Nicolini | #steuernkompakt Jahresabschlussanalyse in der Beratung | E-Book | sack.de
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E-Book, Deutsch, 260 Seiten, E-Book

Nicolini #steuernkompakt Jahresabschlussanalyse in der Beratung

Für Onboarding - Schnelleinstieg - Fortbildung. Analyse u.a. der wichtigsten Kennzahlen der Kapitalstruktur und Vermögensstruktur sowie der GuV
2. aktualisierte und überarbeitete Auflage 2025
ISBN: 978-3-7910-6485-7
Verlag: Schäffer-Poeschel Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Für Onboarding - Schnelleinstieg - Fortbildung. Analyse u.a. der wichtigsten Kennzahlen der Kapitalstruktur und Vermögensstruktur sowie der GuV

E-Book, Deutsch, 260 Seiten, E-Book

ISBN: 978-3-7910-6485-7
Verlag: Schäffer-Poeschel Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Aufgabenstellungen in Steuerkanzleien und Unternehmenssteuerabteilungen ändern sich mit zunehmender Dynamik. Die Beurteilung von Sachverhalten gestaltet sich anspruchsvoller und schneller Wissenserwerb in neuen Bereichen wird erforderlich.

Hier setzt die neue Reihe #steuernkompakt an: Knapp und auf den Punkt gebracht bietet sie einen fundierten Überblick über das jeweilige Rechtsgebiet. Dabei liegt der Schwerpunkt auf einem praxisorientierten Einstieg, auf wichtigen Beratungsfragen und häufigen Fehlerquellen in der Mandatsbetreuung. Der fallbezogene Aufbau der Bände mit Beispielen, Grafiken und Übersichten machen Leser:innen schnell fit im jeweiligen Steuerrechtsgebiet. Die Reihe ist besonders geeignet für

- das Onboarding von neuen Mitarbeiter:innen,
- Ein- und Umsteiger:innen in Steuerkanzleien und Unternehmenssteuerabteilungen,
- die Fortbildung von Bilanzbuchhalter:innen, Steuerfachwirt:innen und Steuerfachangestellten,
- Steuerprofis, die sich in ein neues Rechtsgebiet einarbeiten wollen.

Der vorliegende Band 'Jahresabschlussanalyse in der Beratung' erläutert, wie man Jahresabschlüsse analysiert und die ermittelten Kennzahlen für gezielte Beratung nutzt.

Rechtsstand: Januar 2025

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Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


3.1 Aufbereitung der Bilanz
In der Bilanz werden das Vermögen eines Unternehmens (»Aktiva«) dem Kapital (»Passiva«) zu einem bestimmten Stichtag gegenübergestellt. Die Vermögenswerte zeigen die Verwendung des im Unternehmen eingesetzten Kapitals, die Passivseite zeigt, aus welchen Quellen die Vermögenswerte finanziert worden sind. Aus dem Vergleich von Bilanzen lassen sich Veränderungen bzw. Unterschiede hinsichtlich der Vermögens- und Kapitalstruktur eines Unternehmens erkennen. Die Daten werden durch das betriebliche Rechnungswesen, insbesondere die Finanzbuchhaltung, bereitgestellt. Die Jahresabschlussanalyse dient der betriebswirtschaftlichen Beurteilung eines Unternehmens. Die Handelsbilanz wird aber nach rechtlichen Vorgaben erstellt, die als wesentliches Ziel den Schutz der Gläubiger haben. Sie kann deshalb nicht uneingeschränkt als Basis für eine betriebswirtschaftliche Analyse genutzt werden.?Für die Jahresabschlussanalyse ist eine Aufbereitung notwendig, ihr Ergebnis ist die Strukturbilanz.[ Beratungshinweis Der handelsrechtliche Jahresabschluss ist für eine betriebswirtschaftliche Analyse ungeeignet. 3.1.1 Ziele der Datenaufbereitung
Weil sowohl die Vorschriften des § 247 Abs. 1 HGB als auch die Vorschriften für Kapitalgesellschaften (§§ 265 ff. HGB) für eine Analyse ungeeignet sind, muss die handelsrechtliche Bilanz für Analysezwecke aufbereitet werden. Um den Zielsetzungen und Aufgaben der Bilanzanalyse entsprechen zu können, wird die Bilanz in eine Strukturbilanz umgeformt. Sie soll für Vergleiche und weitergehende Auswertungen vorbereitet werden, um vorhandene Informationsdefizite zu beseitigen oder zu verringern. Informationsmängel ergeben sich z.?B. durch Ansatzwahlrechte (auch Bilanzierungswahlrechte). Beispiele: Ein Disagio darf, muss aber in der Handelsbilanz nicht aktiviert werden.?Für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände besteht ein Ansatzwahlrecht. Aktive latente Steuern können, müssen aber nicht aktiviert werden. Bewertungswahlrechte. Beispiele: Bei den Anschaffungskosten für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe können das Fifo-, das Lifo-Verfahren oder das Durchschnittsverfahren genutzt werden. Bei den Abschreibungen sind unterschiedliche Verfahren zulässig. Bei den Herstellungskosten bestehen u.?a. Wahlrechte für den Ansatz von Kosten der allgemeinen Verwaltung und für Fremdkapitalzinsen. Ermessensspielräume. Beispiele: Einschätzung einer »voraussichtlich dauerhafte Wertminderung« eines Grundstücks. Bestimmung der »voraussichtlichen Nutzungsdauer« einer Maschine. Bildung von »angemessenen Rückstellungen«. Sachverhaltsgestaltungen. Beispiele: Die Aufnahme eines Kredites vor und die unmittelbare Tilgung nach dem Bilanzstichtag erhöht die Liquidität. Factoring führt zu einer höheren Liquidität. Einlagen in das Eigenkapital vor dem Bilanzstichtag. Das Ergebnis dieser Aufbereitung der Bilanz ist eine Strukturbilanz. Sie stellt unter betriebswirtschaftlichen Aspekten das bilanzanalytische Vermögen dem bilanzanalytischen Eigen- und Fremdkapital gegenüber. Sie ist weitgehend von bilanzpolitischen Maßnahmen bereinigt. Die Strukturbilanz hat folgende Grundstruktur: Welche Form die Strukturbilanz für Auswertungszwecke genau haben soll, hängt eng mit dem Erkenntnisinteresse der Analysten zusammen, also mit den Fragestellungen, die mithilfe der Strukturbilanz beantwortet werden sollen. Die Zweckorientierung kann z.?B. die Gläubigerorientierung, Kreditwürdigkeit, Investorenorientierung, Risikoeinschätzung, Schuldendeckungsfähigkeit, Vermögenssituation oder Liquiditätsabschätzung beinhalten. Da die Entwicklung einer Strukturbilanz aus der Ausgangsbilanz weder gesetzlich geregelt ist noch allgemeinen Normen unterliegt, werden die unterschiedlichen Ziele, die mit einer Analyse erreicht werden sollen, auch zur Bildung unterschiedlicher Strukturbilanzen führen. In jedem Falle ergibt sich ein Schema mit nur noch wenigen Posten. Die Positionen der Ausgangsbilanz, die in der Strukturbilanz nicht mehr explizit vorkommen, müssen in die Strukturbilanz integriert werden.?Für die Aufbereitung existieren allgemein anerkannte, aber keine allgemein verbindlichen Regeln. Um eine Vergleichbarkeit verschiedener Strukturbilanzen und damit vergleichbare Analyseergebnisse zu erzielen, ist es allerdings sinnvoll, trotz unterschiedlicher Zielsetzungen grundsätzlich einheitlich vorzugehen. Merke Das Ziel der Aufbereitung von Daten aus der Handelsbilanz ist die Erstellung einer neu geordneten und bereinigten Bilanz. Diese Strukturbilanz ist die Grundlage für die Bilanzanalyse. Durch die Aufbereitungsmaßnahmen werden die Posten der Aktivseite in den bilanzanalytischen Kategorien Anlagevermögen und Umlaufvermögen ausgedrückt, die Posten der Passivseite werden zu Eigenkapital und Fremdkapital zusammengefasst. Das Grundschema einer Strukturbilanz hat deshalb folgende Form: Aktiva Passiva I. Bilanzanalytisches Anlagevermögen I. Bilanzanalytisches Eigenkapital II. Bilanzanalytisches Umlaufvermögen II. Bilanzanalytisches Fremdkapital Zu diesem Grundschema sind verschiedene Varianten möglich.?Als sinnvoll haben sich z.?B. folgende erwiesen: Aktiva Passiva I. Bilanzanalytisches Anlagevermögen I. Bilanzanalytisches Eigenkapital II. Bilanzanalytisches Umlaufvermögen II. Bilanzanalytisches Fremdkapital   Mittel 1. Grades   langfristig   Mittel 2. Grades   mittelfristig   Mittel 3. Grades   kurzfristig Aktiva Passiva I. Bilanzanalytisches Anlagevermögen I. Bilanzanalytisches Eigenkapital   1. Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände       2. Finanzanlagen     II. Bilanzanalytisches Umlaufvermögen II. Bilanzanalytisches Fremdkapital   1. Vorräte   1. langfristig   2. Forderungen   2. mittelfristig   3. Sonstiges Umlaufvermögen   3. kurzfristig   4. Flüssige Mittel     3.1.2 Aufbereitungsmethoden
Zur Aufbereitung der Bilanz stehen verschiedene Methoden zur Verfügung: Umwertungen (auch Umbewertungen). Die in der Bilanz ausgewiesenen Beträge entsprechen nicht immer den wirklichen Werten. Es sind Unterbewertungen (stille Reserven) und Überbewertungen denkbar, die für bilanzanalytische Zwecke korrigiert werden müssen. Beispiel: Grundstücke müssen in der Bilanz mit den Anschaffungskosten bewertet werden, haben aber oft einen höheren Marktwert. Umgliederungen (auch Umgruppierungen). Vorhandene Positionen werden einer neuen oder anderen Position zugeordnet, zu der sie betriebswirtschaftlich gehören. Beispiel: Der Bilanzgewinn ist eine Position des Eigenkapitals. Weil er ausgeschüttet wird und die Anteilseigner einen Anspruch darauf haben, handelt es sich wirtschaftlich um kurzfristiges Fremdkapital. Neubildung. In der Ausgangsbilanz vorhandene Positionen werden einer neu geschaffenen Position auf derselben Bilanzseite...


Nicolini, Hans J.
Dr. Hans J. Nicolini hat an der Universität Köln Betriebswirtschaftslehre studiert und in Volkswirtschaftslehre promoviert. Als Lehrbeauftragter arbeitet er an öffentlichen und privaten Einrichtungen, um das Verständnis für wirtschaftliche und wirtschaftspolitische Zusammenhänge zu fördern. Seit über dreißig Jahren engagiert er sich in unterschiedlichen Funktionen in der kaufmännischen Fort- und Weiterbildung. Er ist Mitglied in mehreren Aufgabenerstellungs- und Prüfungskommissionen an verschiedenen Industrie- und Handelskammern. Als Autor hat er über zwanzig Lehrbücher verfasst und herausgegeben.

Hans J. Nicolini

Dr. Hans J. Nicolini hat an der Universität Köln Betriebswirtschaftslehre studiert und in Volkswirtschaftslehre promoviert. Als Lehrbeauftragter arbeitet er an öffentlichen und privaten Einrichtungen, um das Verständnis für wirtschaftliche und wirtschaftspolitische Zusammenhänge zu fördern. Seit über dreißig Jahren engagiert er sich in unterschiedlichen Funktionen in der kaufmännischen Fort- und Weiterbildung. Er ist Mitglied in mehreren Aufgabenerstellungs- und Prüfungskommissionen an verschiedenen Industrie- und Handelskammern. Als Autor hat er über zwanzig Lehrbücher verfasst und herausgegeben.



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