10.12;6.12 Alle Selbstanteile miteinbeziehen;149
10.13;6.13 Auf die „Stimmen“ der Selbstanteile hinhören;150
10.14;6.14 Für die Selbstanteile sprechen;152
10.15;6.15 Dem Impuls widerstehen, sich auf eine Seite zu schlagen;155
10.16;6.16 Der dyadische Tanz;155
11;7. Mit suizidalen, selbstschädigenden, essgestörten und süchtigen Selbstanteilen arbeiten;160
11.1;7.1 Aussteigen oder weitermachen?;161
11.2;7.2 Verzweifelte Maßnahmen;162
11.3;7.3 Mit unerträglichen Emotionen fertigwerden;163
11.4;7.4 Den Körper nutzen, um Entlastung zu erreichen;164
11.5;7.5 Wie selbstschädigende Verhaltensweisen „funktionieren“;165
11.6;7.6 Selbstdestruktives Verhalten und der Bindungstrieb;167
11.7;7.7 Elementare Selbstschutzreaktionen und gefährliches Verhalten;168
11.8;7.8 Behandlung der Ursachen selbstdestruktiven Verhaltens;171
11.9;7.9 Traumatheoretisch fundierte Stabilisierungsbehandlung;172
11.10;7.10 Selbstdestruktive Selbstanteile anerkennen;174
11.11;7.11 Die verletzlichen Selbstanteile beruhigen, die schützenden würdigen;177
11.12;7.12 Keinen Selbstanteil zurücklassen;179
12;8. Therapeutische Herausforderungen: dissoziative Systeme und dissoziative Störungen;182
12.1;8.1 Erkennen, ob eine Dissoziative Identitätsstörung vorliegt;184
12.2;8.2 Die Diagnose dissoziativer Störungen;185
12.3;8.3 Eine Diagnose nennen oder nicht?;186
12.4;8.4 Instrumente für die Diagnose dissoziativer Störungen;188
12.5;8.5 Diagnostische Kriterien und Fragen;189
12.6;8.6 Da ist keine in sich geschlossene Person;191
12.7;8.7 Dinge vor sich selbst geheim halten;192
12.8;8.8 In einer chaotischen Innenwelt Ordnung schaffen;194
12.9;8.9 Wenn ein Klient sich aus vielen zusammensetzt;196
12.10;8.10 Dem Normal-leben-Selbst der Klienten beibringen, wie es mit den Selbstanteilen arbeiten kann;196
12.11;8.11 Dem aktuellen Erleben Sinn verleihen;198
12.12;8.12 Für Selbstanteile, die in der Vergangenheit verhaftet sind, eine Gegenwart schaffen;200
12.13;8.13 Konditionierungen überwinden;202
12.14;8.14 Kontinuität des Bewusstseins: Augenblick für Augenblick wissen, „wer ich bin“;203
12.15;8.15 Dissoziation als Ressource;204
12.16;8.16 In der eigenen Innenwelt Vertrauen aufbauen;204
12.17;8.17 Indizien zusammentragen: ein retrospektives Bewusstsein aufbauen;208
12.18;8.18 Fertigkeiten entwickeln, die Bewusstseinslücken vermeiden helfen;209
12.19;8.19 Keine simple Unterteilung in „gut“ und „böse“;212
12.20;8.20 Ein Team trainieren;212
12.21;8.21 Die Präsenz des Normal-leben-Selbst stärken;214
12.22;8.22 Die Selbstanteile auf dem Laufenden halten: der „Durchsicker-Effekt“;217
12.23;8.23 Muster und Rollen verändern;219
12.24;8.24 Mit Regression und Aggression arbeiten;221
12.25;8.25 Geduld, Beharrlichkeit und ein guter Sicherheitsgurt;224
12.26;8.26 Den Kind-Anteil behandeln, indem wir den „Eltern-Anteil“ in die Pflicht nehmen;224
12.27;8.27 Selbstheilung anstelle von interpersoneller Heilung;226
12.28;8.28 Die Koexistenz der Selbstanteile erleichtern;228
13;9. Reparatur der Vergangenheit: die Selbstanteile annehmen;230
13.1;9.1 Die Ressourcen des weisen Erwachsenen nutzbar machen;238
13.2;9.2 Kindern zuhören stärkt die Bindung;241
13.3;9.3 Wessen Empfindungen sind das?;242
13.4;9.4 Den Selbstanteilen aus einer Position der Stärke heraus die Hand reichen;245
13.5;9.5 Die Ressourcen des Normal-leben-Selbst nutzen;247
13.6;9.6 Junge Selbstanteile in die Obhut von jemandem geben, dem etwas an ihnen liegt;249
13.7;9.7 Bindungsbeziehungen entstehen aus Körpererfahrungen;252
13.8;9.8 Selbstanteile einladen, „hier“ zu sein, anstatt „dorthin“ zu gehen;252
13.9;9.9 Angst vor Bindungsbeziehungen zu Selbstanteilen;255
13.10;9.10 Internale Bindungsbeziehungen: „Bruch und Reparatur“;260
14;10. Wiederherstellen, was verloren war: die Verbindung zu unseren frühen Selbstanteilen vertiefen;264
14.1;10.1 Das Verhältnis zur Vergangenheit reorganisieren;266
14.2;10.2 Die Rolle der Erinnerungen;267
14.3;10.3 „Ich hier und heute“ versus „Dieser Teil von mir in der Vergangenheit“;270
14.4;10.4 Die internale Kommunikation mit dysregulierten Selbstanteilen aufbauen;273
14.5;10.5 Bruch und Reparatur;275
14.6;10.6 Mitgefühl gegenüber verwundeten Kind-Anteilen zeigen;277
14.7;10.7 Beeinträchtigung reparativer Erfahrungen;280
14.8;10.8 Vier Fragen, die helfen, sich mit einem Selbstanteil zu befreunden;280
14.9;10.9 Fürsorgliche Regungen fördern;284
14.10;10.10 Misstrauen und Angst von Selbstanteilen überwinden;284
14.11;10.11 Für jeden Selbstanteil eine neue Aufgabe und einen neuen Auftrag gestalten;286
15;11. Sich geborgen und willkommen fühlen: die Erfahrung einer erworbenen sicheren Bindung;292
15.1;11.1 Die Symptome eines Klienten sagen mehr über ihn als die „Geschichte“, die er erzählt;294
15.2;11.2 Sich dissoziative Symptome zunutze machen, um dissoziative Fragmentierung zu heilen;295
15.3;11.3 Im Alltag des Erwachsenen sichere Orte für Kind-Anteile schaffen;295
15.4;11.4 Ein erwachsenes Normal-leben-Selbst in seiner Funktionsfähigkeit unterstützen;299
15.5;11.5 Erworbene sichere Bindung;300
15.6;11.6 Das Paradigma verschieben: Die Nachwirkungen der Vergangenheit sind nicht unauslöschlich;301
15.7;11.7 Die transgenerationale Weitergabe einer sicheren Bindung;302
15.8;11.8 Sichere Bindung ist kein „Ereignis“, sondern eine somatische und emotionale Erfahrung;305
15.9;11.9 Verstrickung und Entfremdung vermeiden;306
15.10;11.10 Erworbene sichere Bindung und Traumabewältigung;309
15.11;11.11 Das Schreien des Kindes hören;312
16;Anhang;316
16.1;A. Die fünf Schritte zur „Entschmelzung“;317
16.2;B. Meditationskreis mit Selbstanteilen;318
16.3;C. Technik des inneren Dialogs;320
16.4;D. Behandlungsparadigma für die Reparatur internaler Bindungen;323
16.5;E. Protokoll dissoziativer Erfahrungen;326
16.6;F. Vier Fragen, die helfen, sich mit einem Selbstanteil zu befreunden;327
17;Literatur;328
18;Index;333
19;Über die Autorin;336