Fuchs / Schlicht | Seelische Gesundheit und sportliche Aktivität | E-Book | sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 349 Seiten

Reihe: Sportpsychologie

Fuchs / Schlicht Seelische Gesundheit und sportliche Aktivität


1. Auflage 2012
ISBN: 978-3-8409-2360-9
Verlag: Hogrefe Publishing
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark

E-Book, Deutsch, 349 Seiten

Reihe: Sportpsychologie

ISBN: 978-3-8409-2360-9
Verlag: Hogrefe Publishing
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark



Dieses Buch gibt erstmalig einen kompletten und aktuellen Überblick über die Wirkungen und Wirkweisen von sportlicher Aktivität auf Aspekte der seelischen Gesundheit. Ausgewiesene Fachleute der Psychologie und Sportpsychologie referieren den aktuellen internationalen Forschungsstand und arbeiten die Forschungslücken heraus. Das Buch ist die ideale Grundlage für die Ausbildung von Studierenden der Sportwissenschaft in Sportpsychologie. Es ergänzt des Weiteren die Ausbildung von Psychologen, Gesundheitswissenschaftlern und Medizinstudierenden, stellt aber auch für alle Praktiker, die an einer Förderung der Gesundheit arbeiten, eine wichtige Informationsquelle dar. Sie erfahren fundiert, welche Wirkung sie von sportlicher Aktivität erwarten können. Der Band gewährt einen grundlegenden und vertiefenden Einblick in die Wirkung eines Verhaltens, das Gesundheitsorganisationen als wesentlich ansehen, um Gesundheit und Wohlbefinden zu stabilisieren und zu fördern.
Dieser Band ist ein Muss für alle, die mit sportlicher Aktivität auf die Gesundheit Einfluss nehmen wollen, und stellt die theoretisch-methodische Leitlinie für zukünftige Forschungsvorhaben dar.

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Weitere Infos & Material


1;Seelische Gesundheit und sportliche Aktivität;1
2;Vorwort;7
3;Inhalt;9
4;1 Seelische Gesundheit und sportliche Aktivität: Zum Stand der Forschung;11
4.1;1 Seelische Gesundheit;12
4.2;2 Körperliche bzw. sportliche Aktivität;13
4.3;3 Evidenz;15
4.4;4 Trends und Perspektiven;16
4.5;5 Ausblick;19
4.6;6 Literatur;20
5;2 Sportliche Aktivität und affektive Reaktionen;22
5.1;1 Begriffliche Klärungen;23
5.2;2 Dimensionalität und Messung der Konstrukte;25
5.3;3 Reaktionen und Reaktionsverläufe: Fragestellungen;27
5.4;4 Retrospektive zu älteren Befunden;30
5.5;5 Der aktuelle Forschungsstand;31
5.6;6 Der Einfluss der Intensität;32
5.7;7 Ein erstes Fazit und eine weitere Perspektive;36
5.8;8 Aus dem Labor in den Alltag;37
5.9;9 Fazit;39
5.10;10 Literatur;40
6;3 Körperlich-sportliche Aktivität und gesundheitsbezogene Lebensqualität;44
6.1;1 Was ist gesundheitsbezogene Lebensqualität?;45
6.2;2 Diagnostik der gesundheitsbezogenen Lebensqualität;46
6.3;3 Evidenzen zum Einfluss körperlich-sportlicher Aktivität auf die gesundheitsbezogene Lebensqualität;50
6.4;4 Diskussion;61
6.5;5 Literatur;63
7;4 Sportaktivität und soziales Wohlbefinden;66
7.1;1 Soziale Gesundheit und soziales Wohlbefinden;67
7.2;2 Wirkungsweisen sportlicher Aktivität;71
7.3;3 Diagnostische Verfahren;73
7.4;4 Empirische Wirkungsanalysen;77
7.5;5 Schlussfolgerungen und Perspektiven;83
7.6;6 Literatur;85
8;5 Sportliche Aktivität und psychosomatische Beschwerden;88
8.1;1 Grundlagen;88
8.2;2 Wirkung von sportlicher Aktivität auf den Beschwerdestatus;97
8.3;3 Wirkungen von sportlicher Aktivität und Sporttherapie auf ausgewählte psychosomatische Beschwerdebilder;100
8.4;4 Fazit;105
8.5;5 Literatur;107
9;6 Sportliche Aktivität und Stressregulation;110
9.1;1 Stress und Stressbewältigung;111
9.2;2 Beobachtungsstudien: Zusammenhang zwischen Sportaktivität und Stresserleben;113
9.3;3 Interventionsstudien: Effekte der Sportaktivität auf das Stresserleben;117
9.4;4 Drei-Variablen-Zusammenhang: Sport als Stresspuffer;119
9.5;5 Stressregulative Wirkweisen der Sportaktivität;122
9.6;6 Implikationen für Sport- und Bewegungsprogramme zur Stressbewältigung;127
9.7;7 Literatur;127
10;7 Sportliche Aktivität und physiologische Stressreaktivität;132
10.1;1 Stress als biopsychosoziales Phänomen;133
10.2;2 Physiologische Stressregulationssysteme;134
10.3;3 Cross-Stressor Adaptationshypothese;137
10.4;4 Aktivierung des neuralen Stressregulationssystems bei sportlicher Aktivität;138
10.5;5 Aktivierung des hormonalen Stressregulationssystems bei sportlicher Aktivität;139
10.6;6 Reaktivität und Regeneration auf Stress als Funktion der Sportaktivität und Fitness;139
10.7;7 Reaktivität auf Laborstress unmittelbar nach akuter sportlicher Aktivität;143
10.8;8 Diskussion;145
10.9;9 Literatur;148
11;8 Sportliche Aktivität und Selbstkonzept;152
11.1;1 Die Optima des Selbst;152
11.2;2 Der Inhalt und die Struktur des Selbst;156
11.3;3 Die Wirkung sportlicher Aktivität auf das Selbst;159
11.4;4 Die Dynamik des Selbst;168
11.5;5 Literatur;172
12;9 Sportliche Aktivität und Depression;174
12.1;1 Epidemiologie;175
12.2;2 Therapie der Depression;175
12.3;3 Der Einfluss von Sport auf Depression;176
12.4;4 Wirksamkeitsstudien;183
12.5;5 Metaanalysen und Überblicksarbeiten;186
12.6;6 Gesamtzusammenfassung und kritische Würdigung;190
12.7;7 Literatur;192
13;10 Sportliche Aktivität und Angst;196
13.1;1 Der Gegenstandsbereich der Angst;196
13.2;2 Sportliche Aktivität und Angst: Forschungsstrategien und exemplarische Befunde;199
13.3;3 Metaanalysen zum Zusammenhang von sportlicher Aktivität und Angst;203
13.4;4 Wirkmechanismen und vermittelnde Prozesse;209
13.5;5 Fazit und Ausblick;212
13.6;6 Literatur;214
14;11 Sportliche Aktivität und Schizophrenie;218
14.1;1 Präzisierung des Gegenstandsbereichs;218
14.2;2 Gesundheitsbezogene Auswirkungen von Sportprogrammen;223
14.3;3 Fazit und Ausblick;235
14.4;4 Literatur;237
15;12 Sportliche Aktivität und Essstörungen;239
15.1;1 Einleitung;239
15.2;2 Essstörungen: Eine Übersicht;242
15.3;3 Sportliche Aktivität bei Essstörungen;244
15.4;4 Zusammenfassung;256
15.5;5 Literatur;256
16;13 Sportliche Aktivität und ADHS;261
16.1;1 ADHS;261
16.2;2 Befunde zu sportlicher Aktivität und ADHS;268
16.3;3 Ausblick;276
16.4;4 Literatur;277
17;14 Sportliche Aktivität, Aggression und Gewalt;282
17.1;1 Begriffliche Einordnung;283
17.2;2 Bedingungen von Aggression und Gewalt;283
17.3;3 Zusammenhang von Sportaktivität und Aggression sowie Gewalt;285
17.4;4 Sport und Bewegung als Maßnahme zur Prävention und Reduktion von Aggression und Gewalt;289
17.5;5 Fazit und Schlussfolgerungen;295
17.6;6 Literatur;300
18;15 Physische Aktivität und kognitive Leistungsfähigkeit;304
18.1;1 Effekte physischer Aktivität auf kognitive Leistungen von Kindern und Jugendlichen;306
18.2;2 Effekte physischer Aktivität auf kognitive Leistungen von der Kindheit bis ins Alter;308
18.3;3 Effekte physischer Aktivität auf die kognitive Leistungsfähigkeit im Alter;311
18.4;4 Biologische Wirkmechanismen des kognitionsfördernden Effekts physischer Aktivität;319
18.5;5 Potentielle Mediatorfaktoren für den Zusammenhangzwischen physischer Aktivität und kognitiver Leistung;320
18.6;6 Zusammenfassung;322
18.7;7 Literatur;323
19;16 Körperlich-sportliche Aktivität und gelingendes Altern;325
19.1;1 Gelingendes Altern;326
19.2;2 Körperlich-sportliche Aktivität als Determinante des gelingenden Alterns;333
19.3;3 Fazit;340
19.4;4 Literatur;341
20;Die Autorinnen und Autoren des Bandes;347


Sie hat aber auch eindeutige Grenzen. Wir sollten ihr nicht das Etikett des Allheilmittels anheften. Das dient weder dem Gegenstand noch den Menschen. Als Sportpsychologen sind wir unserem Gegenstand wohlwollend zugeneigt – trotzdem wollen wir die Augen nicht davor verschließen, dass von sportlicher Aktivität auch negative Wirkungen ausgehen können, etwa wenn aggressive Handlungen ausgelöst werden oder Essgestörte sportliche Aktivität instrumentell einsetzen, um in lebensgefährlicher Weise nach Schlankheit zu streben. Die Beiträge in diesem Buch geben einer differenzierten Argumentation die fachliche Grundlage und wer liest, kann profund mitreden.

Das vorliegende Buch ist nicht das Ende der Diskussion. Es markiert stattdessen einen weiteren Meilenstein in der Debatte um die Wirkung körperlich-sportlicher Aktivität auf die seelische Gesundheit. Gemeinsam mit parallelen Veröffentlichungen im angelsächsischen Sprachraum (Faulkner & Taylor, 2005) legt es die Grundlagen für gezielte (interdisziplinär fundierte) Hypothesen, die mit solider Methodik auf den Prüfstand kommen sollten; mal ist es das randomisierte Experiment, dann die Kohortenstudie und dann wieder die ökologische Studie mit dem Ambulanten Assessment. Das methodische Vorgehen hängt von der Fragestellung ab. Ihr gebührt das Primat.

Wenn wir an dieser Stelle ein Fazit vorwegnehmen sollten, dann geschähe das mit einer deutlichen Zurückhaltung ob der Vielfalt der Befunde, die sich in den Einzelbeitragen offenbart. Der Zusammenhang zwischen körperlich-sportlicher Aktivität und den verschiedenen Facetten der seelischen Gesundheit ist eben nicht trivial und auf einige Spiegelstriche reduzierbar. Sport und Bewegung sind nicht die ars curandi für alle Personen unter allen Umständen; man muss schon genauer hinschauen und Vorund Nachteile wägen. Das nimmt eigentlich auch nicht wunder bei der Komplexität der menschlichen Psyche und der vielen offenen Fragen, an deren Beantwortung psychologische Forschung noch lange arbeiten wird.

6 Literatur
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Sportliche Aktivität und affektive Reaktionen
Wolfgang Schlicht & Annelie Reicherz

Als eine orthodoxe Wahrheit in der Sportwissenschaft gilt, dass sportliche Aktivität der Stimmung zuträglich ist und das Wohlbefinden steigert. Gilt der positive Zusammenhang zu affektiven Zuständen unter allen Umständen, für alle Personen, unabhängig von deren Geschlecht, deren Alter, ihrem Fitnesszustand und der persönlichen Dispositionen gleichermaßen? Eine genauere Analyse der empirischen Fakten bringt das orthodoxe Gebäude ins Wanken: Weder eine nomothetische noch eine deterministische Aussage wird durch die Befunde gedeckt.

Der Beitrag klärt zunächst die Konstrukte Emotion, Gefühl, Stimmung, Wohlbefinden und affektive Reaktion, resümiert anschließend die Befunde älterer MetaAnalysen zum Einfluss von sportlicher Aktivität auf die Stimmung und das Wohlbefinden, um dann die Forschungslinien zu den „affektiven Reaktionen auf sportliche Aktivität“ nachzuzeichnen. Der Überblick über die neueren Entwicklungen steht im Zentrum und fördert neben anderem zutage, dass psycho-physiologische und neurowissenschaftliche Zugänge zur Klärung, ob sportliche Aktivität affektive Reaktionen provoziert, im deutschsprachigen Umfeld bislang vernachlässigt wurden. Aktuelle Erkenntnisse nähren sich wesentlich aus Arbeiten einer US-amerikanischen Arbeitsgruppe.

Abschließend wird der Blick noch auf Alltagsstatt auf sportliche Aktivitäten gelenkt. In der Public Health Forschung wird beklagt, dass eine „sesshafte“ Lebensweise (der englische Terminus „sedentariness“ wird hier inzwischen als Terminus technicus verwendet und das Konstrukt in Studien derzeit meistens über die Dauer des Fernsehkonsums operationalisiert) in modernen Gesellschaften weit verbreitet ist. Sedentariness erhöht das Risiko, an Diabetes mellitus oder koronar zu erkranken, während bereits eine häufige Unterbrechung des Sitzens das Risiko deutlich reduziert (Healy et al., 2008). Wenn alltägliche Aktivitäten wie das Stehen während des Telefonierens, das Treppensteigen statt der Nutzung von Fahrstühlen oder ähnliche körperliche Aktivitäten positive affektive Reaktionen auslösen, dann dürften sie Personen motivieren, auch im Alltag jede sich bietende Gelegenheit zu nutzen, um aktiv zu sein. Dieses (noch junge) Forschungsgebiet erfordert ein methodisches Vorgehen, das die Konstrukte zeitnah erfasst und miteinander verknüpft. In den Daten interessiert die intraund die interindividuelle Varianz.



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