Taylor | Zaubernächte in den Armen des Scheichs | E-Book | sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 212024, 144 Seiten

Reihe: Julia

Taylor Zaubernächte in den Armen des Scheichs


1. Auflage 2024
ISBN: 978-3-7515-2506-0
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 212024, 144 Seiten

Reihe: Julia

ISBN: 978-3-7515-2506-0
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Scheich Caleb muss schnellstens heiraten, sonst verliert er den Thron. Nur wen? Da sucht eine betörend schöne Reiterin während eines Sandsturms Schutz in seinem Palast. Lia ist die Königin des Nachbarlandes, auch sie muss heiraten und die Thronfolge sichern - eine Zweckehe scheint für beide die Lösung! Doch schon bald sprühen tatsächlich sinnliche Funken zwischen ihnen, überraschend fühlt Caleb sich immer mehr zu Lia hingezogen. Aber nach einem ersten sinnlichen Kuss weist sie ihn unvermittelt wieder zurück. Liebt sie etwa heimlich einen anderen?

Anne Taylor hat schon früh ihre Liebe zum Schreiben entdeckt. Bereits als Kind hat sie sich Geschichten ausgedacht und zu Papier gebracht. Lesen und Schreiben ist für sie wie eine Reise in andere Zeiten und Länder. In der Wirklichkeit reist Anne Taylor vorzugsweise nach Bella Italia. Ihr Traumland ist allerdings Australien. Am liebsten verbringt die Autorin ihre Zeit mit ihrer Familie und ihren Haustieren, einer Katze und einem Meerschweinchen.

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1.KAPITEL
„Keine Veränderung?“ Angespannt wartete Lia auf die Antwort des Arztes. Sie war von der Liege, auf der er die Untersuchung durchgeführt hatte, aufgestanden und steckte ihr Shirt wieder in den Bund ihrer Hose. Wie immer trug sie bequeme Jeans, auch wenn sich das nicht unbedingt für eine Königin ziemte. Dann folgte sie Dr. Madir zu seinem Schreibtisch. Der grauhaarige Mann schüttelte bedächtig den Kopf. „Keine Veränderung“, erklärte er mit einem Anflug von Bedauern in der Stimme. „Aber das war leider auch nicht zu erwarten, wie Sie wissen, Majestät.“ Ja, natürlich … Lia seufzte. Es war nicht zu erwarten gewesen. Schon früh hatten die Ärzte ihr wenig bis keine Hoffnung gemacht. Ihre Nieren waren unwiderruflich geschädigt, durch eine schwere Scharlach-Erkrankung in ihrer Jugend. Sie hatte Glück gehabt, zu überleben. Eine chronische Nieren-Insuffizienz, wie sie bei ihr vorlag, war irreversibel, das wusste sie nur zu gut. Trotzdem hoffte sie immer wieder auf eine Verbesserung ihres Zustandes, wenn die regelmäßige Kontroll-Untersuchung anstand. „Eine Transplantation …?“, wagte sie einzuwerfen. „Eine Transplantation sollte man nur als letzte Möglichkeit in Erwägung ziehen“, erklärte Dr. Madir, ihr Leibarzt, geduldig. „Sie birgt durchaus Gefahren und auch ein neues Organ ist keine Garanti für eine problemlose Schwangerschaft. Sie müssten ihr ganzes Leben lang starke Medikamente einnehmen, um eine Abstoßung des Organs zu verhindern. Ein Fötus könnte dadurch irreparabel geschädigt werden. Deshalb sollten Sie nicht leichtfertig Ihre eigene Gesundheit aufs Spiel setzen. Solange Ihre Nieren funktionieren – wenn auch nur eingeschränkt –, können Sie ein weitgehend normales Leben führen.“ „Aber nicht schwanger werden!“ „Es ist nicht ratsam. Es wäre eine zu große Belastung für den gesamten Organismus. Dennoch gibt es Möglichkeiten. Eine Leihmutterschaft?“ Er sah sie freundlich an. Sein faltiges Gesicht trug einen Ausdruck liebevoller Besorgnis zur Schau. Dr. Madir kannte Lia schon ihr ganzes Leben lang. Er hatte sie damals, als Sechzehnjährige, behandelt und um ihr Leben gekämpft, als der Scharlach Komplikationen verursacht hatte. Sie wusste, dass sie ihm voll und ganz vertrauen konnte. Nur Wunder – die konnte auch er nicht vollbringen! Sie schüttelte den Kopf. „Ich weiß nicht, was das für die Thronfolge bedeuten würde. Außerdem …“ Sie brach ab. Außerdem wäre es nicht dasselbe. Will ich ein Kind nur deshalb, um zu beweisen, dass ich eine richtige Frau bin? fragte sie sich. Schon möglich. Sehnte man sich nicht immer ganz besonders nach den Dingen, die man nicht haben konnte? Doch sie musste auch an die Konsequenzen für ihre Familiendynastie denken. Als Königin von Zaafir trug sie die Verantwortung für ein ganzes Land. Auch wenn es vermutlich noch stärkere Konsequenzen hätte, gar keine Kinder haben zu können. Aber mit diesen Problemen wollte sie sich im Augenblick nicht befassen. Noch hatte sie die Hoffnung nicht ganz begraben … Lia seufzte. War es wirklich erst ein Jahr her, seitdem ihr Bruder Karim als König von Zaafir abgedankt hatte, um seine große Liebe Annie zu heiraten und mit ihr in London zu leben, ohne die Last der Krone und ohne an das strenge Hofzeremoniell gebunden zu sein? Damals war Lia voller Begeisterung und Tatendrang an seine Stelle getreten. Die erste Königin in der Geschichte ihres Landes zu sein, war ihr wie ein wundervoller Traum erschienen. Wie große Pläne sie gehabt hatte! Mittlerweile war eine gehörige Ernüchterung eingetreten. Ihre hochfliegenden Träume waren auf den eisernen Widerstand des Ältestenrates getroffen, der jede Anordnung des Regenten absegnen musste. Ihr war bewusst geworden, dass trotz der westlichen Ausrichtung in Zaafir immer noch ein sehr traditionelles Gesellschaftsbild herrschte, in dem Frauen nur bedingt eine Stimme hatten. Als Königin diente sie als Repräsentantin ihres Landes, symbolisierte nach außen Offenheit und Toleranz, doch in Wahrheit hatte sie nur sehr wenig Entscheidungsgewalt. Wenn ich einen Sohn zur Welt bringen könnte, würde mein Ansehen deutlich steigen, dachte sie grimmig. Im nächsten Augenblick schalt sie sich selbst, dass sie damit nur weiter diese patriarchalischen Strukturen unterstützte, die sie doch eigentlich durchbrechen wollte. Aber es war schwierig, allein als Frau herrschen zu wollen. Wenn sie nur an ihr Öko-Projekt an der Grenze zu Kandur, ihrem Nachbarland, dachte … Wie sehr hatte sie sich für die Siedlung, die sie zusammen mit einer Gruppe junger zaafirischer Architekten geplant hatte, eingesetzt. Es sollte ein Wohnort für junge Familien werden, erbaut nach den neuesten ökologischen Standards. Weitgehend autark dank Solar-Energie, Windkraft und modernster Wasseraufbereitung. Sie wollte damit ein Musterbeispiel für ein Leben im Einklang mit der Natur schaffen – ein besonders ambitioniertes Unterfangen in einem Wüstenstaat wie Zaafir! In Zeiten eines drohenden Klimawandels wäre es eine Investition in die Zukunft ihres Landes. Doch der Ältestenrat stemmte sich vehement gegen das Vorhaben. Die vorgesehenen Gelder sollten lieber in die militärische Aufrüstung des Landes fließen, um gegen etwaige Übergriffe durch Kandur gerüstet zu sein. Es hatte in den letzten Wochen immer wieder kleinere Zwischenfälle an der Grenze zum Nachbarstaat gegeben, ausgelöst durch Goldfunde in der Region. Scheich Caleb al Said, der Herrscher von Kandur, beanspruchte einen Teil der Funde für sich, Zaafir wies dies verständlicherweise zurück. Lia nagte zweifelnd an ihrer Unterlippe. Ob der Scheich wirklich eine Invasion plante, wie der Ältestenrat befürchtete? Zuzutrauen war es Caleb al Said allemal. Der König von Kandur galt als ehrgeizig und gerissen; ein Mann, der sich zu nehmen pflegte, was er wollte. Nicht zum ersten Mal in ihrer Regentschaft hatte Lia das Gefühl, sich auf dünnem Eis zu bewegen. Was verstand sie schon von militärischen Dingen? Sie hatte nicht so wie ihr Bruder Karim eine entsprechende Ausbildung genossen. Außerdem wollte sie eine kriegerische Auseinandersetzung um jeden Preis verhindern. Doch gleichzeitig durfte sie ihren Gegnern gegenüber auch keine Schwäche zeigen. Mit einer müden Geste griff sie nach ihrem Baqib, dem traditionellen Kleidungsstück ihres Landes, und zog ihn über ihr Shirt. Der Baqib war ein locker fallendes Hemd, das über der sonstigen Kleidung getragen wurde. Man konnte ihn auch als Mantel benutzen, wie Lia es gern tat. Zum Baqib gehörte auch ein dünner Schal, der zum Schutz vor der Sonne um den Kopf gewickelt werden konnte oder als Gesichtsschleier diente. Auch wenn in Zaafir Frauen die Freiheit hatten, sich unverschleiert zu zeigen, konnte der Schal durchaus nützlich sein, um den allgegenwärtigen Sand abzuhalten. Lia wickelte ihn sich lässig um den Hals. Dr. Madir räusperte sich. „Bei allem Respekt, Majestät, ich muss auch dringend von der geplanten Reise durch Zaafir abraten. Jetzt im Hochsommer würde ein solches Unterfangen eine große Belastung für Ihre Gesundheit darstellen. Vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt …“ „Ich werde vorsichtig sein.“ Lia bemühte sich um ein aufmunterndes Lächeln. Sollte es nicht eigentlich umgekehrt sein und der Arzt müsste versuchen, sie aufzumuntern? „Aber die Reise ist – dringend notwendig. Es ist nun einmal meine Aufgabe als Königin, auf die Menschen zuzugehen und ihre Probleme aus erster Hand zu erfahren. Das kann ich nicht von meinem Palast aus tun. Ich muss mich unter das Volk mischen!“ Um mich bei ihnen einzuschmeicheln und mir ihren Rückhalt zu sichern. Ohne Rückhalt, in welcher Form auch immer, bin ich verloren! Dr. Madir neigte ergeben den Kopf. Sie konnte sehen, dass er mit dieser Erklärung nicht zufrieden war, aber natürlich konnte er ihr keine Vorschriften machen. Immerhin war sie die Königin. So viel Macht besaß sie zumindest. Um einen alten Arzt einzuschüchtern. Na toll! Sie streckte dem Arzt die Hand entgegen. „Bis zu meinem nächsten Termin in einem halben Jahr, Dr. Madir. Machen Sie sich nicht zu viele Sorgen um mich. Ich werde auf der Reise gut versorgt sein.“ „Dann wünsche ich Ihnen eine gesunde Heimkehr“, sagte Dr. Madir ernst. Er hielt ihre Hand mit warmem Druck in seiner. „Passen Sie gut auf sich auf, mein Kind!“ Lia lächelte. Es tat gut, zur Abwechslung einmal als Mensch und nicht als Königin gesehen zu werden. Vielleicht würde es ihr ja auf ihrer Reise durch Zaafir gelingen, auch die Menschen, mit denen sie zusammentraf, davon zu überzeugen, dass sie auf ihrer Seite stand. Dass sie keine abgehobene gottgleiche Erscheinung war, sondern eine Frau aus Fleisch und Blut, die bereit war, ihre Sorgen und Nöte zu teilen. Sie wollte den Menschen näherkommen, sie davon überzeugen, dass sie gemeinsam eine bessere Zukunft für ihr Land gestalten konnten. Deshalb wollte sie drei Wochen lang quer durch das Land reisen, nicht nur die größeren Städte besuchen, sondern auch kleine Siedlungen in der Wüste. Um den Bewohnern von Zaafir auf Augenhöhe zu begegnen. Sie würde im Jeep unterwegs sein – und dort, wo es die Infrastruktur nicht anders zuließ, auch zu Pferd, um selbst in die entlegensten Winkel des Landes zu gelangen. Es war zugegeben eine Herkulesaufgabe, die ihr körperlich alles abverlangen würde. Doch es war zum Wohl von Zaafir! Sie hatte...



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