Buch, Deutsch, 363 Seiten, Format (B × H): 151 mm x 211 mm, Gewicht: 527 g
Reihe: Bibliothek der Psychoanalyse
Psychoanalytische Gedanken zu existenziellen, gesellschaftspolitischen und erkenntnistheoretischen Fragen
Buch, Deutsch, 363 Seiten, Format (B × H): 151 mm x 211 mm, Gewicht: 527 g
Reihe: Bibliothek der Psychoanalyse
ISBN: 978-3-8379-3154-9
Verlag: Psychosozial Verlag GbR
Persönliches, kulturelles und gesellschaftliches Wohlergehen lässt sich nur erreichen, wenn wir unsere eigene authentische Sprache finden, für unterschiedliche Denkräume offen sind und andere in ihrer Andersheit und Fremdheit wertschätzen. Joachim Küchenhoff zeigt, wie sich die kritische Theorie der Psychoanalyse in verschiedenen Wissens- und Lebensbereichen anwenden lässt. Dabei nimmt er grundsätzliche existenzielle, religionswissenschaftliche und erkenntnistheoretische Fragen in den Blick und verbindet sie mit aktuellen gesellschaftlichen und kulturellen Herausforderungen: Welche Dimensionen von Schuld gibt es? Welches Gewaltpotenzial birgt Religion? Wie wird mit dem Thema Gewalt in unserer Gesellschaft umgegangen? Wie spiegelt sich dichotomes Denken unter anderem im Genderdiskurs wider? Und welchen sozialen Normen ist Körperlichkeit heute unterworfen?
Autoren/Hrsg.
Fachgebiete
- Geisteswissenschaften Religionswissenschaft Religionswissenschaft Allgemein
- Sozialwissenschaften Psychologie Psychologie / Allgemeines & Theorie Psychologische Theorie, Psychoanalyse
- Rechtswissenschaften Recht, Rechtswissenschaft Allgemein Rechtssoziologie, Rechtspsychologie, Rechtslinguistik
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Weitere Infos & Material
Vorwort
I: Existenzielle Herausforderungen
Zeit und Vergänglichkeit
Die Herrschaft der Zeit und der Endlichkeit
Kasuistische Vignette
Zeit als Gabe
Psychotherapie und die Gabe der Zeit
Schlägt dem Glu¨cklichen keine Stunde? Zum Verhältnis von Glu¨cklichsein und Zeiterleben
Einleitung
Vergangenheit und Glu¨ck, oder: Unter welchen Bedingungen
können meine lebensgeschichtlichen Erfahrungen
zu meinem Glu¨ck beitragen?
Exkurs zu Sisyphos
Zukunft und Glu¨ck
Glu¨ck und Gegenwart
Glu¨ck und Futurum II
Potenziale der Wiederholung. Repräsentationstheoretische und klinische Gedanken zum Todestrieb
Einleitung
Gedanken zu Jenseits des Lustprinzips und dem Todestrieb unter repräsentationstheoretischen Gesichtspunkten
Gedanken zu Jenseits des Lustprinzips und dem Todestrieb unter besonderer Beru¨cksichtigung der Wiederholung
Positivierung der Wiederholung durch ihre transformative Kraft in der Beziehung
Schluss
Schuld und Verzeihen
Einleitung
Schuld und Schuldgefu¨hl
Das Verzeihen
Ende
Das Unverfu¨gbare wahren. Die gemeinsame Aufgabe von Religion und Psychoanalyse
Vorbemerkungen
Unverfu¨gbarkeit allgemein
Unverfu¨gbarkeiten in der Religion
Unverfu¨gbarkeiten in der Psychoanalyse
Das Geheimnis wahren – die Zusammenfu¨hrung der Perspektiven
Abschließende Gedanken
II: (Un)doing gender, (un)doing body
Undoing gender als therapeutische Aufgabe? Zur Verfestigung und Verflu¨ssigung von Identitätskonstruktionen
Einleitung
Doing gender – Konstruktion von Geschlecht in Psychiatrie und Psychotherapie
Undoing gender – die therapeutische Arbeit an der Gender-Voreingenommenheit
Über das Unheimliche, Kreative,Weibliche und Menschliche
Zur Phänomenologie und Definition des Unheimlichen
Zur Psychodynamik des Unheimlichen bei Freud
Weitere psychodynamische und andere Konzepte
Das Weibliche und das Menschliche
Selbst – Leib – Anderer. Zur Intersubjektivität des Körpererlebens
Einleitung
Das Selbst
Das leibliche Selbst
Das leibliche Selbst und der Andere
Klinische Anwendungen
Schluss
Im Blick des Anderen. Gesicht und Selbstgestaltung
Einleitung
Interpersonalität der Gesichtserfahrung
Psychologische Konsequenzen der phänomenologischen Untersuchungen
Klinische und Alltagsphänomene an der Schnittstelle von Bezogenheit, Entzogenheit und Exponiertheit
Ausblick: Kulturelle Entwicklung und die Verschiebung des Gleichgewichts zwischen Bezogenheit, Entzogenheit und Exponiertheit
Herz-haftes, Herz-loses. Diskurse des Herzens
Einleitung
Paradigmenwechsel in der alltäglichen Sprachmetaphorik?
Der emotionale und der Liebesdiskurs
Der Diskurs technischer Verfu¨gbarkeit
Der Diskurs der Moral
Der Diskurs des Gewissens
Der Todesdiskurs
Zusammenfassung
III: Gesellschaftliche Herausforderungen
Identität, Ausschluss und Gewalt. Widerspru¨che zwischen Offenheit und Exklusivität in der christlichen Religion
Vorbemerkungen
Identitätsbegriff – auch psychoanalytisch
Religion und Gewalt
Moderne Theologie, inklusive und intensive Identität
Zusammenfassung
Denken an den Anderen. Grundlagen einer (Gewalt-)kritischen Psychoanalyse
Rittmeister, Hölderlin und Derrida
Derrida und der Dekonstruktivismus
Die Differenz, die Psychoanalyse und das Andere
Unbedingte Räume
Anwendungen
Die Anderen als Andere
Sich im Anderen wiedererkennen
Zusammenfassung und Schluss
Das Leben mit dem Anderen. (Selbst-)kritische Gedanken zu Gewalt und Gewaltverzicht
Einleitung: Zwei Bilder
Zur Psychodynamik der Gewalt
Zur Kritik der Gewalt
Globale Krise, eigenes Leid. Herausforderungen der Psychotherapie in Zeiten der Pandemie
Der Ausnahmezustand
Die Folgen des Ausnahmezustandes
Widerspiegelung des objektiven im subjektiven Ausnahmezustand
Wiedergewinn von Haltung und Sprache mithilfe der Psychotherapie
Abschluss
Die Arbeit im und am Unheimlichen. Die Corona-Krise und die psychoanalytische Kur
Einleitung
Das unheimliche Virus
Die psychoanalytische Behandlung im Zeichen von Corona
Ist eine psychoanalytische Therapie unter Corona-Bedingungen u¨berhaupt möglich?
Abschluss
IV: Erkenntnis und Erkenntniskritik
Artikulation als Ausdruck, Verknu¨pfung und Verständigung. Die gemeinsame Arbeit an Bedeutungen in der Psychotherapie
Einleitung
Absolutismus der Wirklichkeit, regressive Mythen und Trauma
Sprache in der Psychotherapie
Jenseits der Sprache? Oder: Psychoanalyse von Grenzfällen
Bezeichnung, Bedeutung und das Unbewusste
Die Sprossenleiter des artikulativen Ausdrucksvermögens: Sprache, Repräsentation und Leiberfahrung
Schlussbemerkung
Die Wege psychoanalytischer Erkenntnis. Gemeinsame Strecken und vielfältige Abzweigungen
Übersicht u¨ber die bevorstehende Wanderung auf den Wegen der Psychoanalyse
Mein Ausgangspunkt
Nomenklatur und konzeptuelle Engung oder Weitung
Bedingungen psychoanalytischer Erkenntnis
Das Spektrum des psychoanalytischen Rahmens
Kasuistische Impressionen
Ein anderer Weg?
Die Normalisierung der Pathologie in der Gegenwart. Subjektkonstitution durch Messen und Klassifizieren
Einleitung
Person und Personalität: Die Zersetzung des Personen-Begriffs durch das Messen – Ambivalenzen des Messens
Subjektkonstitution durch Klassifikation
Pathologisierung der Normalität
Psychoanalytische Klassifizierungen
Vorbereiten des nächsten Irrtums
Literatur