E-Book, Deutsch, 173 Seiten
Hartmann Künstliche Liebe
1. Auflage 2017
ISBN: 978-3-7431-6814-5
Verlag: BoD E-Short
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
KL
E-Book, Deutsch, 173 Seiten
ISBN: 978-3-7431-6814-5
Verlag: BoD E-Short
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Der fürsorgliche aber Besitzergreifende Computerspezialist, Dustin, geht voll und ganz in seiner Artbeit auf, als er einen Computer mit einer künstlichen Intelligenz baut und mit seinem Haus verknüpft. Da seine Frau, Sarah, die Kontrolle, die mit dieser Schöpfung verbunden ist, nicht mehr aushält, deaktiviert Dustin schweren Herzens seine künstliche Intelligenz "DC" Als er bei einem Flugzeugunglück ums Leben kommt, reaktiviert Sarah DC, in der Hoffnung Trost in der Gesellschaft des durch den Computer lebendig gewordenen Hauses zu finden. Doch der Computer hat auch die besitzergreifenden Eigenschaften seines Schöpfers und das Ganze gerät aus der Kontrolle
Daniel Hartmann wurde als Andreas Laschkowski am 11.03.1980 in Dinslaken geboren. Schon in jungen jahren befasste er sich auf einer alten Gabriele 2000 mit dem Schreiben von Geschichten. Erst mit seinem ersten Computer wurden die Geschichten länger. Obwohl er sich mich anfangs überwiegend mit Psychothrillern befasste, ist er mittlerweile keinem klaren Genre mehr zuzuordnen. Mit der Zeit bewegten sich seine Geschichten um Mystery, Psycho und Dramen. "Geschichten schreiben ist wie Musik. Die Musiker die sich am längsten gehalten haben, waren die, die zwischendurch ihren Stil änderten." Mit 20 Jahren kreirrte er das Pseudonym "Daniel Hartmann". Hartmann ist der Mädchenname seiner Mutter. Daniel bedeutet so viel wie "Gott richtet". "Wenn ich eine Geschichte schreibe, agiere ich wie Gott. Ich schaffe die Figuren, und ich entscheide, was letzendlich mit ihnen geschieht"
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
Künstliche Liebe
01
Die ersten Sonnenstrahlen schienen durch die weißen Gardinen, als Sarah ihre Augen öffnete. Ihre Augen waren noch verklebt, weil sie mal wieder, wie fast jede Nacht in den letzten 3 Jahren, weinend ins Bett ging und micht selten weinend aus einem Alptraum erwachte.
Betrübt setzte sie sich auf und zog sich Ihre Pantoffeln über die Füße, die neben ihrem Bett standen.
Diese angezogen, machte sie dasselbe wie jeden Morgen. Sie setzte sich an ihren Schreibtisch und drückte auf die Power Taste ihres Computers.
Langsam fuhr das System nach oben, und nachdem das Logo ihres Betriebssystems aufleuchtete passierte einige Augenblicke nichts, bis der Bildschirm dunkel wurde und eine Zeile auf dem Bildschirm erschien.
"Du musst die Boxen schon anschalten, mein Schatz!“
"Oh.“ Entglitt es Sarah und drehte an dem Knopf der PC Boxen. Durch ein kurzes brummen schalteten sie sich ein. Auf dem Monitor erschienen die gelben Sprachdioden, die die Stimme des Computers synchronisierten.
„Ahh, so ist es schon besser. Guten Morgen Liebling. Hast Du gut geschlafen?" fragte eine leicht verzerrte männliche Stimme durch die Boxen.
"Ja hab ich“ antwortete Sarah.“ Und Du?“
„So einigermassen. Im Moment haben wir hier furchtbar viel zu tun, aber es geht. Ich vermisse Dich!"
Sarah entwich eine Träne aus ihrem Auge.
Ich vermisse Dich auch, Dustin!“
„ Heyyy… Wer wird denn gleich weinen? Ich komme doch wieder! Du, ich muß wieder…Ich meld mich heute Abend wieder, ja? Ich liebe Dich!
Bevor Sarah etwas sagen konnte schaltete der Monitor sich wieder aus.
"Ach, wenn es nur wahr wäre.“ Schluchzte Sarah. Denn ihr Mann Dustin ist seit knapp einem Jahr tot!
02
Kannst Du mir mal verraten was Du die ganze Zeit machst?“ fragte Sarah neugierig als sie zu Dustin in den Hobbyraum kam, der sich auf dem Speicher ihres eigenen Hauses befand.
Dustin unterbrach für einen kurzen Augenblick seine Konzentration und blickte von seinem Bildschirm hoch.
"Wird ne Überraschung.“ Lächelte er und wandte sich wieder seinem Hobby, Computer, zu, indem er eifrig mit den Fingern auf der Tastatur hämmerte.
Kannst Du mir nicht wenigstens Andeutungsweise sagen was es ist? Du hockst deine
gesamte Freizeit hier…und dazu noch die halbe Nacht. Ich hab bald gar nichts mehr von Dir.“ Quengelte sie und verzog dabei ihre Lippen zur Schippe, wie es kleine Kinder oft tun, bevor sie anfangen zu weinen.
"Okay, setz Dich zu mir!“ forderte Dustin sie auf, ohne seinen Blick vom Monitor
abzuwenden.
Sarah gehorchte und setzte sich ihrem Mann auf dem Schoß.
Dieser drückte einige Knöpfe auf der Tastatur, als der Monitor an einigen Stellen aufleuchtete und es einen großen Mund darstellte.
Mit einem lockeren klacken drückte er die Enter- Taste und aus den Boxen des PC’s kam ein
„ Möchtest Du mich nicht mit dieser Schönheit bekannt machen?"
in Form einer männlichen, verzerrten Stimme, die Sarah als die Stimme ihres Mannes erkannte.
"Du kannst sie doch gar nicht sehen,… gehst warscheinlich von der süßen Stimme aus, was?“ lachte Dustin und schaute seine Frau dabei erwartungsvoll an, die allerdings nur ein Stirnrunzeln übrig hatte.
"Sag mal, bist Du bescheuert?! Du hockst die ganze Zeit hier oben um mit deinem Computer zu sprechen?“
„Noch symphatischer wär sie mir, wenn Sie mich auch DC nennen würde."
zerrte es wieder aus den Boxen, wozu der auf dem Monitor dargestellte Mund sich synchron bewegte.
Sarah erschrak und schaute für einige Augenblicke wortlos auf den Bildschirm.
"Was war das?“ fragte sie mit großen Augen.
Das, mein Schatz, ist DC“, …“ antwortete Dustin prompt. Manche Menschen würden es auch künstliche Intelligenz nennen.“
Unbeeindruckt sah sie ihren Mann an.
"Und was bedeutet der bescheuerte Name DC?“
"Es heißt einfach nur Dustins Computer““ grinste Dustin und rollte mit dem Bürostuhl, auf dem er mit seiner Frau auf dem Schoß saß, einige Meter von der Tastatur weg und klopfte ihr auf dem Schenkel, um ihr zu deuten, dass sie aufstehen solle.
"Ist das Essen denn schon fertig?“ fragte er und schaute ihr liebevoll in die Augen.
"Frag doch deine künstliche Intelligenz.“ gab seine Frau scherzhaft zur Antwort. Doch wieder wurde sie von der verzerrten Stimme unterbrochen.
„ Leider muß ich drauf hinweisen, dass ich ohne Kameras oder Geruchsempfänger nicht in der Lage bin, diese Information zu geben."
Während Sarah und Dustin am Küchentisch saßen und aßen, erzählte Dustin weiter aufgeregt und begeistert von seiner künstlichen Intelligenz, DC.
Sarah hörte aufmerksam aber wenig überzeugt, zu. Es störte sie, dass ihr Mann für so ein Spielzeug so viel von ihrer gemeinsamen Zeit geopfert hatte, was sie nicht mit Begeisterung ihrerseits auch noch belohnen wollte. Immerhin ging das nun schon seit 4 Jahren so… seit letztem Jahr extrem.
Doch es faszinierte sie schon, zu hören, welche Arbeit Dustin sich damit gemacht hatte. Zu hören, wie er alle Konsonanten auf ein Audiosystem sprach und den Computer so programmierte, dass der diese zu sinngemäßen Wörtern und Sätzen zusammenfügt.
"Es ist gar nicht so einfach, so viel zu programmieren dass er zu jedem Topf einen Deckel hat.. und ganz fertig ist es noch nicht, aber es fehlt so viel nicht mehr.“ erklärte Dustin und schob sich zufrieden mit der Gabel einige Erbsen in den Mund.
"Vor allem braucht so was viel Speicherplatz. Habe alleine schon 3 Monate dran gesessen, eine 900 Terrabyte Festplatte zu bauen.“
900 Terrabyte?!“ wiederholte Sarah verdutzt. Mein LapTop hat 40 Gigabyte und ich weiß nicht wie ich die voll kriegen soll. Kannst Du mir erklären warum so ein sprechendes Ding so viel Speicherplatz braucht?!“
Was meinst Du wie viel Speicherplatz in einem menschlichem Gehirn ist? Wir reden hier nicht über eine sprechende Puppe, süße. Das Ding kann denken. Es war nicht einfach aber mittlerweile kann dieses Ding da oben denken… Du kannst richtige Gespräche mit ihm führen. Und weißt Du was der Hammer ist? Es denkt und fühlt wie ich…zumindest wie ich ihn programmiert habe zu denken und zu fühlen.“
"Du hast sie ja nicht mehr alle. Ein Computer kann nicht fühlen.“ unterbrach Sarah ihn und stand auf, um die Teller und das dreckige Besteck in die Spülmaschine zu räumen.
"Könnte heute später werden, weil Edward mich anschließend noch sprechen wollte. Wir wollen gemeinsam etwas essen gehen und noch einige geschäftliche Dinge durchgehen.“ Erklärte Dustin, nachdem er seiner Frau einen Abschiedskuß gab.
"Wieviel Uhr wird es ungefähr werden?“
"Heute Abend…denke zwischen 20 und 21.00 Uhr.“
"Okay…dann warte ich mit dem Abendessen. Ich liebe Dich.“
"Ich Liebe Dich auch mein Schatz.“ Erwiderte Dustin, gab seiner Frau erneut einen Kuß und ging zu seinem Wagen, womit er zur Arbeit fuhr. Zum größten Software Hersteller des Kontinents, Mega Tech. Gerade war Dustin verschwunden, schaute Sarah nachdenklich zum Hobbyraum ihres
Mannes. Interessant war es schon zu wissen, ob diese Erfindung wirklich so genial war, wie er behauptete, oder ob es sich lediglich um einen primitiven Sprachcomputer handelt.
Sie drückte auf den Power- Knopf, wodurch Monitor und Computer gleichzeitig ansprangen.
Das System fuhr hoch, doch außer das Logo des Betriebssystems und Verknüpfungen zu kleinen Programmen konnte Sarah nichts aufregendes feststellen. Sie selber kannte sich mit Computer recht gut aus, da sie mal Schriftstellerin werden wollte und sich hin und wieder noch mal daran versucht und daher oft mit ihrem Lap Top zu tun hat.
Deshalb zögerte Sarah nicht lange, als das System komplett hochgefahren war und immer noch nichts geschah und bewegte den Mauszeiger auf die Startleiste um auf Suche“ zu klicken.
In das Feld, was gesucht werden sollte, tippte sie DC ein.
Doch die Suche zeigte der Monitor als erfolglos an.
Sie wiederholte den Vorgang, änderte allerdings das Suchwort von DC zu "künstliche Intelligenz“. Wieder suchte der Computer seine Festplatten ab, doch wieder geschah nichts.
"Wo ist denn das verdammte Scheißteil!?!“ fluchte sie leise, als die PC Boxen ein knacken von sich gab. Sarah sah erschrocken zu den Boxen, doch bei diesem knacken blieb es. Weiter geschah nichts.
"Gut versteckt“ sprach sie zu sich selber. Doch wieder kam das knacken aus den Boxen.
„ Sag doch einfach DC WIE GEHT’S oder so… damit ich weiß was ich zu Dir sagen soll."
Sie erschrak, plötzlich wurde der Bildschirm dunkel und zeigte wieder diese gelbe
Munddarstellung an, die sich synchron mitbewegten.
„ Ich wusste dass es nicht Dustin ist .Weiß er dass Du hier bist?"
"Nein, er weiß es nicht. War auch einfach nur neugierig.“ Antwortete Sarah und wunderte sich über sich selber, dass sie sich tatsächlich vor diesem sprechendem Etwas rechtfertigte.
"Was möchtest Du wissen? Vielleicht kann ich...