Siebenmorgen | Risk Perception and Diversification Behavior in Investment Decisions | Buch | 978-3-89722-610-4 | sack.de

Buch, Deutsch, 178 Seiten

Siebenmorgen

Risk Perception and Diversification Behavior in Investment Decisions

Zugl. Diss.
Erscheinungsjahr 2001
ISBN: 978-3-89722-610-4
Verlag: Logos

Zugl. Diss.

Buch, Deutsch, 178 Seiten

ISBN: 978-3-89722-610-4
Verlag: Logos


Die Dissertation besteht aus einem einleitenden Kapitel, 3 Aufsätzen und einer Zusammenfassung. Sie ist englischsprachig verfasst und trägt den Titel "Risk Perception and Diversification Behavior in Investment Decisions".

Das erste Papier (Kapitel 2), welches gemeinsam mit Elke U. Weber und Martin Weber entstanden ist, beschreibt ein in den USA und Deutschland durchgeführtes Experiment unter Studenten zur Risikowahrnehmung und zum Auswahlprozess vonWertpapieren. Darin finden wir einerseits starke Framing-Effekte, die durch unterschiedliche Informationen (Art derDarstellung von historischen Renditen und Kenntnis über den Namen der Wertpapiere) getrieben sind. Andererseits lassensich wertpapierspezifische Effekte wie das Unterschätzen von Diversifikationseffekten, von Anleiherisiken und von Risikenheimischer Anlagen identifizieren. Schließlich zeigen wir, dass das "traditionelle" Risikomaß der Standardportfoliotheorie, die Standardabweichung, kein geeignetes Maß ist um den Stock-Picking-Prozess von Anlegern zu beschreiben. Vielmehr sind dievon uns erfassten subjektiven Risikoeinschätzungen - neben den Ertragserwartungen - gute erklärende Variablen desWertpapierauswahlprozesses.

Das zweite Papier (Kapitel 3, zusammen mit Martin Weber) vertieft den Aspekt des Investmenthorizonts bei derRisikowahrnehmung. Schon in der oben beschriebenen Studie waren erste Daten zu diesem Thema erfasst worden, die aberunzureichend waren. Deshalb haben wir in einem neuen Experiment Daten zur Risikowahrnehmung und zuInvestment-Entscheidungen für zwei verschiedene Investmenthorizonte (1 Jahr, 5 Jahre) erhoben. Wir finden in beidenDatensätzen, dass langfristige Risiken tendenziell unterschätzt werden. Neben anderen Framing-Effekten, für die wir wiederkontrollierten, finden wir auch einen Einfluss der Fristigkeit der dargestellten Renditen. Bei 5-Jahres-Renditen werden dieErtragschancen deutlich höher eingeschätzt als bei präsentierten 1-Jahres-Renditen. Spannend war natürlich wieder dieFrage, wie diese Effekte auf das Investitionsverhalten durchschlagen. In der Tat finden wir für den längeren Horizont und auchfür die präsentierten 5-Jahres-Renditen höhere Risikopositionen in den Portfolios. Weiterhin hat uns die Frage interessiert,was diese Verhaltensweisen treiben könnte. Wir dachten dabei an den Glauben an Mean Reversion und fragten deshalbzusätzlich bedingte Erwartungen (nach einem fiktiven Gewinn und nach einem fiktiven Verlust) ab. Interessanterweise sindwir mittels dieser Daten tatsächlich in der Lage, einen Zusammenhang zwischen dem Glauben an Mean Reversion und sowohlder reduzierten Wahrnehmung langfristiger Risiken als auch des erhöhten Risikos in langfristigen Portfolios nachzuweisen.

Im dritten Papier (Kapitel 4, zusammen mit Martin Weber) gehen wir der Frage des Diversifikationsverhaltens nach. Schon imersten Papier fanden wir, dass Diversifikationseffekte unterschätzt werden. Wir gingen deshalb mit den zwei grundlegendenHypothesen, dass (1) Anleger und auch Anlageberater Korrelationen bei der Risikowahrnehmung gänzlich außer Acht lassen,aber (2) eine Tendenz zur naiven Diversifikation zeigen, die wir durch eine einfache Zielgröße (Standardabweichung derPortfolioanteile) modellieren, an dieses Projekt heran. Nachdem wir in diesem Papier die Eigenschaft unseres neuenverhaltenswissenschaftlichen Portfoliomodells diskutiert haben, zeigen wir dass dieses Modell potentiell in der Lage ist, dasin der Literatur bekannte "Asset Allocation Puzzle" zu erklären. Um unsere Annahmen zu bestätigen, haben wir zudem inSüdwestdeutschland Anlageberater von Großbanken gebeten, sowohl deren Markterwartungen als auch derenPortfolioempfehlungen (für drei unterschiedlich risikoaverse Anleger) kundzutun. Es zeigt sich, dass unser Modell besser inder Lage ist, die erhoben Daten zu erklären als das Markowitz-Modell.

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