Buch, Deutsch, 203 Seiten, KART, Format (B × H): 145 mm x 210 mm
Zur mehrfachkodierten Intertextualität bei W. G. Sebald
Buch, Deutsch, 203 Seiten, KART, Format (B × H): 145 mm x 210 mm
ISBN: 978-3-8498-1186-0
Verlag: Aisthesis
Bisse ins Sacktuch weist intertextuelle Bezüge in ausgewählten Prosatexten W.?G.?Sebalds nach. Unter Berücksichtigung von Essays, Interviews und Randnotizen in seiner Arbeitsbibliothek werden die komplexen Sinndimensionen der Zitate und Anspielungen aufgezeigt: Sie verweisen nicht nur auf Sebalds negative Geschichtsdeutung und seine melancholischen Beobachtungen von Zerstörung und Leid in der Moderne, vielmehr bringen sie auch die biografischen Affinitäten des Autors und sein Vertrauen in das kulturelle Erinnerungspotential des Mediums Literatur zum Ausdruck. Zudem ergänzen und modifizieren Ingebrigtsens Analysen das bestehende Bild von Sebalds pessimistischer Geschichtsphilosophie und zeigen die engen Verbindungen von ethischer Empathie, poetologischer Selbstreflexion und künstlerisch produktiver Melancholie in seinen Werken auf.
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
1. Einleitung
1.1 Kontexte, theoretische Grundlagen und Fragestellungen
Einführung
Sebalds Poetik der bricolage
Zur Rolle der Autorinstanz
Sebalds Randnotizen
Fragestellungen, Textmaterial und Gliederung
1.2 Zur Forschungslage
Überblick
Thematische Schwerpunkte der Forschung
1.3 Methodische Diskussion der Intertextualität
Der Begriff Intertextualität
Die Ansätze Lachmanns und Genettes
Intertextualität und Gedächtnis an Literatur
2. Das Zitat in Sebalds Poetik
2.1 Ansichten zu Sebalds Intertextualität
Intertextualität als Verrätselung
2.2 Zitate, Ethik und Geschichtsrepräsentation
Zitate als ethische Restitution
Ästhetische Geschichtsrepräsentation
2.3 Sebalds subjektive Optik
3. Archive und Textbeziehungen in Austerlitz
3.1 Figuren, Texte, Archive
Zu Sebalds Figurendarstellungen
Das archivarische Subjekt
3.2 Intertextuelle Referenzen in Austerlitz
Kleist und Siegfried
Austerlitz in Böhmen am Meer
3.3 Der Name Austerlitz
„Zivilisationsgeschichtliche Resonanz“
Die Schlacht um Austerlitz
Potentielle Verwandtschaften
4. Kafka, Hofmannsthal, Proust
4.1 Zu Sebalds Kafka-Bezügen
Selbstreflexive Kafka-Bezüge in Beyle oder das merckwürdige Faktum der Liebe
Kafka-Bezüge in Austerlitz
4.2 Austerlitz’ Sprachkrise und Lord Chandos
Textliche Ähnlichkeiten mit dem Chandos-Brief
Austerlitz’ Zusammenbruch und Chandos’ Verheißungen
Der Chandos-Bezug in Die Ringe des Saturn
4.3 Sebald auf der Suche nach Proust
Proust-Bezüge in Austerlitz
Austerlitz’ mémoire involontaire
5. Sebald, Wittgenstein – und Hebel
5.1 Ludwig Wittgenstein: Der insgeheime Kompagnon
Sebald und Wittgenstein
Sebalds Wittgenstein-Lektüren
„Ein Gefühl der Brüderlichkeit“
5.2 Ethisches Erzählen oder grenzenlose Identifikation?
Ethik und Erzählen in Paul Bereyter
„Biß ins Sacktuch“: Wittgenstein als Vorbild für Paul Bereyter
Selektive Anspielungen auf Wittgensteins Unterricht
5.3 Exkurs: Intertextuelle Bezüge zu Johann Peter Hebel
Sebald und Johann Peter Hebel
Heimliche Enthauptung
Die Rose von Jericho
5.4 Wittgenstein-Bezüge in Austerlitz
5.5 Austerlitz’ Album
Abschließender Kommentar zu den Wittgenstein-Bezügen
6. Zur Melancholie in Sebalds Werken
6.1 Formen der Melancholie
Zur Melancholie bei Sebald
Sebalds Bezüge zur Melancholie-Tradition
Die Paratexte zu Die Ringe des Saturn
6.2 Sebalds schiefes Lächeln
Der Melancholiker in der Spätmoderne
Motive der Skurriltät und der Merkwürdigkeit
7. Ergebnisse
8. Literaturverzeichnis
8.1 Primärliteratur und Interviews mit W. G. Sebald
8.2 Weitere Primärliteratur
8.3 Sekundärliteratur
8.4 Übersichts- und Nachschlagewerke
Dank




