E-Book, Deutsch, 636 Seiten
Reinhardt Georg Herwegh. Eine Biographie
1. Auflage 2020
ISBN: 978-3-8353-4544-7
Verlag: Wallstein
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark
Seine Zeit – unsere Geschichte
E-Book, Deutsch, 636 Seiten
ISBN: 978-3-8353-4544-7
Verlag: Wallstein
Format: PDF
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'Von den Mächtigen verfolgt, Von den Knechten gehaßt, Von den Meisten verkannt, Von den Seinen geliebt.'
Die 'Gedichte eines Lebendigen' machten den Stuttgarter Lyriker Georg Herwegh über Nacht zum populärsten Freiheitssänger, dessen Lieder die Märzrevolution von 1848 vorbereiteten. Im April 1848 scheiterte er mit revolutionären Freischärlern in Baden. Fortan als Salonkommunist und Nutznießer seiner Frau Emma gesellschaftlich verachtet, geriet er in depressive Phasen, die er durch natur- und sprachwissenschaftliche Studien überwand. Stephan Reinhardts Biographie korrigiert quellenbasiert das Bild, das von Georg Herwegh überliefert ist. Zeit seines Lebens stand der Dichter an der Seite der Freiheitsliebenden. Nicht nur verfolgte er die sozialistischen Theorien von Weitling bis Marx, im Züricher Exil freundete er sich mit Richard Wagner an und blieb ein genauer Beobachter der politischen Verhältnisse. Herwegh klagte das allgemeine 'Kriegsidiotentum' an. Der Preis, den er dafür zahlte, war Ausgrenzung. Reinhardts Panorama stellt einen Sozialisten, Pazifisten und Europäer vor, der heute wieder aktuell ist: in seinen Texten gegen völkisch-nationalistisches Denken sowie gegen den damals wie heute ins Absurde gesteigerten sozialen Unterschied zwischen Arm und Reich, Kapital und Arbeit.
Georg Herwegh (1817-1875) wurde mit den 'Gedichten eines Lebendigen' (1841) berühmt. Als er im April 1848 mit revolutionären Freischärlern in Baden scheiterte, wurde er als Salonkommunist diffamiert. Seine Publizistik gegen die Kriegspolitik Bismarcks und Wilhelms I. handelte ihm den Ruf des 'Nestbeschmutzers' ein.
Autoren/Hrsg.
Fachgebiete
- Geisteswissenschaften Literaturwissenschaft Literaturwissenschaft: Lyrik und Dichter
- Geisteswissenschaften Literaturwissenschaft Einzelne Autoren: Monographien & Biographien
- Wirtschaftswissenschaften Volkswirtschaftslehre Wirtschaftssysteme, Wirtschaftsstrukturen
- Sozialwissenschaften Politikwissenschaft Politische Ideologien Marxismus, Kommunismus
Weitere Infos & Material
1;Umschlag;1
2;Titel;4
3;Inhalt;6
4;Vorwort;8
5;Teil 1: Vormärz in Wu?rttemberg. Desertion. Exil in der Schweiz. 1817–1843;12
5.1;1. Kindheit und Jugend;12
5.2;2. Abbruch des Studiums – Freier Schriftsteller in Stuttgart;33
5.3;3. Desertion und Flucht in die Schweiz;44
5.4;4. Von Emmishofen nach Zu?rich – Redakteur der »Volkshalle«;64
5.5;5. »Gedichte eines Lebendigen«;85
5.6;6. Große Deutschlandreise;125
5.7;7. Zuru?ck in Zu?rich;167
6;Teil 2: Paris. 1843–1849;190
6.1;8. Zweiter Parisaufenthalt;190
6.2;9. Fichtes »Menschenrecht auf Revolution« und Herweghs »Es kommt ein Tag, da wird Euch Fu?rsten grauen!«;215
6.3;10. Die »soziale Frage« spitzte sich zu;239
6.4;11. Revolutionsjahre 1848/49;268
6.5;12. Der »Heckerzug« und Herweghs »Legion«;304
6.6;13. Herwegh und Herzen;320
7;Teil 3: Genf. Nizza. Zu?rich. 1851–1866;338
7.1;14. Romantische Liebe – Irrungen und Wirrungen;338
7.2;15. Herweghs Ru?ckkehr nach Zu?rich – Herwegh und Wagner, Freundschaft zweier »Kommunisten«;354
7.3;16. Emmas Ru?ckkehr;379
7.4;17. Herwegh und Lassalle – »Bundeslied« des »Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins«;437
7.5;18. »Eisen und Blut«;450
8;Teil 4. Baden-Baden 1866–1875;486
8.1;19. Generalamnestie – Ru?ckkehr nach Deutschland;486
8.2;20. Mitglied der »Sozialistischen Arbeiterpartei«;506
8.3;21. »Code Bismarck«: »Schafott« und Krieg;514
8.4;22. »Kriegsidiotentum« und »Gewalt« nach außen wie nach innen: die Pariser Kommune;537
8.5;23. Stehe »im Solde der bekannten französischen Idee von 89«;555
8.6;24. Herwegh starb in Baden-Baden, »allgemein beliebt«;570
9;Nachtrag;576
10;Anmerkungen;578
11;Zeittafel;606
12;Literatur;612
13;Bildnachweis;625
14;Dank;627
15;Personenregister;628
16;Impressum;637