Taylor / James / Winters | Romana Extra Band 122 | E-Book | sack.de
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E-Book, Deutsch, Band 122, 448 Seiten

Reihe: Romana Extra

Taylor / James / Winters Romana Extra Band 122


1. Auflage 2022
ISBN: 978-3-7515-0818-6
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 122, 448 Seiten

Reihe: Romana Extra

ISBN: 978-3-7515-0818-6
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



LIEBESZAUBER IN AMALFI von ANNE TAYLOR Nach einer schmerzlichen Enttäuschung hat Carolyn den Männern abgeschworen. Erst der italienische Graf Davide d'Oriza weckt wieder sehnsüchtiges Begehren in ihr. Doch Carolyn weiß, dass Davide immer noch um seine Ehefrau trauert. Warum nur wirft er ihr diese feurigen Blicke zu?VERBOTENE KÜSSE FÜR DIE PRINZESSIN von MELISSA JAMES Lia ist hin- und hergerissen zwischen Pflicht und brennendem Verlangen. Schon seit Jahren liebt sie den Feuerwehrmann Toby Winder. Als Prinzessin muss sie jedoch ihrem Land dienen und standesgemäß heiraten. Außerdem sieht Toby ohnehin nur die gute Freundin in ihr. Oder?DER SÜSSE DUFT DER SEHNSUCHT von REBECCA WINTERS Dieser Duft ist pure Magie ... Luc weiß, er sollte Jasmin keinen Kredit gewähren - doch ihre Parfümkreation könnte die Welt erobern. Ist es wirklich Geschäftssinn, aus dem er Millionen in ihre französische Firma steckt, oder hat ihr betörender Kuss seinen Verstand vernebelt?ROMANTISCHE STUNDEN IN DEINEN ARMEN von BECKY WICKS Cole Crawford wiederzusehen, ist das Letzte, was Jodie will! Vor Jahren brach er ihr das Herz. Aber um das Testament ihres verstorbenen Onkels zu erfüllen, muss sie sich mit dem charismatischen Tierarzt arrangieren. Bald stellt sie fest, dass Coles Wirkung auf sie ungebrochen ist...

Anne Taylor hat schon früh ihre Liebe zum Schreiben entdeckt. Bereits als Kind hat sie sich Geschichten ausgedacht und zu Papier gebracht. Lesen und Schreiben ist für sie wie eine Reise in andere Zeiten und Länder. In der Wirklichkeit reist Anne Taylor vorzugsweise nach Bella Italia. Ihr Traumland ist allerdings Australien. Am liebsten verbringt die Autorin ihre Zeit mit ihrer Familie und ihren Haustieren, einer Katze und einem Meerschweinchen.

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2. KAPITEL
„Samthandschuhe, Ms. Whitmore!“, bekräftigte Mr. Carringham zum wiederholten Male. Am Telefon klang seine Stimme noch penibler, als sie es sonst schon war. „Diese italienischen Adeligen wollen mit Samthandschuhen angefasst werden. Immerhin will der Conte d’Oriza einen Tizian zur Auktion einbringen, vergessen Sie das nicht. Eine solche Gelegenheit erhält man nicht alle Tage. Also vermeiden Sie bitte alles, was den Grafen in irgendeiner Weise irritieren könnte.“ „Natürlich, Mr. Carringham“, versicherte Carolyn ihrem Arbeitgeber. Eine Strähne ihres blonden Haares hatte sich aus dem Chignon gelöst und war ihr ins Gesicht gefallen. Mit einer erschöpften Geste strich sie die Haare wieder zurück. Sie war seit sechs Uhr früh auf den Beinen. In Heathrow hatte sie zwei Stunden auf ihren Flug nach Neapel gewartet, der aus unerfindlichen Gründen verspätet war. Nach der Zwischenlandung in Rom hatte sie weitere anderthalb Stunden in einem überfüllten Flieger gesessen, und jetzt suchte sie verzweifelt ein Taxi. Es war brütend heiß in Neapel, und ihr sorgfältig aufgebrachtes Make-up löste sich bei diesen Temperaturen langsam, aber sicher auf. Sie wollte eigentlich nichts anderes tun, als sich irgendwo hinzusetzen, die Beine auszustrecken und einen kühlen Drink zu genießen. Aber daran war im Moment nicht zu denken. Sie musste sehen, dass sie irgendwie nach Amalfi kam. Sie winkte einen Taxifahrer herbei und zeigte dem Mann den Zettel mit der Adresse, die sie von ihrem Chef bekommen hatte. Ihr Italienisch, das sie in der Schule gelernt hatte, war nicht perfekt, aber es reichte aus, um sich verständlich zu machen. Das war einer der Gründe, warum Mr. Carringham sie für diesen Auftrag ausgewählt hatte. Das und die Tatsache, dass sie in den letzten beiden Jahren, seit sie im Auktionshaus angefangen hatte, hundertfünfzig Prozent Einsatz gezeigt hatte. Die sich jetzt hoffentlich bezahlt machen würden. „Der Palazzo d’Oriza in Amalfi. Wie weit ist das? Wie lange?“ Der Mann wiegte abschätzend den Kopf. „Eine Stunde. Anderthalb. Bitte, Signorina, steigen Sie ein. Ich bringe Sie sicher dorthin. Kein Problem!“ Er schob ihren Koffer auf den Rücksitz seines alten Mercedes und öffnete die Beifahrertür für sie. Seufzend ließ Carolyn sich auf den Ledersitz gleiten. Möglicherweise war sie gerade im Begriff, sich von der Mafia entführen zu lassen, aber sie war zu erschöpft, um ernsthaft besorgt zu sein. Sollten sie sie ihretwegen entführen, solange sie dabei nur sitzen konnte. „Du bist zu gut zu ihr!“, stellte Marta mit missbilligendem Ton fest. Sie stand mit verschränkten Armen vor Davides Schreibtisch, wie üblich vollständig in Schwarz gekleidet und das Kinn kampflustig vorgereckt. Davide hob den Blick von seiner Arbeit und sah sie erstaunt an. „Was meinst du damit? Zu wem bin ich zu gut?“ „Zu Amelie. Du weißt, dass sie versucht, dich einzufangen. Sie ist kalt und berechnend. Wenn du weiterhin zulässt, dass sie dich umgarnt, wird es ihr irgendwann gelingen, verlass dich darauf!“ Das Lächeln auf seinen Lippen erstarb. „Das wird es nicht. Ich habe nicht vor, mich jemals wieder an eine Frau zu binden. Nicht nach allem, was passiert ist. Nicht, nachdem ich Cinzia verloren habe.“ „Unsinn!“, rief Marta streng. „Nur weil Amelie nicht die Richtige ist, heißt das nicht, dass du keine andere Frau ansehen sollst. Du bist noch jung. Gerade einmal fünfunddreißig. Ich habe dich nicht großgezogen, damit du dein Leben wegwirfst und dich in diesem Mausoleum vergräbst. Du hast Besseres verdient als das.“ „Cinzia …“ „Vergiss Cinzia!“, herrschte sie ihn an. „Cinzia war anmaßend, arrogant und selbstsüchtig. Sie hat dich nur deines Geldes wegen geheiratet, und das weißt du!“ Davide stand abrupt von seinem Schreibtisch auf. Wie konnte Marta es wagen … „Es steht dir nicht zu, so über meine Frau zu reden!“ „Es steht mir zu“, widersprach Marta trotzig. „Ich habe mich um dich gekümmert, seit du auf der Welt bist. Ich war es, die deine ersten Windeln gewechselt hat. Du bist nachts zu mir ins Bett gekrochen, nachdem deine Mutter …“ Sie machte eine wegwerfende Handbewegung. „Ich werde nie verstehen, wie eine Mutter ihr Kind zurücklassen kann, aber damit will ich jetzt nicht anfangen. Es geht mir um dich. Hör endlich auf, Trübsal zu blasen. Geh nach draußen, triff dich mit deinen Freunden, verlieb dich! Dafür ist das Leben da!“ „Nicht für mich. Egal, was du über Cinzia denken magst, ich habe sie geliebt. Mehr, als ich mir jemals vorstellen konnte. Aber ich habe sie mit meiner Eifersucht und meinem Kontrollzwang vertrieben. Ich habe sie in den Tod getrieben!“ Davide atmete heftig. Die Erinnerung an jenen verhängnisvollen Tag wurde wieder lebendig. Cinzias Stimme hallte in seinem Kopf wider: „Du erdrückst mich! Du nimmst mir die Luft zu atmen! Ich will dich nie wiedersehen!“ Jedes einzelne dieser Worte grub sich wie ein spitzer Dolch in sein Herz. „Es war ein Unfall! Sie ist gefahren wie eine Wahnsinnige, Gott weiß, warum. Sie kannte die Straße, die zum Palazzo hinaufführt, wusste, wie steil und gewunden sie ist. Und sie war nie eine besonders gute Autofahrerin.“ „Ich will nichts mehr davon hören!“, bekräftigte Davide noch einmal. Niemand konnte ihm die Schuld abnehmen, die er auf sich geladen hatte. Er musste damit leben, bis ans Ende seiner Tage. Verbittert fügte er hinzu: „Es ist der Fluch. Der Fluch der Familie d’Oriza! Er hat meinen Großvater getroffen, meinen Vater und jetzt auch mich.“ „Was für ein Quatsch!“, rief die grauhaarige Italienerin. „Deine Großmutter ist an einer Infektion im Kindbett gestorben. Es gab damals weit und breit kein Krankenhaus. Bis der Arzt endlich kam, war es zu spät. Und deine Mutter hat es vorgezogen, ihr Leben mit einem mittellosen Maler auf Korfu zu teilen. Sie war immer schon wankelmütig. Vielleicht war sie auch einfach zu jung für eine Ehe. Ich weiß es nicht. Es sollte nicht sein. Aber es ist kein Fluch.“ „Drei Generationen der d’Oriza haben ihre Ehefrauen verloren“, erinnerte Davide sie. „Für mich ist das so etwas wie ein Fluch.“ „Es ist Schicksal. Und vielleicht besser so. Sieh deinen Vater an. Er ist glücklich geworden, trotz allem. Manchmal braucht es eben einen zweiten Anlauf!“ „Du weißt, dass ich auch darüber nicht reden will“, stellte Davide kühl fest. Sein Vater war ein Kapitel für sich. Ein Conte, der in einer kleinen Mietwohnung mit dem ehemaligen Kindermädchen seines Sohnes zusammenlebte, in wilder Ehe … „Warum? Weil er das tut, was ihn glücklich macht, anstatt sich in sinnlosem Kummer zu ertränken so wie du?“ „Ich führe dieses Haus!“, herrschte Davide sie an. „Ich kümmere mich um alles, halte den Besitz zusammen. Zumindest kann mir niemand den Vorwurf machen, davongelaufen zu sein.“ Er funkelte Marta ärgerlich an. Auch wenn er sie sein ganzes Leben lang kannte und wie eine Mutter liebte, gingen sie Familienangelegenheiten nichts an. Es war seine Sache, wie er sein Leben führte. Marta zuckte gleichmütig mit den Schultern. „Und was hast du davon? Aber ich vergesse … das ist nicht meine Angelegenheit. Ich bin ja nur eine Angestellte …“ Impulsiv trat Davide hinter seinem Schreibtisch hervor und zog sie in seine Arme. „Das bist du nicht. Du bist alles, was ich noch habe, das weißt du doch! Aber ich muss allein mit Cinzias Verlust fertigwerden, sieh es doch ein!“ Sie tätschelte liebevoll seine Wange, als wäre er wieder der kleine Junge, der in der Küche auf ihrem Schoß saß und die Schüssel mit dem Kuchenteig leerschleckte. Eine Welle der Zärtlichkeit für seine piccola mamma, seine kleine Mama, wie er sie immer genannt hatte, erfüllte Davide. „Ich weiß ja, mein Junge. Ich weiß ja“, erklärte Marta sanft. „Aber ich mache mir Sorgen um dich. Ich möchte dich in guten Händen wissen, wenn ich …“ „Du wirst noch viele Jahre für mich sorgen können“, versicherte Davide ihr. „Ich verlasse mich darauf!“ Ein schmerzhafter Druck presste seinen Brustkorb zusammen. Das brennende Gefühl des Verlusts begleitete ihn schon sein ganzes Leben lang. Wenn er auch noch Marta verlor, hatte er niemanden mehr. Nachdenklich blickte er um sich. Dann würde der Palazzo d’Oriza nur noch ein Ort der Erinnerung sein, gefüllt mit den Gespenstern der Vergangenheit. Es kam Carolyn vor, als würde sie in eine fremde Welt eintauchen. Neapel war erfüllt von Gestank, Lärm und Gedränge. Alle Bewohner der Stadt schienen sich in den Straßen aufzuhalten, Autos hupten, Motorroller schlängelten sich mit halsbrecherischen Manövern zwischen den anderen Fahrzeugen hindurch. Als sie das Stadtzentrum hinter sich ließen, konnte sie in der Ferne den Vesuv erkennen. Wie ein mächtiger Kegel erhob sich der Vulkan aus der Ebene, sein Gipfel lag in einer weißen Wolkenbank verborgen. Der Vesuv war immer noch aktiv. Sein letzter Ausbruch ereignete sich 1944, und es wurde befürchtet, dass neuerliche Eruptionen in der nahen Zukunft durchaus möglich waren. Carolyn erschauderte bei dem Anblick. Der Ausdruck „Tanz auf dem Vulkan“ kam ihr in den Sinn. Wie mochte es wohl sein, im Schatten einer solchen Bedrohung zu leben? Kam vielleicht daher die sprichwörtliche neapolitanische Lebensfreude? Das Glück, allen Widrigkeiten zum Trotz am Leben zu sein? Sie wusste selbst nicht, warum ihr bei diesem Gedanken Andrew einfiel. Ihr Ex. Vielleicht, weil auch sie...



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