Meibert / Michalak / Heidenreich | Achtsamkeit üben | E-Book | sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 67 Seiten

Reihe: Ratgeber zur Reihe Fortschritte der Psychotherapie

Meibert / Michalak / Heidenreich Achtsamkeit üben

Hilfe bei Stress, Depression, Ängsten und häufigem Grübeln
1. Auflage 2017
ISBN: 978-3-8409-2676-1
Verlag: Hogrefe Publishing
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark

Hilfe bei Stress, Depression, Ängsten und häufigem Grübeln

E-Book, Deutsch, 67 Seiten

Reihe: Ratgeber zur Reihe Fortschritte der Psychotherapie

ISBN: 978-3-8409-2676-1
Verlag: Hogrefe Publishing
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark



Zahlreiche Studien konnten in den letzten Jahrzehnten zeigen, dass achtsamkeitsbasierte Therapieprogramme bei unterschiedlichen körperlichen und psychischen Störungen wirksam sind. Das Üben von Achtsamkeit kann uns helfen, mehr mit der lebendigen Wirklichkeit des Hier-und-Jetzt in Verbindung zu bleiben, statt mit unseren Gedanken in die Vergangenheit oder Zukunft zu schweifen.
Achtsamkeitsübungen können insbesondere bei Stress, Depression, Ängsten und häufigem Grübeln hilfreich sein. Der Ratgeber informiert darüber, was Achtsamkeit ist, wie Achtsamkeit wirkt und wie sie geübt werden kann. Er erläutert den Aufbau verschiedener achtsamkeitsbasierter Therapieprogramme und stellt formelle Achtsamkeitsübungen, wie z. B. den Body Scan, die Sitz- und Gehmeditation, sowie informelle Achtsamkeitsübungen, bei denen man Routinetätigkeiten im Alltag mit Präsenz und Wachheit durchführt, vor. Der Ratgeber wendet sich vor allem an Menschen, die schon mehrfach unter Depressionen gelitten haben, die unter stressbedingten Unruhezuständen oder chronischen Ängsten leiden, die häufig grübeln oder die einfach das Gefühl haben, dass sie mehr Zugang zu einer tieferen Lebendigkeit und Unmittelbarkeit in ihrem Leben finden möchten.

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Zielgruppe


Menschen, die unter Stress, Ängsten, Depressionen oder häufigem Grübeln leiden, Psychotherapeuten, Psychiater.

Weitere Infos & Material


1;Achtsamkeit u?ben;1
1.1;Inhalt;7
1.2;Vorwort;9
1.3;1Wie äußern sich Depressionen und Ängste, wie entstehen sie und wodurch werden sie aufrechterhalten?;14
1.3.1;1.1Kernsymptome der Depression und Angst;17
1.3.2;1.2 Wie entsteht eine wiederkehrende Depression und warum ist das Rückfallrisiko so hoch?;20
1.4;2Achtsamkeit;24
1.4.1;2.1Was ist Achtsamkeit?;24
1.4.2;2.2Ursprünge des Prinzips Achtsamkeit;26
1.4.3;2.3Formelle und informelle Achtsamkeitsübungen – Wie kann ich Achtsamkeit üben?;27
1.5;3 Achtsamkeitsbasierte Interventionen für den Umgang mit Stress, Depression, Ängsten und häufigem Grübeln;39
1.5.1;3.1Achtsamkeitsbasierte Stressreduktion – Mindfulness-based Stress Reduction (MBSR);39
1.5.2;3.2Achtsamkeitsbasierte Kognitive Therapie – Mindfulness Based Cognitive Therapy (MBCT);42
1.6;4Was kann ich von der Übung der Achtsamkeit erwarten und was kann ich tun, wenn ich Achtsamkeit vertieft üben möchte?;47
1.7;5 Wirkung und Wirkmechanismen von Achtsamkeit – Was sagt die Forschung?;57
1.7.1;5.1Was bewirkt das Üben von Achtsamkeit?;57
1.7.2;5.2Wie wirkt Achtsamkeit?;58
1.8;Anhang;64
1.8.1;Zitierte Literatur;64
1.8.2;Weiterführende Literaturempfehlungen;65
1.8.3;Audio-CDs mit Achtsamkeitsübungen;65
1.8.4;Hilfreiche Adressen und Internetseiten;66
1.8.5;Adressen von Meditationszentren;66


2 Achtsamkeit (S. 23-24)

2.1 Was ist Achtsamkeit?

„Man kann sehr viel erkennen, indem man die Dinge einfach beobachtet und hinschaut, wie sie sind.“
Yogi Berra (Übersetzung der Autoren)

Achtsamkeit ist eine Form der Aufmerksamkeitslenkung, die auf die Hierund- Jetzt-Erfahrung ausgerichtet ist und uns hilft, die Details unserer Erfahrung genauso wahrzunehmen, wie sie in diesem Moment sind, ohne zu urteilen oder sie sofort verändern zu wollen. Achtsamkeit bedeutet aber auch, sich selbst wohlwollend zu begegnen und das innere Erleben nicht zu bewerten. So werden Gedanken und Gefühle zugelassen, statt sie zu bewerten (z. B. „Es ist falsch, diesen Gedanken/dieses Gefühl zu haben.“). Eine solche Art der achtsamen Aufmerksamkeit fällt vielen von uns gar nicht so leicht. Wir neigen dazu, nicht in der Gegenwart zu leben und mit dem Hier-und- Jetzt in Kontakt zu sein, sondern wir sind häufig zerstreut. Außerdem tendieren wir häufig dazu, uns zu verurteilen, wenn wir Fehler machen oder wenn wir uns nicht so fühlen, wie wir es gerne wollen. Durch Achtsamkeit können wir lernen, in schwierigen Zeiten gut auf uns zu achten und für uns zu sorgen.

Definition: Achtsamkeit
Jon Kabat-Zinn, ein bedeutender Achtsamkeitslehrer und -forscher aus den USA, definiert Achtsamkeit so: „Man kann sich Achtsamkeit als nicht urteilendes Gewahrsein von Moment zu Moment vorstellen, ein Gewahrsein, das kultiviert wird, indem man auf eine bestimmte Weise aufmerksam ist, das heißt im gegenwärtigen Augenblick und so wenig reaktiv, so wenig urteilend und so offenherzig wie möglich“ (Kabat-Zinn, 2006, S. 221).

So ist Achtsamkeit nicht bloß eine Technik, die man anwenden kann, damit es einem gut geht, sondern eine Lebensweise zu der wir uns bewusst entscheiden den können. Die mit Achtsamkeit verbundene Grundhaltung dem Leben, uns selbst und unseren Erfahrungen sowie anderen Menschen gegenüber beinhaltet freundliches Interesse, Wohlwollen, Geduld, Offenheit, Vertrauen und Mitgefühl. Die Übung der Achtsamkeit ist ein Weg, der uns einlädt, uns selbst und die Welt auf eine lebendige und unmittelbare Weise zu erleben und mit unserem Körper, unseren Gedanken, Gefühlen und Verhaltensmustern bewusst umzugehen.

Hinweis: Charakteristika von Achtsamkeit
Es geht bei der Übung der Achtsamkeit um eine ganzheitliche Wahrnehmung des Geschehens im gegenwärtigen Augenblick ohne zu urteilen. Ob eine Erfahrung angenehm oder unangenehm, schmerzhaft oder erfreulich ist, alles wird gleichermaßen bewusst wahrgenommen und allem wird der gleiche Wert beigemessen.

Auf diese Weise können wir uns selbst und unsere Reaktionsmuster besser kennenlernen und Schritt für Schritt wieder das volle Spektrum des Lebens erfahren, sodass wir trotz der unweigerlichen Probleme, die das Leben mit sich bringt, insgesamt glücklicher und zufriedener werden, weil wir einen guten Umgang damit gefunden haben.

Hinweis: Achtsamkeit und der bewusste Zugang zum Positiven in unserem Leben
Auch das Schöne, Gute, was uns widerfährt, können wir durch die Übung von Achtsamkeit bewusster wahrnehmen und so besser genießen. Achtsamkeit bringt uns in Kontakt mit der Fülle des Lebens und der Einzigartigkeit jedes Augenblicks.

Durch die bewusste Hinwendung zu dem, was wir im Moment gerade wahrnehmen, kann auch das, was trägt und gut und wertvoll ist, wieder mehr in den Vordergrund treten und wir können Zugang zu der Reichhaltigkeit eines jeden Augenblicks und zu kraftspendenden und schönen Dingen im Leben finden, die wir vielleicht vor lauter Problemen oder Sorgen ganz aus den Augen verloren haben.



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