Klewes / Klein-Bölting | Fern-Seher oder Laut-Sprecher? | E-Book | www.sack.de
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E-Book, Deutsch, 258 Seiten

Klewes / Klein-Bölting Fern-Seher oder Laut-Sprecher?

Was die Chef-Etage aus der Krise lernt
1. Auflage 2010
ISBN: 978-3-446-42540-8
Verlag: Carl Hanser Fachbuchverlag
Format: PDF
Kopierschutz: Adobe DRM (»Systemvoraussetzungen)

Was die Chef-Etage aus der Krise lernt

E-Book, Deutsch, 258 Seiten

ISBN: 978-3-446-42540-8
Verlag: Carl Hanser Fachbuchverlag
Format: PDF
Kopierschutz: Adobe DRM (»Systemvoraussetzungen)



Was hat das Top-Management aus der Finanz- und Wirtschaftskrise gelernt? Wie weit blicken die Lenker von Unternehmen nach vorn und was wollen sie künftig in ihrem Umgang mit Kunden, Mitarbeitern, dem Finanzmarkt und dem öffentlichen Raum verändern? Darum geht es in diesem Buch.

Grundlage sind zahlreiche Interviews mit einem ausgewählten Kreis von Top-Managern und Unternehmern. Sie äußern sich zu zentralen Herausforderungen für Unternehmen im kommenden Jahrzehnt. Die Überraschung: Der Stakeholder-Kapitalismus ist schon heute in der Chef-Etage angekommen. Die Konsequenz für den Top-Manager von morgen: Um glaubwürdig zu sein, muss er ganz persönliche, authentische Akzente im Dialog mit allen Gruppen setzen - mit einem klaren Fern-Blick über die nächsten Quartale hinweg.

Die Autoren

Udo Klein-Bölting ist Chief Executive Officer von Batten & Company (ehemals BBDO Consulting). Das von ihm im Jahr 2000 gegründete internationale Beratungsunternehmen ist führend auf dem Gebiet der marktorientierten Unternehmensführung.
Joachim Klewes ist Gründer der Change Centre Foundation und Senior Partner der globalen Kommunikationsberatung Ketchum Pleon, deren deutsche Keimzelle er im Jahr 1988 gemeinsam mit Paul J. Kohtes gegründet hat.
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Weitere Infos & Material


1;Zu diesem Buch;6
2;Aus Krisen lernen?;14
3;Ein Blick in die Chefetage;32
4;Ganz oben auf der CEO-Agenda;46
4.1;Herausforderung: Vertrauen aufbauen und halten;47
4.2;Herausforderung: Nachhaltigkeit schaffen;58
4.3;Herausforderung: Für Innovation begeistern;67
4.4;Herausforderung: Werte leben;76
5;Akzeptanzmarkt: Herausforderungen für das Management;90
5.1;Herausforderung: Politik einbinden;95
5.2;Herausforderung: Soziale Verantwortung annehmen;108
5.3;Herausforderung: Ökologisch wirtschaften;119
6;Kundenmarkt: Herausforderungen für das Management;130
6.1;Herausforderung: Kunden verstehen;133
6.2;Herausforderung: Digital werden;146
7;Mitarbeitermarkt: Herausforderungen für das Management;158
7.1;Herausforderung: Veränderung wagen;162
7.2;Herausforderung: Führung zeigen;174
7.3;Herausforderung: Mitarbeiter ins Boot holen;191
8;Finanzmarkt: Herausforderungen für das Management;204
8.1;Herausforderung: Zahlen bändigen;207
8.2;Herausforderung: Mit Banken umgehen;219
9;Dialog-Ökonomie: Neue Balance für ein Jahrzehnt voller Herausforderungen;230
10;Literatur;236
11;Die Topmanager und ihre Statements. Eine Übersicht.;242
12;Anmerkungen;244


(S. 203-204)

Banker, Versicherungsmanager, Investoren, Analysten – auch der Finanzmarkt ist ein äußerst heterogener Stakeholder-Sektor. In der Finanz- und Wirtschaftskrise zum Ende des ersten Jahrzehnts des neuen Jahrtausends wird ein besonderes Schlaglicht auf die fatale Abhängigkeit der Realwirtschaft von diesem Sektor geworfen: Die Angebots- und Nachfragerelationen beim Kapital, unverzichtbarem Treibstoff für Wachstum und Innovation, stehen spätestens nach dem Beinaheabsturz der Gesamtwirtschaft aufgrund von Bankenexzessen im Mittelpunkt erregter öffentlicher Diskussionen.

Dass Phänomene wie eine möglicherweise drohende Kreditklemme unmittelbare Wirkung auf die Unternehmenswirklichkeit haben, liegt auf der Hand, ebenso die unmittelbare Beeinflussung von Unternehmen durch das Auf und Ab an den Aktien- und Kapitalmärkten. Beides gehört zum Tagesgeschäft der Führungsetage, ob mit oder ohne Krise. Die Chefmanager betonen im Hinblick auf den Finanzmarkt daher viel stärker zwei Themenkomplexe, die wir in den folgenden zwei Kapiteln behandeln wollen:

- Zahlen bändigen: Wie findet das Management die richtige Balance zwischen Kontrolle und Vertrauen?
- Mit Banken umgehen: Wie sichert das Unternehmen seine Unabhängigkeit?

Rüdiger Garrton, erneut ein fiktiver Manager der nahen Zukunft, zeigt, wie sich die Herausforderungen des Finanzmarkts in zehn Jahren entwickelt haben könnten – vielleicht erkennt sich der eine oder andere Repräsentant der Chefetage heute bereits darin wieder.

Dienstag, 16. Juni 2020 a Day in the Life of rüdiger Garrton

07:30 Uhr Frankfurt

Die Morgenmaschine aus Frankfurt rollt langsam an den Finger am JFK Airport. Rüdiger Garrton, CEO der Garrton Bio Science, kann sich auch nach fünf Jahren regelmäßiger Flüge über den großen Teich immer noch nicht richtig daran gewöhnen, dass die beiden Kontinente sich derart auseinandergelebt haben. Inzwischen ist selbst für VIPs aus Politik und Entertainment die Einreise in das Land of the Free nur noch mit implantiertem Chip möglich, nicht zu reden von Managern und normalen Sterblichen. Gut, Garrton BioScience verdient genau mit dieser Technologie Hunderte von Millionen im Jahr – aber mit den medizinischen Zwecken, für die er sich noch vor zehn Jahren als junger Chefwissenschaftler engagieren konnte, hat der heutige Impla-Chip-Boom wirklich nichts mehr zu tun.



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