Strauch | Richterliche Urteilsfindung | Buch | 978-3-8252-5933-4 | sack.de

Buch, Deutsch, 152 Seiten, Format (B × H): 147 mm x 213 mm, Gewicht: 218 g

Reihe: UTB

Strauch

Richterliche Urteilsfindung

Methoden und Praktiken
1. Auflage 2023
ISBN: 978-3-8252-5933-4
Verlag: UTB GmbH

Methoden und Praktiken

Buch, Deutsch, 152 Seiten, Format (B × H): 147 mm x 213 mm, Gewicht: 218 g

Reihe: UTB

ISBN: 978-3-8252-5933-4
Verlag: UTB GmbH


Welche Methoden und Praktiken führen zur richterlichen Urteilsfindung?

Dieses Lehrbuch ist nicht primär durch den akademischen Blickwinkel, sondern durch Fragestellungen aus der richterlichen Praxis geprägt. Dabei wendet sich der Autor nicht nur an Richterinnen und Richter, sondern insbesondere an Referendare und Referendarinnen.

Das Ziel ist, den Prozess der Urteilsfindung in allen seinen Stationen, gerade in denen der Sachverhaltsermittlung, zu verstehen und so das eigene praktische Arbeiten besser zu strukturieren und verständlicher zu kommunizieren.

Strauch Richterliche Urteilsfindung jetzt bestellen!

Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


Einleitung 1
Teil A: Methode – Theorien und Praktiken 3
Kapitel 1: Akademische Methodenlehre vs. Methodenlehre richterlicher Fallbearbeitung 5
I. Die „akademische Methodenlehre“ und ihre Praxis 5
1. Erste wesentliche Differenz: Sachverhalt 6
2. Zweite wesentliche Differenz: „Recht“ aus akademischer und aus richterlicher Perspektive 7
II. Der Gerichtssaal als „Bühne“ und Kommunikationsraum 10
Kapitel 2: Die Methode der gerichtlichen Praxis – Struktur und Grundgedanken 12
I. Richterliche Praxis – Praktiken als Befund 12
II. Methode als Bündel richterlicher Praktiken, Regeln und Orientierungen 13
III. Zur Konzeption einer Methodenlehre der Praxis 14
1. Multiperspektivität der Fallbearbeitung 15
2. Multiperspektivität und Kohärenz 17
Teil B: Wahrnehmung und Fallverstehen 19
Kapitel 3: Prozesse der Wahrnehmung 21
I. Die basalen Mechanismen 21
II. Vorurteile und Vorverständnisse 23
III. Mechanismen sozialer Kognition 25
IV. Wahrnehmung und Mustererkennung – Grundlagen des Fallverstehens 27
Kapitel 4: Strukturen der Wahrnehmung im Spiegel der Sprache 29
I. Vagheit als Befund 29
II. Vagheit und Methode 29
Teil C: Sachverhalts- und Rechtsermittlung 31
Kapitel 5: Sachverhaltsermittlung: Kommunikation zwischen Zielgerichtetheit und Offenheit 33
I. Die ideale Kommunikationshaltung – geteilte Aufmerksamkeit 34
1. Hypothesenbildung 35
2. Zeugenvernehmung 36
II. Verhandlungsführung 37
1. Zur Amtsermittlung 38
2. Zum Beibringungsgrundsatz 39
3. Verhandlungsführung und „Richtertypen“ 40
4. Sachverhaltsermittlung mittels Recherche im Netz, insbesondere über Wikipedia 42
a) Zum Befund 42
b) Prozessrechtliche Vorgaben 43
Kapitel 6: Der Zeugenbeweis 44
I. Wahrnehmung und Sich-Erinnern – neurowissenschaftliche Grundlagen 45
II. Erste allgemeine Folgerungen für die Einschätzung von Zeugenaussagen 46
III. Die „Nullhypothese“ 49
IV. Wege der „Verifizierung“ 50
V. Das Problem der „falschen Erinnerung“ 52
Kapitel 7: Die Verknüpfung von Indizien 55
I. Zur Typologie der Verknüpfungen 56
II. Erfahrungssätze 56
1. „Allgemeine“ und sonstige Erfahrungssätze 57
2. Ausreichende oder notwendige Bedingung 57
3. Zum Umgang mit Wahrscheinlichkeiten 58
4. Fehleinschätzungen der Kausalität 60
III. Wissen, Erfahrung oder Annahmen? 61
1. Scheinbare Erfahrungssätze 61
2. Scheinbare Alternativlosigkeit 62
3. Richterlich gesetztes Erfahrungswissen 62
4. Der nächste Schritt: „Gesamtschau“ – „Gesamtwürdigung“ 63
Kapitel 8: Komplexe Verknüpfungen – „Gesamtschau“, „Gesamtwürdigung“ 64
I. „Gesamtschau“ und „Gesamtwürdigung“ aus revisionsrechtlicher Sicht 64
II. Die Wahrscheinlichkeitstheorie – eine allgemeine Lehre vom Indizienbeweis? 66
1. Das Modell 67
2. Die Grenzen des Modells 68
3. Fazit 69
III. „Gesamtschau“ – kognitive Mechanismen 69
1. Die prinzipiellen Schwierigkeiten 70
2. Strategie der Strukturierung 72
3. „Gesamtschau“ – Mustererkennung 73
Kapitel 9: Beweismaß und die freie richterliche Überzeugung 79
I. Die gesetzlichen Regelungen 79
II. Beweismaß – ein einheitlicher oder ein pragmatisch flexibler Maßstab? 81
III. Subjektive Überzeugung vs. Methode? 82
IV. Subjektive Gewissheit – Prozesse der Objektivierung 84
V. Die Verantwortung des Richters für seine „Gewissheit“ 85
Kapitel 10: Wege der Rechtsermittlung 87
I. Einordnung in Vergleichsfälle 88
II. Rechtsfindung und die „anerkannten Methoden der Gesetzesauslegung“ 89
1. Die neuere Rechtsprechung des BVerfG 90
2. Grundregeln zur richterlichen Gesetzesinterpretation 91
3. Zur Indizwirkung der Gesetzesmaterialien 92
III. Einordnung in einen dogmatischen Zusammenhang 93
1. Dogmatische Einordnung 93
2. Bildung einer neuen Regel 94
IV. Urteilsfindung und Gerechtigkeit – methodische Einordnungen 95
1. Subsumtionsprozesse 97
2. Prozesse der Abwägung 99
3. Verfahrens-Gerechtigkeit 101
Kapitel 11: Rechtssystem und richterliche Rechtserzeugung 104
I. Ausgangsthesen 104
II. Zur zentralen Rolle der Entscheidungsnorm 105
III. „Leitsatzrecht“ 106
IV. „Gesetz und Recht“ 106
V. Die Legitimationsfrage 107
VI. Rechtssystem und Hypertext 108
Teil D: Methode und Kohärenz 111
Kapitel 12: Urteilsfindung – Bedingungen einer kohärenten Entscheidung 113
I. Der theoretische Rahmen 113
II. Kohärenz von Sachverhalt, Gründen und Urteil 115
III. Kriterien der Kohärenz 115
IV. Sachverhalts- und Rechtsermittlung 117
1. Sachverhaltsermittlung 117
2. Rechtsanwendung 117
Nachwort: Praxis im Vordergrund – Theorie im Hintergrund 119
I. Die rechtstheoretischen Perspektiven 121
1. Die Kanones und ihr trügerischer Schematismus 121
2. Argumentationstheorien 123
3. Interpretations- vs. Argumentationstheorien? 124
II. Die philosophisch-theoretische Rahmung 125
1. Argumentationstheorien 125
2. Auslegungstheorien – Hermeneutik 126
III. Zur Notwendigkeit neuer theoretischer Perspektiven 129
Literaturverzeichnis 131
Abgekürzt zitierte Nachschlagewerke 138
Stichwortverzeichnis 139


Strauch, Hans-Joachim
Professor Dr. Hans-Joachim Strauch studierte Rechtswissenschaften und Philosophie in Frankfurt a M. und Genf; Richter am VG Frankfurt a. M. und am VGH Kassel; Gründungspräsident des VG Gießen; Richter am Bundesverwaltungsgericht; Gründungspräsident des Thüringer Oberverwaltungsgerichts a.D.; seit 2003 Honorarprofessor an der Friedrich-Schiller-Universität Jena für Verwaltungsrecht und Rechtstheorie.



Ihre Fragen, Wünsche oder Anmerkungen
Vorname*
Nachname*
Ihre E-Mail-Adresse*
Kundennr.
Ihre Nachricht*
Lediglich mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.
Wenn Sie die im Kontaktformular eingegebenen Daten durch Klick auf den nachfolgenden Button übersenden, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Ihr Angaben für die Beantwortung Ihrer Anfrage verwenden. Selbstverständlich werden Ihre Daten vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können der Verwendung Ihrer Daten jederzeit widersprechen. Das Datenhandling bei Sack Fachmedien erklären wir Ihnen in unserer Datenschutzerklärung.