Hartmann | Tödliche Tränen | E-Book | sack.de
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E-Book, Deutsch, 90 Seiten

Hartmann Tödliche Tränen


1. Auflage 2016
ISBN: 978-3-7412-0509-5
Verlag: BoD E-Short
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, 90 Seiten

ISBN: 978-3-7412-0509-5
Verlag: BoD E-Short
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Auf seinem 70.Geburtstag werden bei Henry Erinnerungen an seine Vergangenheit wach. Seine Schulzeit.... seine erste Freundin...dem untersetzten Außenseiter Benjamin... eine Abschlussparty die er mit seinem Bruder schmiss und in einem Albtraum endete. Eine Geschichte über Liebe, unerwiderte Gefühle, falschen Erwartungen und geplatzten Träumen. Eine Liebesgeschichte, die von einer überraschenden Wendung der Ereignisse überschattet wird. Eine Nacht, die Henry nie vergessen wird!

Daniel Hartmann wurde als Andreas Laschkowski am 11.03.1980 in Dinslaken geboren. Schon in jungen jahren befasste er sich auf einer alten Gabriele 2000 mit dem Schreiben von Geschichten. Erst mit seinem ersten Computer wurden die Geschichten länger. Obwohl er sich mich anfangs überwiegend mit Psychothrillern befasste, ist er mittlerweile keinem klaren Genre mehr zuzuordnen. Mit der Zeit bewegten sich seine Geschichten um Mystery, Psycho und Dramen. "Geschichten schreiben ist wie Musik. Die Musiker die sich am längsten gehalten haben, waren die, die zwischendurch ihren Stil änderten." Mit 20 Jahren kreirrte er das Pseudonym "Daniel Hartmann". Hartmann ist der Mädchenname seiner Mutter. Daniel bedeutet so viel wie "Gott richtet". "Wenn ich eine Geschichte schreibe, agiere ich wie Gott. Ich schaffe die Figuren, und ich entscheide, was letzendlich mit ihnen geschieht"

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                                 Tödliche Tränen
DIE GEBURTSTAGSFEIER


Angestrengt versuchte Martin, sich den Krawattenknoten zu binden, so wie es sein Vater ihm angeordnet hatte. Er hasste es, Krawatten zu binden, weil solche Aktionen jedes Mal mit einem Wutausbruch endeten. Doch sein Großvater hatte nur einmal im Jahr Geburtstag und da er weiter weg wohnte kam die Familie nur einmal im Jahr zusammen. Es war also nicht zu viel erwartet, sich Chic zu machen, wenn sein Großvater die Familie erwartete.
„ Soll ich dir helfen?“ bot sein Vater sich an und Martin nahm diese Hilfe dankend in Anspruch
Sein Vater stellte sich vor ihm und begann, ihm die Krawatte zu binden.
„ Und trink nicht wieder so viel wie beim letzten Mal, hörst du?“ lautete die Instruktion, während seine Hände den Windsor Knoten band.
„ Jaaaa “ antwortete Martin gereizt
Er verstand nicht, warum sein Vater immer noch auf der Geschichte herumritt, dass er bei der letzten Geburtstagsfeier so betrunken war, dass er in den Vorgarten gepinkelt hatte.
„ Gut “ War George zufrieden, als er fertig war „ Geh vorsichtig damit um Das ist mein Lieblingsschlips “
„ Du Schatz Soll ich mal vorsichtshalber 3 Hemden einpacken?“ fragte Jennifer, Martins Mutter
„ Wofür? Wir sind da übers Wochenende Wir machen keinen 14 Tage Urlaub “ Entgegnete George und griff zu den Wagenschlüssel, um seinen Rover schon mal aus der Garage zu stellen. In einer viertel Stunde sollte die Fahrt, die erfahrungsgemäß 3 Stunden dauerte, losgehen.
Wie jedes Jahr blieben sie auch in diesem Jahr übers Wochenende dort auf dem Land, weil es sich nicht lohnte, für ein paar Stunden diese lange Fahrt anzutreten.

Freudestrahlend öffnete Henry der erschöpften Familie die Tür.
„ Hoffe ihr seid gut durchgekommen “ Lächelte er „ Kommt doch rein. Die anderen sitzen bereits am Tisch “ Bat er sie herein
Die Familie folgte der Einladung und betraten das riesige Haus, legten ihre Jacken ab und folgten Henry in das riesige Wohnzimmer, wo sämtliche Tanten und Onkels von Martin bereits am Tisch saßen und sich bei einer Tasse Kaffee und Kuchen sich über die neuesten Geschehnisse unterhielten.
Wie in jedem Jahr stellte Martin fest, dass er kaum einen von ihnen wirklich kannte oder zu tun
gehabt hatte. Onkel Paul war der einzige, den er näher kannte. Aber auch nur, weil er mit seinem Alkoholproblem vor 4 Jahren mächtig Unruhe in die Familie brachte.
 Die anderen aus der großen Familie kannte er lediglich von den Geburtstagsfesten und das auch nur vom Sehen. Er mochte diese Geburtstage nicht. Es war jedes Jahr dasselbe. Die Familie saß
zusammen, unterhielten sich über Leute die kein Mensch kennt und deren Krankheiten. Jeder lächelt höflich und wenn sie die Feier verlassen wird darüber hergezogen, wie blöd diese Sippe doch ist.
Martin störte es nicht weiter. Er hatte ein sehr gutes Verhältnis zu seinem Großvater. Stellenweise verstand er sich mit seinem Großvater noch besser als mit seinen eigenen Eltern.
Wenn Martin Probleme in der Schule oder mit Mädchen hatte, sprach er nicht mit seinem Vater oder seiner Mutter. Nein, er rief seinen Großvater Henry an. Henry war jugendlicher drauf und man konnte mit ihm sehr gut reden, weil er trotz seiner Weisheit nicht verbohrt oder der modernen Zeit
gegenüber nicht verschlossen war.
Doch an diesem Tag war Henry nicht sonderlich gut drauf. Er lachte zwar mit den anderen, als nach dem Kuchen die ersten Bierflaschen die Runde machten, doch Martin merkte es ihm an, dass es nur ein Höflichkeitsgelächter war, um seine trübe Stimmung zu verstecken. Jedem konnte er etwas vormachen, aber nicht seinem Enkel, der seinen Großvater trotz dieser Entfernung sehr gut kannte und einschätzen konnte.
Und er irrte sich nicht.

Es war der Heißhunger auf Nudelsalat mit Zwiebeln, der ihn nachts aus dem Bett des Gästezimmers in die Küche trieb, um sich eine kleine Portion zu nehmen um den knurrenden Magen zu stillen.
Niemand hörte etwas, weil niemand, noch nicht mal sein eigener Vater sich mit dem Trinken sonderlich zusammengerissen hatte. Zwar pinkelte George nicht in den Vorgarten, doch im Beisein der anderen seiner Frau unter den Rock zu fassen und dabei etwas von seinem Sexualleben zu
erzählen schien ihm auch nicht viel besser. Onkel Paul hatte sich ebenfalls zusammengerissen, ging aber frühzeitig ins Bett, um die anderen nicht beim trinken beobachten zu müssen. Den halben Abend lang hatte er sich selber mit Cola oder Orangensaft vertröstet. Doch als einziger nüchterner
unter lauter betrunkenen zu sein war ihm anscheinend zuwider und verabschiedete sich.
Martin nahm das knacken des Holzes, das nebenan im Wohnzimmer im Kamin verbrannte wahr und blickte vorsichtig um die Ecke, wo sein rüstiger Großvater auf seinem Sessel saß und nachdenklich das Feuer beobachtete.
Einige Sekunden überlegte Martin, ob er seinen Großvater aus den Gedanken holen sollte, doch Henry bemerkte ihn, als er sich umdrehte.
„ Warum bist du noch auf?“ fragte der alte Mann ihn mit müder Stimme
„ Hatte unheimlichen Hunger und dachte mir ich kann besser schlafen wenn ich etwas gegessen habe “ antwortete Martin und setzte sich vor Henry mit seinem Teller auf den Boden.
Während er sich mit der Gabel den Nudelsalat in den Mund schob sah er Henry an, der immer seinen Blick zwischen seinem Enkel und dem Kaminfeuer wechselte.
„ Und warum bist du noch wach?“ schmatzte Martin
Henry wartete ab, bis Martin die Nudeln heruntergeschluckt hatte, ehe er antwortete.
 „ Wenn du 70 bist, hast du einiges im Leben erlebt “ Seine Stimme wirkte immer noch müde und träge „ Einiges, wo du dir wünscht, es wäre nie zu Ende gewesen, einige Dinge die schön waren, aber als angenehme Erinnerung ausreichen. Schlimme Dinge, die zum Lernen dazugehören und schlimme Dinge, wo du jeden Tag verfluchst, dass es passierte. Und einer von diesen Dingen geht mir seit den letzten Tagen durch den Kopf “
Martin kratzte mit der Gabel den Teller aus, bevor er ihn auf den Tisch des Wohnzimmers stellte.
„ Was ist das denn?“ fragte er neugierig und leckte sich mit der Zungenspitze dabei die Mayonnaise aus dem Mundwinkel.
„ Ist ne lange Geschichte “ Wank Henry ab und griff nach seiner Pfeife.
„ Erzähl sie mir..Ich mag Geschichten..auch wenn sie nicht schön sind“ Lächelte Martin, der mit weit aufgerissenen Augen im Schneidersitz vor seinem Opa saß und auf die Geschichte gespannt war. 
„ Ih weiß nicht, ob schwarze Liebesgeschichten wirklich das richtige für dich sind. “



                                             ERINNERUNGEN

Ich denke nicht gern an meine Abschlussklasse zurück. Und an Dottie schon gar nicht. Dottie war meine erste große Liebe. Wir sind in so ziemlich allen Kursen gemeinsam gewesen. Wir waren noch Teenager also glaub mal nicht, dass wir alle alt auf die Welt gekommen sind.
Dottie war eine wunderschöne Frau.... na ja damals eher noch ein wunderschönes Mädchen. Sie war das schönste Mädchen von der gesamten Schule. Deshalb war ich auch damals nicht ganz Konkurrenzlos. Doch ich konnte ihr Herz gewinnen und haben eine sehr schöne Zeit miteinander
verbracht. Kann daran liegen, dass du sehr reiche Urgroßeltern hattest, vielleicht hat es aber auch an mir gelegen. Wer weiß?  Ich brauchte mir noch nicht mal großartig Mühe geben, um sie zu erobern.
Nein, es schien eigentlich alles ganz einfach.
Leider sollte unser Liebesglück nicht lange andauern.

Es war in dem Jahr unseres Abschlusses, und da deine Ur-Großeltern, meine Eltern, nicht zu Hause waren, schmiß ich in unserem riesigem Haus eine große Abschiedsfeier wo ich jeden aus der Stufe eingeladen hatte. Ich hätte es nicht tun sollen., Denn mein Leben wurde an diesem Abend
überschattet. Ich hätte entweder Dottie nicht erobern sollen oder die Feier sein gelassen.


                                                       1961

 „ Komm schon, Ben So hoch ist es nicht Das schaffst du schon “ Feuerte ihn sein Sportlehrer Dr Lipinski an.
Benjamin stand wie erstarrt vor dem Bock, über den er breitbeinig springen sollte ,um sanft mit den Schuhsohlen auf den weichen blauen Matten zu landen.
Es sollte nicht das Problem sein, denn die anderen aus dem Kurs schafften es schließlich auch.
Allerdings waren die anderen aus der Stufe im Vergleich zu ihm Hünen, für die es kein Problem darstellte, mal eben über den Bock zu springen, während er selbst eher klein und schmächtig war und für ihn das schon ne andere Welt war.
„ Du machst das schon “ Flüsterte ihm einer seiner Schulkollegen aufmunternd zu. Benjamin wurde von seinen Mitschülern gemocht, zumindest aber akzeptiert. Zwar hatte er nicht sonderlich viel mit ihnen zu tun, doch er strahlte etwas aus, was bei den anderen so etwas wie einen Beschützerinstinkt auslöste, so wie man es für einen kleinen Bruder empfindet.
Nervös biss er sich auf die Unterlippe, ehe er Anlauf nahm und auf den Bock zusteuerte.
Seine Arme streckte er aus um sich am Bock abzustützen und so wie die anderen es ihm vorgemacht hatten die Beine in der Luft zu spreizen und mit dem Schwung schier über den Bock zu fliegen um auf beiden Füßen auf der anderen Seite wieder aufzukommen.
Seine Handflächen berührten den Bock und der Schwung reichte aus um in die Luft zu kommen und akrobatisch die Beine zu spreizen. Doch es fehlte der Schwung, um den Bock zu überwinden und so landete er mit seinen Weichteilen auf den harten Lederbock.
Der Schmerz raubte ihm die Luft und mit einem Satz lag er vor dem Bock und...



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