E-Book, Deutsch, 176 Seiten
Reihe: Whitebooks
Sciortino In 6 Schritten Webinare der Extraklasse gestalten
1. Auflage 2023
ISBN: 978-3-96740-270-4
Verlag: GABAL
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
So begeisterst du dein Publikum | (Mit digitalen Zusatzinhalten zum Buch)
E-Book, Deutsch, 176 Seiten
Reihe: Whitebooks
ISBN: 978-3-96740-270-4
Verlag: GABAL
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Das eigene Webinar professionell erstellen und durchführen
- Das umfassende Grundlagenwerk, basierend auf aktuellen Erkenntnissen und didaktischen Methoden
- Inhalte ansprechend visualisieren: Plattformen, Tools und Optik
- Lernen mit allen Sinnen: umfangreiche digitale Zusatzinhalte zum BuchEin Webinar ist ein großartiges Medium, um komplexe Inhalte mit anderen zu teilen und sie von Ihnen und Ihrem Unternehmen zu begeistern und zu überzeugen. Damit dies auch Ihnen gelingt, stellt Raffaele Sciortino in diesem Buch sein Strukturmodell vor, das er nach neuesten neurodidaktischen Erkenntnissen entwickelt hat. Wie in einem Workshop leitet er Sie in sechs Schritten durch Konzeption und visuelle Umsetzung eines auf Ihre Zielgruppe zugeschnittenen Webinars, zeigt Ihnen, wie Sie sich auf eine gelungene Präsentation vorbereiten und welche Voraussetzungen für eine gute und authentische "Show" vonnöten sind.
Zu jedem der Schritte gibt es viele digitale Zusatzangebote wie Checklisten, virtuelle Pinnwände und Videos. So können Sie innerhalb kürzester Zeit Ihr eigenes professionelles Webinar erstellen und durchführen und so auch Ihre Teilnehmenden begeistern.
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Schritt 1 Definiere deine Idee und deine Zielgruppe
SCHRITT 1 auf dem Weg zum begeisternden Webinar: In diesem Kapitel lernst du, deine Idee zu präzisieren, deine Zielgruppe genau zu definieren und zu analysieren und dein Angebot so auf Maß zu schneidern. Dies ist die Basisarbeit, um die richtigen Menschen einzuladen und den Erfolg deines Webinars messbar zu machen. Was möchtest du erreichen?
Jeder startet an einem anderen Punkt. Es macht einen Unterschied, ob du deine bisherigen Vor-Ort-Seminare in den digitalen Raum verlegen möchtest oder ohne jegliche Erfahrung mit einer neuen Idee startest. Ob deine Teilnehmenden aus eigenem Antrieb mitmachen oder von ihrem Arbeitgeber geschickt werden. Ob es dir um reine Wissensvermittlung geht oder ob du eine Dienstleistung oder ein Produkt vorstellen, erklären und verkaufen möchtest. Was auch immer deine Grundvoraussetzung ist: Sei dir über die Bedeutung für den Aufbau deines Webinars im Vorfeld so klar wie möglich. Je konkreter du deine Ziele formulierst, desto messbarer sind sie, und damit der Erfolg deines Webinars. Wer nicht genau weiß, wohin er will, braucht sich nicht zu wundern, wenn er ganz woanders ankommt. MARK TWAIN Um ein Ziel klar zu definieren, ist es wichtig, sich im Vorfeld zu überlegen: Woran kann ich das Ergebnis meines Webinars messen? Woran erkenne ich, dass ich die Menschen erreicht habe? Dass ich mit meinem Webinar das erreicht habe, was ich wollte? Es gibt eine Reihe von Methoden und Instrumenten, die dir bei der Beantwortung der Fragen helfen. Definition der Webinar-Ziele
Wenn es darum geht, meine Webinar-Ziele präzise zu definieren, bediene ich mich folgender Kriterien nach Robert F. Mager1. Dabei bestimme ich das Ziel meines Webinars von Schritt zu Schritt genauer. 1. Was tun? Um welchen Inhalt handelt es sich und was sollen die Teilnehmenden nach meinem Webinar tun können (Endverhalten)? BEISPIEL. „Nach diesem Webinar werden die Teilnehmenden in der Lage sein, ein Webinar zu planen, zu strukturieren und via MS Teams und PowerPoint durchzuführen.“ 2. Womit? Unter welchen Bedingungen können meine Teilnehmenden das obige Endverhalten erbringen, was braucht es dafür? (Können sie das allein, ohne Hilfsmittel, mit welchen Hilfsmitteln, mithilfe des Skripts …?) BEISPIEL. „Nach diesem Webinar werden meine Teilnehmenden in der Lage sein, selbstständig ein Webinar zu planen, mithilfe einer Feinplanung zu strukturieren und via MS Teams und PowerPoint durchzuführen.“ 3. Wie gut? Welchen Beurteilungsmaßstab lege ich an? (Mindestens ein Kriterium.) Ich unterscheide: qualitativ (alles richtig, exakt, genau …?) quantitativ (mind. 5 Antworten gegeben, 3 Seiten gefüllt, 4 Beispiele gebracht …?) zeitlich (in 10 Minuten geschafft, Webinar max. 15 Minuten lang …?) BEISPIEL. „Nach diesem Webinar werden meine Teilnehmenden in der Lage sein, selbstständig ein mindestens einstündiges Webinar korrekt zu planen, mithilfe einer Feinplanung zu strukturieren und via MS Teams und PowerPoint erfolgreich durchzuführen.“ Diese Zielsetzung erstellte ich übrigens für meine Webinarserie: „Mit MS Teams deine Webinare erfolgreich gestalten. So geht’s!“ Eine weitere Methode, die ich für das Erstellen von Zielen nutze, ist die sogenannte SMART-Formel des US-amerikanischen Ökonomen Peter Drucker. Dabei muss dein Ziel so präzise wie möglich definiert sein: S Spezifisch – Was genau willst du erreichen? Wo soll das Ziel erreicht werden? Wer ist beteiligt? M Messbar – Deine Ziele müssen messbar sein: Wann ist das Ziel erreicht? Woran kann die Zielerreichung gemessen werden? A Akzeptiert – Dein Ziel soll motivierend sein: Wird es von allen Beteiligten akzeptiert? Ist es aktiv erreichbar? R Realistisch – Dein angestrebtes Ziel soll erreichbar sein: Ist es machbar? T Terminiert – Welchen Zeitrahmen setzt du dir, um dein Ziel zu erreichen? Du bist dran: Beginne jetzt mit den Notizen und beantworte die folgenden Fragen für dein Webinar. Deine Webinar-Ziele
Zu welchem Zweck möchtest du dieses Webinar halten: Geht es dir vorrangig um die Vermittlung von Informationen, Kompetenzen und Wissen? Möchtest du die Bekanntheit deines Unternehmens erhöhen, Imagearbeit und Kundenbindung betreiben? Möchtest du ein Produkt, ein Coaching oder eine Dienstleistung verkaufen? Geh die folgenden Punkte durch und formuliere anschließend dein Ziel. Von dem Ergebnis hängt dann auch die Ausrichtung deines Webinars ab: mehr Präsentation oder mehr Interaktion? Webinar zur Wissensvermittlung Geht es dir in erster Linie darum, Wissen zu teilen und Fertigkeiten zu vermitteln? Dann beachte die folgenden Punkte: Vorkenntnisse der Teilnehmenden Notiere dir ganz konkret, welche Kenntnisse und Fertigkeiten die Teilnehmenden deines Seminars am Ende erlangt haben sollen. Beim Thema Wissen ist es von entscheidender Bedeutung, auf welcher Basis du aufbauen möchtest. Über welches Grundlagenwissen sollten deine Teilnehmenden verfügen, damit du dort starten kannst, wo du planst? Welche Basiswissen-Lücken könnten vorhanden sein, die du als Fragen oder in der Vorbereitung berücksichtigen solltest? Kannst du deinen Teilnehmenden die Quellen deiner Aussagen nennen oder zur Verfügung stellen, damit sie selbstständig nachlesen können? „Lieber ein paar Fakten weniger anbieten und dafür nachhaltiger eintrainieren“, sollte die Devise sein. Die Quantität des Wissens sollte nie die Qualität überschreiten. TIPP. Geübte Seminarleiter haben das vermutlich schon im Blut. Wer neu im Metier ist, neigt allerdings zur Überfrachtung. Hab keine Angst, zu wenig anzubieten. Wichtig für die Teilnehmenden ist das Kernthema. Kannst du ihnen hier einen echten Mehrwert anbieten, werden sie es zu schätzen wissen, wenn du dieses Thema in der Tiefe behandelst, statt noch dieses und jenes mitzunehmen. Und den Mehrwert solltest du auf Herz und Nieren prüfen. Ist das wirklich spannend für andere? Was ist daran so spannend? Warum bist genau du der Experte dafür? Webinar-Titel Hast du dein Kernthema von allen Seiten abgeklopft und fixiert, solltest du einen guten Arbeitstitel dafür finden. Dein Kernthema wird in der Einladung und in der Agenda stehen. Formuliere es möglichst griffig und interessant. Eine These – auch wenn es eine steile ist – gehört dazu. „Alles über … “ klingt sicher weniger interessant als „10 falsche Annahmen über …“. Vermittelst du neben Wissen auch Können, sollte der Titel dieses auch widerspiegeln und dem Betrachter schmackhaft machen, dass auch er dieses Ziel – vielleicht sogar mit Leichtigkeit – erreichen kann. „Einfache Strategien“, „Tipps und Tricks“ oder „Neue Wege“ versprechen pfiffige Methoden und schnelles Lernen. Und für Zeitersparnis und Cleverness sind die meisten empfänglich. Interaktionen Ist die Vermittlung von Wissen und Können dein Hauptziel, solltest du ein hohes Maß an Interaktion einplanen. Denn Menschen lernen durch Selbermachen und Ausprobieren am besten. Und der Spaß erhöht die Motivation zusätzlich. „Menschen lernen am besten durch Selbermachen: Erkenntnisse ermöglichen!“ TIPP. Webled Learning „Webled Learning“ nennen wir das wbasierte Lehren und Lernen: eine besonders auf Wissenstransfer ausgerichtete Methode, bei der Online-Trainings mit modernem E-Learning verzahnt werden. Meine Teilnehmenden loggen sich in ein Lernmanagement(E-Learning)-System ein und arbeiten sich zunächst in die Thematik ein. Dann treffen wir uns im Webinar, werten Erkenntnisse aus bzw. entwickeln Kompetenzen weiter. Unternehmen, Bildungseinrichtungen, freiberufliche Trainer und Coaches nutzen vermehrt diese Methode, um einen höheren Praxistransfer zu erzielen. Ich arbeite grundsätzlich mit dieser Methode. Meine virtuellen Trainings werden von E-Learning-Sequenzen im Vor- und Nachfeld unterstützt. Diese habe ich in einem Lernmanagement-System (LMS) integriert. So kann ich meine Teilnehmenden während des gesamten Lernprozesses begleiten. Webinar zur Beratung und/oder Kundenbindung Soll das Webinar im Rahmen einer Kundenbindungsstrategie stattfinden, um...