Buch, Deutsch, 467 Seiten, Format (B × H): 160 mm x 236 mm, Gewicht: 862 g
Reihe: ISSN
Eine Ästhetik und Politik der Lektüre
Buch, Deutsch, 467 Seiten, Format (B × H): 160 mm x 236 mm, Gewicht: 862 g
Reihe: ISSN
ISBN: 978-3-11-065815-6
Verlag: De Gruyter
Die vorliegende Arbeit untersucht erstmals systematisch das Gesamtwerk Roberto Bolaños mit Blick auf die vielfältigen intertextuellen Bezüge des chilenischen Autors. Posthum vor allem wegen seines Romans 2666 von der globalen Literaturkritik zum ersten Klassiker der Weltliteratur des 21. Jahrhunderts stilisiert, fungieren in Bolaños Texten intertextuelle Verweise als ein zentrales Formverfahren, das bislang von der Kritik kaum eingehender untersucht worden ist. Die Werk-Studie situiert Bolaño dabei nicht nur dezidiert innerhalb einer lateinamerikanischen Genealogie eines 'wilden Lesens', sondern legt über eine Lektüre, die zugleich philologisch-detailliert und panoramatisch-ideengeschichtlich operiert, die Auseinandersetzungen von Bolaños Texten über die gescheiterten Revolutionen in Lateinamerika oder die Verheerungen des globalen Kapitalismus mit dem literarischen Kanon der (Post-)Moderne frei. Diese umfassen neben der lateinamerikanischen Literatur um Autoren wie Neruda, Borges und Parra insbesondere Bezüge auf die spanische und französische Literatur von Góngora und Pascal über Baudelaire bis zu Perec sowie auf weitere Klassiker der Moderne in Gestalt von Schriftstellern wie Ernst Jünger oder William Carlos Williams.
Zielgruppe
Literaturwissenschaftler (Komparatistik, Romanistik, Lateinamerik / Academics (Literary Studies, Comparative Literature, Romance Stud