Nörtemann | Black Magic Box | E-Book | sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 492 Seiten

Nörtemann Black Magic Box

Die Erfindung der künstlichen Intelligenz
1. Auflage 2024
ISBN: 978-3-7583-4094-9
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Die Erfindung der künstlichen Intelligenz

E-Book, Deutsch, 492 Seiten

ISBN: 978-3-7583-4094-9
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Dies ist kein Fachbuch, sondern ein Roman mit allem, was dazu gehört: Freundschaft, Liebe, Drama, Verrat & Versöhnung, einem folgenreichen Bootsunfall, vielen prächtigen Erfindungen und magisch anmutenden Maschinen. Ganz nebenbei erfährst du alles über künstliche Intelligenz & ihre Geschichte, was du schon immer wissen wolltest. Und wenn du noch mehr wissen möchtest, dann lies die sogenannten Outtakes, die vertiefende Informationen bieten und als Schleifen in die Handlung eingewebt sind. Aber keine Sorge: Für all das benötigst du kein Informatik-Studium oder anderweitige Vorkenntnisse, sondern lediglich ein wenig Lust, in die Welt der vermeintlich großen Verheißungen einzutauchen.

Stefan Nörtemann lebt im Ruhrgebiet und ist Mathematiker, Data Scientist und Autor. Da es zu wenige Bücher zu den Themen gibt, die ihn interessieren, nahm er vor einigen Jahren eine alte Leidenschaft wieder auf und begann damit, Romane zu schreiben. In seinen ersten beiden Romanen "Kladderadatsch - Verlorene Jahre" (ISBN: 978-3-7526-0350-7) und "Papperlapapp - Verlorene Illusionen" (ISBN: 978-3-7543-4592-4), die er unter seinem Geburtsnamen Stefan Schumacher selbst veröffentlicht hat, geht es um Menschen, die sich in ihrem Leben verlaufen haben. Konkret handelt es sich dabei um Männer, die an akuter Daseinsermüdung leiden oder sich um die Träume ihrer Jugend betrogen fühlen. Daneben hat er gemeinsam mit einigen Kollegen und einer Kollegin ein Fachbuch über künstliche Intelligenz veröffentlicht: "Actuarial Data Science - Maschinelles Lernen in der Versicherung", de Gruyter Verlag (ISBN: 978-3-1106-5928-3). Diesem Thema widmet er sich auch in seinen folgenden Romanen "Hybrid Men - Verlorene Gewissheiten / Gewisse Verlorenheiten" und "Black Magic Box - Die Erfindung der künstlichen Intelligenz". In seinem Brotberuf als Mathematiker beschäftigt er sich mit künstlicher Intelligenz, konkret mit Data Science und maschinellem Lernen. Dies lehrt er auch an einer Akademie und einer Hochschule. Bis zu dem Tag, an dem er seinen bescheidenen Lebensunterhalt aus seinen Bucheinnahmen bestreiten kann, wird er weiterhin als Angestellter in einem bekannten Softwareunternehmen tätig sein.

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KAPITEL 1
Black Magic Box New York City (NYC) – Gegenwart, Januar Anne zieht die Kapuze noch ein Stück tiefer ins Gesicht, als sie um die Häuserecke biegt und ihr ein eisiger Wind entgegenweht. Es ist Mitte Januar und immer noch bitterkalt, und sie ist froh, dass sie nun gleich da ist. Sie liebt diese Stadt, vor allem die Upper-Eastside und den Park, aber die Winter hier sind härter als anderswo, bildet sie sich ein, und die Sommer heißer. Endlich ist sie da. Sie durchquert das Eingangsportal, winkt dem freundlichen Portier kurz zu, wickelt sich aus ihrem ellenlangen Schal, streift die Kapuze ab und schüttelt ihr langes blondes, feuchtes Haar. Der Lift bringt sie in die sechzehnte Etage wie schon so oft zuvor, und sogleich steht sie in dem kleinen Apartment, wo die anderen sie bereits erwarten. Die beiden kleinen Räume und die winzige Kochnische sind voll mit jungen Leuten und die Musik ist in dem Stimmengewirr kaum erkennbar. Da kein Haken an der Garderobe frei ist, wirft Anne ihre dicke Daunenjacke auf einen Haufen, den Schal und die nassen Fäustlinge hinterher. Dann streift sie ihr Kleid glatt, lächelt kurz ihr Spiegelbild an und stürzt sich ins Getümmel. In einer Ecke entdeckt sie Jane, ihre beste Freundin seit jeher, die gerade von einem langhaarigen Nerd in ihrem Alter vollgequatscht wird. Als sie Anne entdeckt, winkt sie ihr zu, lässt den Typen kurzerhand stehen und kommt zu ihr. Nachdem sie sich fest gedrückt haben, verdreht Jane die Augen. „Oh Mann, der Typ ging mir vielleicht auf die Nerven. Danke, dass du mich gerettet hast.“ Anne nickt verstehend. „Gewöhn dich schon mal dran, das sind die Jungs, mit denen wir später zusammenarbeiten müssen.“ Sie schaut sich um. Dann hebt sie kurz die Hand, in der sie eine kleine Schachtel hält. „Wo ist denn unsere Gastgeberin? Ich habe noch ein Geschenk für sie.“ „Vorhin habe ich sie noch mit Catherine in der Küche gesehen“, antwortet Jane, nimmt Annes freie Hand und zieht sie hinter sich her zu der Kochnische in dem anderen Zimmer. Während Anne hinter ihrer Freundin her läuft, scannt sie kurz den Raum und stellt sogleich fest, dass keiner der Typen in ihr Beuteschema passt. ‚Auch gut‘, denkt sie. ‚Dann bin ich morgen wenigstens ausgeschlafen zu dem großen Ereignis.‘ In der Kochnische treffen sie tatsächlich auf Anna und Catherine, die sie sofort überschwänglich begrüßen. Anne überreicht ihr Geschenk und Anna bedankt sich höflich. Dann verzieht sie das Gesicht und eine Träne läuft ihr über die Wange. Anne nimmt sie vorsichtig in die Arme und flüstert: „Wir werden dich vermissen, Süße, aber niemals vergessen, versprochen!“ Catherine steht dicht daneben und ergänzt: „Und wir bleiben in Kontakt, jeden Tag.“ Jane hat offenbar das Bedürfnis, auch irgendetwas Tröstliches zu sagen. „Und vielleicht kommen wir dich bald mal besuchen. Paris muss wunderbar sein, vor allem im Sommer.“ Anna wischt sich noch eine Träne aus dem Gesicht, dann versucht sie ein Lächeln. „Ihr seid lieb und ich bin sehr glücklich, euch zu Freundinnen zu haben. Und im Seminar sehen wir uns ja auch weiterhin, wenn auch nur online.“ Dann deutet sie mit der Hand in den Raum und ergänzt: „So, und jetzt lasst uns feiern!“ Im selben Moment ist sie in der Menge verschwunden. „Wir hätten nicht zulassen dürfen, dass sie fortgeht“, murmelt Catherine und Jane ergänzt: „Ohne sie wird es nur noch halb so lustig sein an der Uni und auf den Partys.“ Anne nickt. Lange haben sie versucht, Anna von ihrem Plan abzuhalten, an der Sorbonne weiter zu studieren und dort ihren Master zu machen. Aber dann hat sie ein Stipendium von irgendeiner Stiftung und eine Zusage aus Paris erhalten. Anna war überglücklich, zurück nach Europa zu kommen, und gerade Paris ist immer ihr Traum gewesen. Und sie freut sich, wieder näher bei ihrer Familie zu sein. Ihre Eltern – wie auch ihre beiden Schwestern, an denen sie sehr hängt – leben in Düsseldorf in Deutschland, wo Anna herkommt. ‚Und von Paris bis Düsseldorf sind es nur vier Stunden mit dem Zug‘, hat Anna ihren Freundinnen erklärt, die sich darüber wunderten, dass in Deutschland auch Dörfer einen Bahnhof haben. In ihre Gedanken hinein bemerkt Anne einen flüchtigen Schatten am anderen Ende des Raums. Ehe sie es realisiert, spürt sie Janes zarte Hand auf ihrer Schulter. „Ganz tief einatmen, meine Liebe, und keine Panik!“, flüstert ihre Freundin. Und dann steht er auch schon vor ihnen und wirft ihnen beiden ein hinreißendes Lachen zu. Anne wird es schwindelig und sie sucht einen Halt, an dem sie sich abstützen kann. Jane bemerkt es sofort und hält ihre Hand ganz fest. „Tag die Damen, schön, euch hier zu treffen!“, flötet er ihnen entgegen. Anne öffnet den Mund, um etwas zu erwidern, aber es kommt kein Ton aus ihr heraus. Das ist ganz und gar untypisch für sie. Eigentlich ist sie für ihre offene Art und ihre Schlagfertigkeit bekannt. Aber bei Henry versagen alle ihre Reaktionen. Immer wenn sie ihn trifft, erwacht dieses kleine lästige Tier in ihrer Kehle, das all die klugen Worte frisst, bevor sie aus ihrem Mund herauskommen. Tatsächlich hat sie noch nie ein auch nur halbwegs normales Gespräch mit ihm geführt und er hält sie ganz sicher für vollkommen meschugge. Zum Glück lässt sein Charme Jane völlig kalt, sodass sie die Konversation übernimmt, sich freundlich nach Katharina erkundigt und noch allerlei Weiteres zum Smalltalk beiträgt, was Anne nur von fern mitbekommt, weil sich um sie herum gerade alles in einem diffusen Unfug aufzulösen beginnt. Als sie Henry das erste Mal traf, damals auf Katharinas Geburtstagsfeier, hat sie sich sofort vollumfänglich in ihn verknallt. Er schien ihr genau der Mann, nach dem sie schon lange gesucht hat, einfach perfekt für sie. Leider hat er keinerlei Notiz von ihr genommen und hatte nur Augen für seine neue Freundin Katharina. Die hat ihn stolz ihren Freundinnen vorgestellt. Damals hatte Anne noch den Plan, Henry irgendwann für sich zu gewinnen. Aber das scheint ganz und gar aussichtslos, denn er und Katharina sind das Traumpaar schlechthin und inzwischen wohnen sie zusammen in Henrys palastartigem Appartement in Greenwich Village und werden wohl bald heiraten. Zudem ist Katharina eine gute, wenn auch nicht ihre beste Freundin. Und diese erscheint nun gerade ebenfalls bei den anderen. Strahlend schön mit ihrem dunklen Teint und einem Strahlen im Gesicht begrüßt sie ihre Freundinnen. So stehen sie kurz beieinander, bevor sich Katharina und Henry ebenfalls ins Getümmel stürzen, wo inzwischen getanzt wird. „Geht’s wieder?“, fragt Jane besorgt, und Catherine kann ein Grinsen nicht verbergen. Alle wissen, dass Anne Henry liebt, außer er selbst natürlich und Katharina. Anne nickt. „Danke, dass du mich gehalten und für uns gesprochen hast!“ Catherine reicht ihren beiden Freundinnen je ein Glas Wein und dann stoßen sie an. „Jetzt sind nur noch wir drei übrig. Unser Nesthäkchen in Paris, Katinka bald verheiratet und wir alten Jungfern bleiben einsam zurück“, führt Catherine aus. Jane wackelt verwundert mit dem Kopf. „Habe ich etwas verpasst? Hat mein Bruder mit dir Schluss gemacht? Wo ist Thomas überhaupt?“ Catherine schüttelt den Kopf und lacht. „Nee, alles gut, der Streber lernt für seine Prüfung nächste Woche, und das mit den Jungfern meine ich im übertragenen Sinne.“ Jane geht nicht darauf ein und wechselt spontan das Thema. „Und wie läuft’s mit euren Hausarbeiten?“ Catherine zuckt mit den Schultern. „Läuft! Klára Dan war eine sehr beeindruckende Frau und sie hat Immenses geleistet. Ist schon irgendwie fies, dass man sie heute nur noch als zweite Ehefrau von John von Neumann in Erinnerung hat.“ „Und wie kommst du mit deinem Referat über Ada Lovelace voran?“, fragt Jane an Anne gerichtet. Diese rollt mit den Augen. „Frag nicht. Ich hätte den Kurs vielleicht nicht belegen sollen. Meiner unmaßgeblichen Meinung nach wird diese Ada nämlich ganz erheblich überschätzt – von wegen erste Programmiererin und so.“ Auf Annes Stirn erscheint eine Falte, bevor sie in ihrer Klage fortfährt. „Die Gute fühlt sich selbst so toll und plustert sich in einem fort auf, nur weil sie Queen Victoria persönlich getroffen und Prinz Albert sie umschwärmt hat. Hätte ich geahnt, was für eine aufgeblasene Pute sie war, hätte ich ein anderes Thema gewählt.“ „Ups, das tut mir leid. Eigentlich dachte ich, du hättest das beste Thema. Kannst du nicht vielleicht noch wechseln?“ „Nee, hab‘ ich schon versucht, aber Bessie lässt nicht mit sich reden. Sie meint, Professorin...



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