E-Book, Deutsch, Band 177, 384 Seiten
Reihe: Julia Exklusiv
Hamilton / Walker / Darcy Julia Exklusiv Band 177
1. Auflage 2008
ISBN: 978-3-86349-538-1
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Wie verführt man einen Millionär? / Liebe - gestern, heute, morgen / Darf ein Mann so sexy sein? /
E-Book, Deutsch, Band 177, 384 Seiten
Reihe: Julia Exklusiv
ISBN: 978-3-86349-538-1
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
WIE VERFÜHRT MAN EINEN MILLIONÄR? von HAMILTON, DIANA
Caro wollte ihn leiden sehen - jetzt muss sie sich eingestehen: Sie liebt Finn Helliar! Wie damals ihre Schwester, die dem Charme des attraktiven Millionärs verfallen war, bis er sie verließ. Trotzdem kann Caro sich dem Sog dieses Mannes nicht entziehen.
LIEBE - GESTERN, HEUTE, MORGEN von WALKER, KATE
Ohne ein Wort verlässt die schöne Eleanor ihren Freund Morgan. Nicht, weil sie ihn nicht mehr liebt - o nein! Er ist ihr Traummann und wird es auch immer bleiben. Aber sie erwartet ein Kind von ihm, und das wollte er nie. Deshalb geht sie - und kann ihn nicht vergessen.
DARF EIN MANN SO SEXY SEIN? von DARCY, EMMA
Was für ein Mann! Dieser Nathan sieht so umwerfend gut aus, dass Sasha alles für ihn tun würde. Fast alles! Denn seinen spontanen Heiratsantrag muss sie einfach ablehnen. Sie kann Nathan zwar kaum widerstehen, doch dem scheint um anderes zu gehen als um Liebe.
Diana Hamilton gehört zu den populären britischen Autorinnen für Liebesromane. Seit 1986 wurden über 50 Romane von ihr veröffentlicht. Bereits als Kind trainierte Diana Hamilton ihre Fantasie. Gern wäre das Stadtkind auf dem Land geboren, deshalb verwandelte sie den Baum im Garten des Nachbarn in einen Wald, aus einem Mauerloch wurde ein Hexenhäuschen. Eine Benzinpfütze stellte sie sich als Feenland mit Blumenwiesen, Bergen und Seen vor. Um die verhassten Tätigkeiten im Haushalt angenehmer zu gestalten, erfand sie Geschichten, damit die Zeit schneller verging. Ihre erfundenen Märchen von Prinzessinnen in Rosengärten erzählte sie laut, da sie fand, dass das Erzählen genauso schön war, wie das Lesen der Geschichten in Büchern. Neben der Hausarbeit hasste sie auch die Schule. Obwohl sie die Tage nur durch ihre Träume überstand, sie träumte woanders zu sein, erhielt sie einen guten Abschluss: Eigentlich wollte sie Tierärztin werden, fand sich aber auf einer Kunstschule wieder. Dort begegnete sie ihrem späteren Ehemann Peter, der nach seiner Rückkehr aus dem Korea-Krieg sein Studium wieder aufnahm. Es war Liebe auf den ersten Blick. Sie machte einen Abschluss als Werbetexterin, erhielt einen Job und heiratete. Als sie nach Wales zogen, entdeckte Diana Hamilton ihre Vorliebe für das Bergwandern und Ponytrekking. Vier Jahre später kam die Familie auf einer Wanderung in die Grafschaft Shropshire, sie verliebten sich in die wunderschöne Landschaft. Seitdem wohnen sie dort in einem Herrenhaus aus dem 16. Jahrhundert. Das Haus wurde renoviert und aus einer Wildnis mit Dornenhecken und Brennnesseln entstand ein wunderschöner Garten. Mitte der 1970er Jahre schrieb Diana Hamilton erstmals die Gute-Nacht-Geschichten auf, die sie ihren Kindern erzählte. Sie dachte nie an eine Veröffentlichung ihrer Kurzgeschichten, aber sie schrieb gern. Über 30 Romane brachte sie in den nächsten zehn Jahren zu Papier, sie wurden von Robert Hale, London veröffentlicht. Neben ihrer Tätigkeit als Autorin zog sie ihre Kinder groß, verschönerte den Garten und kochte für ein Gasthaus im Dorf. Durch diese Arbeiten hatte sie keine Zeit für die gehasste Hausarbeit. Ihr größter Wunsch, eine Veröffentlichung bei Mills & Boon / Harlequin wurde im Jahr 1987 erfüllt, seitdem schrieb sie mehr als 30 Romane für diesen Verlag. Endlich war Diana Hamilton als Autorin angekommen und dieses gute Gefühl wollte sie behalten: Geboren wurde Diana Hamilton in England, sie starb im Mai 2009 in ...
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1. KAPITEL
Er tauchte plötzlich mit seinem dreijährigen Sohn in dem Park am Hafen auf, wo Sasha mit ihrer neun Monate alten Tochter spielte. Wahrend die Kinder sich im Sandkasten miteinander anfreundeten, kam sie mit ihm ins Gespräch. Sein Name war Nathan Parnell. Und er war der attraktivste Mann, dem Sasha je begegnet war.
Er trug eng anliegende Jeans und ein lässiges T-Shirt. Sasha beobachtete, wie liebevoll er mit seinem Sohn umging, und stellte sich unwillkürlich vor, wie zärtlich er wohl eine Frau berühren würde.
Seine tiefblauen Augen schienen direkt in ihr Innerstes zu sehen. Wahrend sie sich mit ihm unterhielt, schenkte er ihr seine ganze Aufmerksamkeit. Sasha hatte Mühe, den Blick von ihm abzuwenden, um nach Bonnie zu sehen, die fröhlich mit seinem kleinen Jungen eine Sandburg baute.
„Was ich wirklich brauche …“ Nathan Parnell machte eine kleine Pause und ließ den Blick über die Wiese schweifen. „Was ich wirklich brauche, ist eine Frau.“
Sasha zuckte zusammen und hob den Kopf. Mit einer raschen Bewegung strich sie sich das lange schwarze Haar über die Schulter und versuchte, sich nicht anmerken zu lassen, wie überrascht sie war. Noch vor wenigen Minuten hatte sie Nathan Parnells Frau insgeheim beneidet und sich Vorwürfe gemacht, dass sie so viele Jahre an Tyler Cullum verschwendet hatte. Als Nathan Parnell sie gewinnend anlächelte, schlug ihr Herz plötzlich schneller.
„Bitte antworten Sie ehrlich“, forderte er sie auf. „Wäre das ein annehmbarer Vorschlag für Sie?“
Sasha sah sich furchtsam um. Ein Fremder, der in einem öffentlichen Park einen derartigen Antrag machte, war mit Vorsicht zu genießen – auch wenn er sehr gut aussah. Sie stellte fest, dass die meisten Spaziergänger schon verschwunden waren. Auf einer Bank gegenüber saß ein alter Mann, ganz in seine Zeitung vertieft. Am Ufer bewunderte ein Pärchen Hand in Hand die Aussicht, und zwei ältere Damen beobachteten die Segelboote auf dem Meer. Alle befanden sich in einiger Entfernung von dem Sandkasten.
Von Weitem sehen wir sicher aus wie eine kleine Familie: Mum und Dad mit ihren Kindern, dachte Sasha. Außerdem hielten sich die meisten Leute lieber von Schwierigkeiten fern.
„Ich muss jetzt gehen“, sagte sie nervös und sammelte eilig Bonnies Spielsachen ein.
„Sie haben meine Frage noch nicht beantwortet“, erinnerte Nathan Parnell sie lächelnd. „Ich brauche eine Frau und würde gern wissen, ob Sie daran interessiert sind.“
„Auf keinen Fall.“
„Stimmt etwas nicht mit mir?“, fragte er.
So wie er aussah, konnte er sicher jede Frau in Sydney haben. Und wahrscheinlich war er sich dessen auch bewusst.
Sasha warf ihm einen misstrauischen Blick zu. „Ich dachte, Sie wären bereits verheiratet.“
„Das ist längst Vergangenheit.“
Eine Zeit lang schwiegen beide. Sasha dachte angestrengt nach. Vielleicht war er Witwer und suchte eine Mutter für seinen kleinen Sohn. Doch warum hatte er ausgerechnet ihr, Sasha, einen Antrag gemacht? Er kannte sie doch kaum.
Möglicherweise gefiel ihm die Art, wie sie mit ihrer Tochter umging. Oder wollte er nur mit ihr ins Bett gehen?
Sasha konnte ihre Neugier nicht länger bezwingen. „Ich möchte keine schmerzlichen Erinnerungen wachrufen, aber was ist mit Ihrer Frau geschehen?“
„Sie ist gegangen. Hoffentlich schmort sie in der Hölle.“
Eine so abfällige Bemerkung hatte Sasha nicht erwartet. „Das tut mir leid für Sie“, sagte sie vorsichtig. „Woran ist sie gestorben?“
„Sie ist nicht tot. Leider“, erwiderte er zynisch. „Aber unsere Ehe war zumindest nicht völlig umsonst. Ich habe Matt, und glücklicherweise gerät er ganz nach mir.“
„Dann sind Sie also geschieden“, folgerte Sasha.
„Eine andere Lösung gab es nicht.“
Sasha konnte sich gut vorstellen, welche Schwierigkeiten die Auflösung einer Ehe mit sich brachte. Sie war zwar nie mit Tyler Cullum verheiratet gewesen, aber die Trennung von ihm war für sie genauso schmerzlich verlaufen wie eine Scheidung. Insgeheim fragte sie sich, wie Nathan Parnells Frau es nur fertiggebracht hatte, ihr Kind zu verlassen. Wahrscheinlich gibt es ebenso viele Frauen wie Männer, die ihr Leben nicht mit kleinen Kindern belasten wollen, dachte sie verbittert.
„Denken Sie nur an die Vorteile.“ Nathan Parnells Stimme riss sie aus ihren Gedanken. „Wir könnten einen Ehevertrag aufsetzen und …“
„Woher wollen Sie wissen, dass ich noch zu haben bin?“, unterbrach Sasha ihn, empört darüber, wie selbstverständlich er über sie verfügte.
„Sie tragen keinen Ehering.“
„Heutzutage halten viele Menschen die Ehe für überholt“, entgegnete Sasha, obwohl das eher Tylers Meinung als ihre eigene war.
Nathan Parnell sah sie ungläubig an. „Wollen Sie damit sagen, Sie sind mit einem Mann zusammen, der Sie trotz des gemeinsamen Kindes nicht heiraten wollte?“
„So etwas kommt vor“, verteidigte sie sich trotzig. Wieder einmal wurde ihr schmerzlich bewusst, dass sie einen großen Fehler gemacht hatte.
„Und warum ist dieser Mann jetzt nicht bei Ihnen?“
„Weil …“ Sasha zögerte einen Moment. Eigentlich ging es ihn nichts an, aber er schaute ihr so eindringlich in die Augen, dass sie ihm schließlich die Wahrheit sagte. „Weil ich mich von ihm getrennt habe. Er hat mich und Bonnie nicht gut behandelt.“
„Sehen Sie, wir haben das gleiche Problem“, erwiderte Nathan Parnell befriedigt. „Deshalb käme es uns beiden zugute, wenn wir einen vernünftigen Vertrag ausarbeiten würden. Wir sollten festlegen, was wir in der Ehe voneinander erwarten können.“
„Sie sprechen also von einer Zweckehe?“
„Genau.“
„Und was ist mit Liebe?“
„Liebe schafft nur Unordnung und Verwirrung. Selbst vernünftige Menschen verwandeln sich dadurch plötzlich in unzurechnungsfähige Schwachköpfe. Die Griechen nannten dieses Gefühl Eros und bezeichneten damit die verrückten achtzehn Monate, bevor sich die Leidenschaft legt und man der Wirklichkeit ins Gesicht sieht.“
„Da bin ich anderer Meinung. Ich glaube an die Liebe“, betonte Sasha nachdrücklich.
Rasch sammelte sie Bonnies Spielsachen ein. Ihre romantischen Träume hatten zwar durch die Beziehung zu Tyler einen Dämpfer erhalten, aber sie würde nicht aufgeben und so zynisch werden wie Nathan Parnell.
„Was hat Ihnen die Liebe denn gebracht?“, fragte Nathan herausfordernd. „Wie lange hat es gedauert, bis Sie herausfanden, dass Ihr Geliebter nicht bereit war, Verantwortung zu übernehmen?“
„Das war keine Liebe“, erwiderte sie bestimmt. „Keine tiefe, wahre Liebe. Und das nächste Mal werde ich mich damit nicht mehr zufriedengeben. Das heißt, falls es ein nächstes Mal geben sollte. Bevor ich noch einmal solche Kompromisse eingehe, bleibe ich lieber allein.“
„Und wie wollen Sie diese ‚tiefe, wahre Liebe‘ erkennen?“, erkundigte er sich zweifelnd.
„Ich werde es einfach spüren.“
Sasha war davon keineswegs so überzeugt, wie sie vorgab, wollte aber dieses Gespräch möglichst rasch beenden. Sie bückte sich, um sich den Sand von den Beinen zu wischen, und hob dann Bonnie auf den Arm. Aus den Augenwinkeln sah sie, dass Nathan Parnell sich aufsetzte, aber keine Anstalten machte aufzustehen.
„Das ist doch nur eine Wunschvorstellung“, behauptete er spöttisch.
„Zumindest bin ich jetzt frei und kann so sein, wie ich bin“, entgegnete Sasha hitzig.
„Wenn Sie mich heiraten würden, wären Sie sogar noch ungebundener.“
Sie hob verächtlich die Augenbrauen. „Müsste ich dann nicht das Bett mit Ihnen teilen?“
„Eine Ehe ist natürlich erst gültig, wenn sie vollzogen ist. Wäre einmal denn zu viel verlangt?“
„Nur einmal? Was für eine Ehe soll das sein?“
Nathan Parnell musterte sie mit unverhohlener Bewunderung von Kopf bis Fuß. Glänzendes schwarzes Haar fiel ihr über die Schultern. Die eng anliegende Jeans zeigte ihre langen schlanken Beine, und das T-Shirt betonte ihre weiblichen Rundungen.
„Darüber könnten wir noch einmal sprechen, wenn Sie wollen.“ Er lächelte vielsagend. „Ihre Haut sieht so zart und weich aus. Sicher fühlt sie sich an wie Seide.“
Sasha spürte, wie ihre Wangen sich röteten. Auch sie hatte sich vorgestellt, wie es wäre, wenn Nathan Parnell sie berühren würde. Beschämt sah sie zu Boden, konnte aber den Gedanken an eine leidenschaftliche Umarmung mit diesem Mann nicht unterdrücken.
Glücklicherweise fing Bonnie an, ungeduldig zu werden. Sie quengelte und wand sich im Arm ihrer Mutter, weil sie wieder zu ihrem Spielkameraden wollte. Sasha strich ihrer Tochter beruhigend über den Kopf.
„Das geht nun wirklich zu weit.“ Sie funkelte ihn verächtlich an. „Woher haben Sie nur solche Ideen?“
Er hob voller Unschuld die Schultern. „Ich sage eben, was ich mir denke.“
„Sie fragen also einfach die erstbeste Frau, die Ihnen über den Weg läuft, ob sie …“ Sasha blickte ihn vorwurfsvoll an.
Nathan Parnell lächelte unbefangen. „Im Unbekannten liegt ein gewisser Reiz. Es könnte ein wundervolles Abenteuer für uns beide werden.“
„Oder eine Reise in die Hölle“, bemerkte sie scharf. „Das sollten Sie aus Erfahrung wissen.“
„Da besteht keine Gefahr. Es ist ja keine Liebe im Spiel.“
„Vielen Dank für Ihr Angebot, aber gerade deshalb kann ich es nicht annehmen.“
Sasha hob ihre Tasche auf. Insgeheim schalt sie sich dafür, dass sie diesem Mann so lange zugehört hatte und...




