Schwarz | Maddrax - Folge 261 | E-Book | sack.de
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E-Book, Deutsch, Band 261, 64 Seiten

Reihe: Maddrax

Schwarz Maddrax - Folge 261

Ein falscher Engel
1. Auflage 2010
ISBN: 978-3-8387-0560-6
Verlag: Bastei Lübbe
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

Ein falscher Engel

E-Book, Deutsch, Band 261, 64 Seiten

Reihe: Maddrax

ISBN: 978-3-8387-0560-6
Verlag: Bastei Lübbe
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Ihr größter Schatz ist das Bildnis eines weißhaarigen, rotäugigen Albinos, eines hehren Streiter des Lichts - ihres Aynjels, der auf sie wartet und bei dem sie Frieden finden wird. Davon ist Ninian überzeugt, und deshalb sucht sie ihn seit Jahren. In Meeraka erfuhr sie seinen Namen: Rulfan. Sie weiß nicht, dass ihr Bild nur der abgerissene Einband eines Fantasy-Taschenbuches um den Helden Elric von Melniboné ist. Genauso wenig wie Rulfan ahnt, dass eine Auftragskillerin ihn sucht, weil sie einen Engel in ihm sieht. Er wird es bald erfahren...
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"Ein falscher Engel (S. 3-4)

3. Januar 2526

„Jetzt willste mich doch sicher verarschen, oder? Kein Problem, der alte Gallo ist immer für’n Spaß zu haben.“ Gallo, Chieftain des Freesa-Clans, entblößte sein lückenhaftes Gebiss. Sein Grinsen geriet aber zur gequälten Grimasse. Denn er wusste genau, dass sein Gegenüber es durchaus ernst meinte. „Sehe ich aus, als ob ich Späße mit dir machen wollte?“, bestätigte Alastar und sah ihn aus seinem verbliebenen rechten Auge so kalt, fast feindselig an, dass der Chieftain unwillkürlich schauderte. „Ich sage es noch einmal, Gallo: Die Stadtherren von Glesgo kündigen ab sofort den Uisge-Liefervertrag mit den Freesas. Künftig werden wir das Lebenswasser der Mecgregers beziehen.“

Aus Gallos Gesicht wich mit einem Schlag sämtliche Farbe. Der Chieftain wirkte plötzlich weiß wie eine gekalkte Wand. Unwillkürlich langte er mit beiden Händen zum Bont, der flachen Kappe, die die Highlander aller Clans zu offiziellen Anlässen trugen, und schob sie auf seinen verfilzten braunen Haaren hin und her. Dabei erwischte er die grüne Straußenfeder des Chieftains und knickte sie mit seinen mächtigen Pratzen ab. Er konnte nicht verhindern, dass seine Hände zitterten, als er den Bont wieder losließ. Gallos Blicke wanderten zu Lees, dem Barden, der sein engster Berater und Stellvertreter war.

Lees, mit roter Feder auf dem Bont und wie Gallo im rotgrünblauen Tart, der aus einem langärmligen Hemd und einem knielangen Rock mit einem Kordelgeflecht um die Hüften bestand, schaute nicht weniger entsetzt drein als der Chieftain. Die Luft, die plötzlich im Raum herrschte, war so dick, dass man sie mit Gallos Schwert hätte schneiden können. Gallo konnte den Anblick des Baards nur ein paar Sekundenbruchteile ertragen. Zu sehr erinnerte er ihn daran, wie er wohl im Moment gerade aussah. Geht nicht. Ich bin’n Chieftain und darf nicht wie ’ne schwache Woom sein … Gallo versuchte sich zusammenzureißen.

Er setzte sich aufrecht hin und musterte die Abordnung der Glesgoer1 Stadtherren. Sein Entsetzen wandelte sich in Wut, als er Alastars Blick begegnete. Funkelte da nicht blanker Hohn im Auge des extrem dünnen und weit über eine Speerlänge2 hohen Mannes, dessen dünne schwarze Haare bis zu den Knien hinunter hingen und durch dessen linke Gesichtshälfte eine dicke feuerrote Narbe ging? Gallo spürte den Drang in sich aufsteigen, der Bohnenstange mit der totenschädelähnlichen Visage an die Gurgel zu gehen und so lange zuzudrücken, bis sie die letzte Zuckung in seinen Pranken getan hatte."



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