Hayduk | Rechtsidee und Bild | Buch | 978-3-89500-718-7 | sack.de

Buch, Deutsch, 372 Seiten, Format (B × H): 170 mm x 240 mm, Gewicht: 880 g

Hayduk

Rechtsidee und Bild

Zur Funktion und Ikonografie der Bilder in Rechtsbüchern vom 9. bis zum 16. Jahrhundert
1. Auflage 2011
ISBN: 978-3-89500-718-7
Verlag: Reichert Verlag

Zur Funktion und Ikonografie der Bilder in Rechtsbüchern vom 9. bis zum 16. Jahrhundert

Buch, Deutsch, 372 Seiten, Format (B × H): 170 mm x 240 mm, Gewicht: 880 g

ISBN: 978-3-89500-718-7
Verlag: Reichert Verlag


Warum findet sich in einem Rechtskodex mit Gesetzen der Stadt Krakau, der an der Wende zum 16. Jahrhundert für den lokalen Stadtrat angefertigt wurde, ein Miniaturenzyklus mit Handwerksdarstellungen? Warum enthalten einige der Szenen detaillierte Schilderungen der landschaftlichen Umgebung einer Stadt? Welche Bedeutung kommt in den Bildern der Narrenfigur zu? Derartige Fragen bilden den Auftakt zu einer Untersuchung der Bilder in Rechtsbüchern, die im Spannungsfeld zwischen konkreten Regelungsinhalten der Rechtstexte, mittelalterlichen Rechtsvorstellungen und ikonografischer Formulierung des Bildthemas angesiedelt ist. Im Fokus der Analysen stehen Handschriften und gedruckte Bücher germanisch-deutschen Rechts, die heute auf Bibliotheken und Archive vornehmlich in Deutschland, Polen und Tschechien verstreut sind und deren Entstehung in die Zeit vom 9. bis zur Mitte des 16. Jahrhunderts fällt.
Exemplarische Rechtsbücher werden Text-Bild-Analysen unterzogen, die jeweils unterschiedliche Aspekte der Bilder und Texte fokussieren. Dieser methodische Zugang erweist sich als fruchtbar, denn trotz der entstehungsgeschichtlich bedingten Heterogenität mittelalterlicher Rechtsaufzeichnungen und einer großen Bandbreite an Themen der Rechtsbuchillustration gelingt es der Autorin, auf anschauliche Weise die grundlegenden textillustrativen Prinzipien der Bilder in Rechtsbüchern herauszuarbeiten, ohne dabei den Unikat-Charakter des jeweiligen Rechtsbuchs aus dem Blick zu verlieren. Die Vorstellung vom göttlichen Ursprung des Rechts und sein Stellenwert in der Heilsgeschichte, das Recht als Herrschaftsinstrument zur Herstellung und Wahrung gesellschaftlicher Ordnung und als Mittel zur Herrschaftslegitimation, Frieden und Gerechtigkeit gehören zu den Themen, die hier unter anderen als den Illustrationen in Rechtsbüchern zugrunde liegende Konzepte erschlossen werden.
Im Ergebnis arbeitet die Monografie die Geschichte der mittelalterlichen sowie frühneuzeitlichen Rechtsbuchillustration heraus und unterzieht gleichzeitig ausgewählte Rechtsbuchillustrationen in Detailanalysen einer neuen Deutung. Darunter fallen berühmte Handschriften, wie zum Beispiel der Krakauer Behem-Kodex, die Bilderhandschriften des Sachsenspiegels oder das Rechtsbuch der Stadt Herford. Auch weniger prominentes oder bisher unveröffentlichtes Bildmaterial wird berücksichtigt, so die Illustrationen aus dem Augsburger Eidbuch oder aus der Wolfenbütteler Handschrift des Rechtsbuches von Johannes Purgoldt. In den Bildanalysen spürt die Untersuchung den Zusammenhängen zwischen Recht, Rechtsritual, Politik, Herrschaft sowie Religion nach und ist vor allem für die Kunst- und Rechtsgeschichte von Interesse.
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Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


Hayduk, Hanna Sofia
Hanna Sofia Hayduk

Studium der Kunstgeschichte, Klassischen Archäologie und Philosophie in Tübingen und Pisa. 2007 Promotion in Kunstgeschichte an der Universität Tübingen. Seit 2008 wissenschaftliche Mitarbeiterin und Projektkoordinatorin im DFG-Projekt „Manuskriptkulturen in Asien und Afrika“ an der Universität Hamburg. Lehrbeauftragte am Kunstgeschichtlichen Seminar der Universität Hamburg.
Forschungsschwerpunkt: mittelalterliche Buchkultur

Hanna Sofia Hayduk

Studium der Kunstgeschichte, Klassischen Archäologie und Philosophie in Tübingen und Pisa. 2007 Promotion in Kunstgeschichte an der Universität Tübingen. Seit 2008 wissenschaftliche Mitarbeiterin und Projektkoordinatorin im DFG-Projekt „Manuskriptkulturen in Asien und Afrika“ an der Universität Hamburg. Lehrbeauftragte am Kunstgeschichtlichen Seminar der Universität Hamburg.
Forschungsschwerpunkt: mittelalterliche Buchkultur



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