Hagen-Jeske | "Zu weiß für die Schwarzen und zu schwarz für die Weißen" | Buch | 978-3-8288-3766-9 | sack.de

Buch, Deutsch, 365 Seiten, gebunden, Format (B × H): 156 mm x 216 mm, Gewicht: 623 g

Hagen-Jeske

"Zu weiß für die Schwarzen und zu schwarz für die Weißen"

Der künstlerische Umgang mit Identität, Rassismus und Hybridität bei Samy Deluxe und B-Tight
1. Auflage 2016
ISBN: 978-3-8288-3766-9
Verlag: Tectum Verlag

Der künstlerische Umgang mit Identität, Rassismus und Hybridität bei Samy Deluxe und B-Tight

Buch, Deutsch, 365 Seiten, gebunden, Format (B × H): 156 mm x 216 mm, Gewicht: 623 g

ISBN: 978-3-8288-3766-9
Verlag: Tectum Verlag


Bin ich schwarz, weiß oder beides? In ihren Tracks nehmen die beiden afrodeutschen Rapper B-Tight und Samy Deluxe Stellung zu öffentlichen Debatten über nationale Identität, Integration und Rassismus und prägen diese – dank ihrer Popularität – auch entscheidend mit. B-Tight nutzt dafür vor allem das Stilmittel der Provokation und die plakative Verwendung des N-Wortes. Samy Deluxe hingegen regt über die Herstellung von Empathie kritisches Denken bei seiner Hörerschaft an. Bislang fehlte ein etabliertes Instrumentarium für eine ethnologische Werkanalyse von Rap. Ina Hagen-Jeske verknüpft in ihrer Studie postkoloniale Konzepte mit dem Ansatz der kulturellen Ökologie aus den Literaturwissenschaften. Dieses interdisziplinäre Interpretationsmodell erlaubt es ihr, nicht nur die sprachlichen, musikalischen und visuellen Aspekte von Rap zu beleuchten, sondern auch den gesellschaftlichen wie künstlerischen Wert der Rap-Tracks herauszustellen.
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Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


I. Einführung
1. Forschungsstand
2. Methodisches Vorgehen
3. Aufbau der Arbeit

II. Historische Rahmenbedingungen
1. SchwarzWeis(s)heiten zur Genese von Bezeichnungen
2. Schwarze Deutsche zwischen (Re-)Präsentation und Anerkennung – ein historischer Abriss
2.1. Hofmohren und Sklaven vom Mittelalter bis zur Reichsgründung
2.2. Weiße Herren, Schwarze Objekte? Schwarze im Deutschen Kaiserreich
2.3. ‚Mischehen‘ und ‚Mischlingskinder‘ in deutsch-afrikanischen Kolonien
2.4. ‚Schwarze Schmach‘ oder ‚Negrophilie‘? Schwarze in der Weimarer Republik
2.5. Vom Leben und Überleben im Nationalsozialismus
2.6. Alles anders im Nachkriegsdeutschland?
2.7. „Am I My Brother’s Keeper?“ Die Neue Schwarze Bewegung und Rap
2.8. Zusammenfassung

III. Theoretisch-analytischer Rahmen
1. Musiktheoretische Begriffe
2. Rap – Charakterisierung eines Phänomens
2.1. Rap-Genres
2.1.1. Written Rap vs. Freestyle Rap
2.1.2. Battle Rap
2.1.3. Party Rap.
2.1.4. Conscious Rap
2.1.5. Gangsta Rap
2.2. Beats und Samples
2.3. Flow und Stimme
2.4. Realness und Rap
2.5. Zusammenfassung
3. Rap – Repräsentationsform des Postkolonialismus
3.1. Die Topophilie der Agenten vs. die Polyphonie von Musik
3.2. Die topographische Inversion: Vom beweglichen musikalischen Ereignis zur kulturellen Determinierung
3.3. Fixierung von Musik als Vermächtnis der Musikethnologie
3.4. Rassistische Sortierungsmechanismen am Beispiel von Rap
3.5. Zusammenfassung
4. Rap und Kulturökologie – Die kulturelle Funktion imaginativer Texte
4.1. Das triadische Funktionsmodell
4.1.1. Funktion als kulturkritischer Metadiskurs
4.1.2. Funktion als imaginärer Gegendiskurs
4.1.3. Funktion als vernetzend-reintegrativer Interdiskurs
4.2. Zusammenfassung

IV. Interpretationsteil: (De)Konstruktionen von SchwarzWeiß
1. Samy Deluxe – der politisch Korrekte
1.1. Künstlerporträt
1.2. Werkanalyse
1.2.1. Das babylonische Deutschland: Von Albträumen und Notrufen
1.2.2. Vom Waste Land zum Neuen Deutschland: DIS WO ICH HERKOMM
1.2.3. WER ICH BIN: Das komplexen Ich
1.2.4. Die Suche nach Schwarzen Vorbildern: Väter, Söhne und Superhelden
1.2.5. „Dies ist deutsche Hochkultur“: Die Anerkennung von Rap als (Dicht)Kunst
1.2.6. Herr Sorge und der Ausbruch aus dem goldenen Rap-Käfig
1.3. Zwischenergebnisse
2. B-Tight – der Provokateur
2.1. Künstlerporträt
2.2. Werkanalyse
2.2.1. Das Ghetto: Vom Waste Land zum kreativen Raum?
2.2.2. Das ‚Rewriting‘ rassistischer Topoi: Über NEGER und NEGER NEGER
2.2.3. 10 KLEINE NEGERLEIN: Die Tradierung kolonialer Machtverhältnisse durch Musik
2.2.4. Einheit und Vielfalt: Von multiplen Persönlichkeiten, Hinrichtungen und Neuanfängen
2.2.5. Eine Frage der Deutungsmacht: Elternschreck oder Sündenbock?
2.2.6. Musik ist Musik: Von der Rap-Sinfonie zum Crossover-Album
2.3. Zwischenergebnisse
3. (De)Konstruktionen von SchwarzWeiß – ein Vergleich
3.1. Die soziokulturelle Funktion bei Samy Deluxe und B-Tight
3.2. (De)Konstruktionsstrategien von B-Tight und Samy Deluxe

V. Schlussbetrachtung und Ausblick

VI. Quellenverzeichnis
1. Diskografie
1.1. Primärquellen
1.2. Sekundärquellen
2. Literaturverzeichnis
3. Internetquellen

VII. Anhang: Transkripte der Lyrics
1. Lyrics von Samy Deluxe
2. Lyrics von B-Tight

VIII. Danksagung


Ina Hagen-Jeske studierte an der Universität Augsburg Europäische Ethnologie/Volkskunde mit den Nebenfächern Amerikanistik und Politikwissenschaften. Beim Tectum Verlag veröffentlichte sie bereits 2009 ihre Abschlussarbeit mit dem Titel „verliebt – verlobt – verkauft? Formen der Eheschließung von Frauen türkischer Herkunft in Deutschland“. Derzeit ist sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Europäische Ethnologie/Volkskunde an der Universität Augsburg tätig, an dem sie mit der vorliegenden Studie im Frühjahr 2014 promoviert wurde. Zu ihren Forschungsinteressen zählen neben den Postcolonial und Critical Whiteness Studies auch die Migrations- und Szeneforschung.



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