Buch, Englisch, Band 1/2, 400 Seiten, Format (B × H): 140 mm x 222 mm
British America and the United States, 1770s-1850s
Buch, Englisch, Band 1/2, 400 Seiten, Format (B × H): 140 mm x 222 mm
Reihe: Serie C: Inter-American Literary Studies
ISBN: 978-3-89244-355-1
Verlag: Wallstein
Mit einigen wenigen Ausnahmen ist jede amerikanische Literatur eine in europäischer Sprache weitergeführte bzw. "zweite" Literatur, ohne jedoch eine simple Nachahmung zu sein. Im Gegenteil: Frühzeitig fanden viele amerikanische Autoren Wege, entgegen den europäischen Vorgaben der jeweiligen vorherrschenden literarischen Strömungen zu schreiben. Auf diese Weise prägten sie das Profil einer eigenständigen Literatur.
Unter Verwendung innovativer Methoden der Komparatistik, wie z.B. des "writer response criticism", untersuchen die Autoren die Literatur Britisch-Amerikas und die der heutigen Vereinigten Staaten: die älteste und erfolgreichste Literatur hinsichtlich ihrer Bemühungen, sich zwar von ihrem europäischen Gegenstück zu distanzieren, gleichzeitig jedoch mit diesem verbunden zu bleiben. Die Autoren weisen Strategien dieses Schreibens gegen europäische Konventionen nach und belegen bedeutende internationale Beiträge zur Dynamik der anglo-amerikanischen Literaturgeschichte zwischen 1700 und 1850. Die Studie erweitert somit das übliche nationale Paradigma der amerikanischen Literaturgeschichtsschreibung, indem sie wichtige Aspekte des internationalen - vorrangig des britischen und deutschen - Kontextes einbezieht, in welchem die Veramerikanisierung englischsprachiger Literatur stattfand.
Die Herausgeber: Armin Paul Frank, geboren 1935, ist Professor am Englischen Seminar der Georg August Universität, Göttingen. Er war Gründer und Leiter des Göttinger Sonderforschungsbereichs (SFB) 309 "Die Literarische Übersetzung " (1985-96) und Initiator des SFB 529 "Internationalität nationaler Literaturen" (1997-heute). Seine jüngsten Veröffentlichungen widmen sich vorrangig diesen Thematiken.
Kurt Mueller-Vollmer ist emeritierter Professor für Germanistik an der Stanford Universität in Kalifornien. Sein Interesse gilt der Komparatistik und Kulturgeschichte, besonders der deutschen, französischen und nordamerikanischen, der Hermeneutik, Sprachtheorie und der Übersetzung. Er ist Herausgeber der neuen Ausgabe von Wilhelm von Humboldts "Writings on Linguistics".