Buch, Deutsch, 384 Seiten, PB, Format (B × H): 1420 mm x 2130 mm, Gewicht: 508 g
ISBN: 978-3-938258-23-1
Verlag: Herbert von Halem Verlag
Die kommunikationswissenschaftliche Qualitätsforschung nahm bislang hauptsächlich journalistische Inhalte unter die Lupe. Weitgehend vernachlässigt wurden dagegen die institutionellen Strukturen, die Qualität im redaktionellen Alltag fördern oder verhindern.
Das Buch versucht diese Forschungslücke mit einer empirischen Studie zum Qualitätsmanagement in deutschen Nachrichtenredaktionen zu schließen. Vor dem Hintergrund einer umfassenden Darstellung des Status quo der journalistischen Qualitätsforschung wird anhand des Konzepts des Total Quality Managements (TQM) untersucht, inwiefern Nachrichtenredaktionen unterschiedlicher Medientypen diese Managementstrategie bereits anwenden. Eine Befragung gibt Aufschluss darüber, welche Voraussetzungen die Redaktionen mitbringen, um TQM-Prinzipien wie die Kunden-, Mitarbeiter-, Prozess- und Gesellschaftsorientierung bei Bedarf sinnvoll als redaktionelles Qualitätsmanagement-Programm einzusetzen.
Dabei geht die Autorin von einem funktional-multidimensionalen Verständnis journalistischer Qualität aus, das Qualität als abhängige Variable betrachtet. Die anvisierte redaktionelle Qualität ist demnach diejenige, die ein Medium selbst definiert. In dieser Vielfalt der Qualitäten haben die so genannten >Qualitätsmedien< ebenso ihre Berechtigung wie die Qualitätsziele von Boulevardmedien oder Online-Nachrichtenangeboten.
Das Buch liefert auf der Basis der empirischen Befunde abschließend zahlreiche Handlungsanregungen für die Praxis und will damit selbst einen Beitrag zum Qualitätssicherungsnetzwerk im Journalismus leisten.
Autoren/Hrsg.
Fachgebiete
- Sozialwissenschaften Medien- und Kommunikationswissenschaften Medienwissenschaften Journalismus & Presse
- Sozialwissenschaften Soziologie | Soziale Arbeit Soziologie Allgemein Empirische Sozialforschung, Statistik
- Wirtschaftswissenschaften Betriebswirtschaft Management Qualitätsmanagement, Qualitätssicherung (QS), Total Quality Management (TQM)
- Sozialwissenschaften Medien- und Kommunikationswissenschaften Kommunikationswissenschaften
- Wirtschaftswissenschaften Wirtschaftssektoren & Branchen Medien-, Informations und Kommunikationswirtschaft Presse & Journalismus
Weitere Infos & Material
Verzeichnis der Tabellen 9
Vorwort 13
1. EINFÜHRUNG 15
2. FORSCHUNGSKONTEXT UND ZIELSETZUNG 20
2.1 Journalistische Qualitätsforschung - ein Definitionsversuch 20
2.2 Fragestellung 22
2.3 Aufbau der Arbeit 24
3. THEORETISCHE GRUNDLAGEN -EBENEN DER JOURNALISTISCHEN QUALITÄTSFORSCHUNG 26
3.1 Qualität und Qualitätssicherung auf der Ebene der Medienakteure 26
3.1.1 Merkmale und Einstellungen von Journalisten unter Qualitätsgesichtspunkten 27
3.1.2 Professionalisierung und Sozialisation 30
3.1.3 Beschäftigungsverhältnisse 35
3.2 Qualität und Qualitätssicherung auf der Ebene der Medienaussagen 38
3.2.1 Was ist journalistische Qualität?
Mit welchen Kriterien lässt sie sich messen? 38
3.2.2 Plädoyer für einen offenen Qualitätsbegriff: Die funktionale und multidimensionale Definition journalistischer Qualität 70
3.2.3 Medieninhaltsforschung unter Qualitätsgesichtspunkten: Die Anwendung von Qualitätskriterien in der Forschungspraxis 77
3.3 Qualität und Qualitätssicherung auf der Ebene der Medieninstitutionen 87
3.3.1 Das Konzept des Total-Quality-Managements 89
3.3.2 Von der Qualitätskontrolle zum Qualitätsmanagement in Redaktionen 98
3.4 Qualität und Qualitätssicherung auf der Ebene des Mediensystems 130
3.4.1 Journalistische Aus- und Weiterbildung 132
3.4.2 Medienjournalismus 136
3.4.3 Presserat und andere Instanzen der freiwilligen Selbstkontrolle 141
3.4.4 Journalistenpreise 145
3.4.5 Die Arbeit der Branchen- und Berufsorganisationen 148
3.4.6 Medien- und Kommunikationswissenschaft 151
3.4.7 Medienrecht und Medienpolitik 153
3.4.8 Publikumsinitiativen und Verbraucherschutz 155
3.4.9 Zusammenfassung 158
4. DIE PRAXIS: WERKZEUGE DES QUALITÄTSMANAGEMENTS AUF REDAKTIONSEBENE 162
4.1 Stellenwert von Qualitätsmanagementansätzen in der redaktionellen Praxis 165
4.1.1 Formen von Zielformulierungen in Redaktionen 166
4.1.2 Erfolgskontrolle als Prozess 173
4.1.3 Implikationen für die Empirie und Programmfragen 176
4.2 Qualitätsmanagement im Bereich Personal 177
4.2.1 Interne Aus- und Weiterbildung als Instrumente redaktionellen Qualitätsmanagements 178
4.2.2 Persönliche Zielvereinbarungen und Leistungslohnsysteme als Instrumente redaktionellen Qualitätsmanagements 181
4.2.3 Implikationen für die Empirie und Programmfragen 184
4.3 Qualitätsmanagement im Bereich redaktionelles Marketing 185
4.3.1 Publikumsforschung als Instrument redaktionellen Marketings 186
4.3.2 Rezipientenreaktionen und Ombudsleute als Instrumente redaktionellen Marketings 192
4.3.3 Implikationen für die Empirie und Programmfragen 194
4.4 Qualitätsmanagement im Bereich handwerkliche Routinen 196
4.4.1 Selektionsroutinen und Recherche als Instrumente redaktionellen Qualitätsmanagements 197
4.4.2 Routinen des Gegenlesens als Instrumente des redaktionellen Qualitätsmanagements 201
4.4.3 Implikationen für die Empirie und Programmfragen 206
4.5 Qualitätsmanagement im Bereich interne Kommunikation und Kritikkultur 207
4.5.1 Redaktionskonferenzen und Themenplanung als Instrumente redaktionellen Qualitätsmanagements 208
4.5.2 Blattkritik (Sendungskritik) als Instrument redaktionellen Qualitätsmanagements 213
4.5.3 Implikationen für die Empirie und Programmfragen 216
5. METHODE UND UNTERSUCHUNGSDESIGN 218
5.1 Methode 218
5.2 Untersuchungsdesign 219
5.2.1 Grundgesamtheit 219
5.2.2 Fragebogenentwicklung und Pretest 224
5.2.3 Datenerhebung und Rücklauf 226
5.2.4 Feedback der Befragten 232
5.2.5 Datenerfassung 233
6. PRÄSENTATION UND ANALYSE DER EMPIRISCHEN BEFUNDE - QUALITÄTSMANAGEMENT IN DEUTSCHEN NACHRICHTENREDAKTIONEN 238
6.1. Stellenwert des Qualitätsmanagements in der redaktionellen Praxis 238
6.1.1 Formen von Zielformulierungen in Nachrichtenredaktionen 241
6.1.2 Praxisrelevanz von Zielformulierungen (Erfolgskontrolle) 247
6.1.3 Zusammenfassung und Bewertung 251