Buch, Deutsch, Band 52, 672 Seiten, Format (B × H): 151 mm x 228 mm, Gewicht: 945 g
Die Jugendzentrumsbewegung in der Bundesrepublik der 1970er Jahre
Buch, Deutsch, Band 52, 672 Seiten, Format (B × H): 151 mm x 228 mm, Gewicht: 945 g
Reihe: Hamburger Beiträge zur Sozial- und Zeitgeschichte
ISBN: 978-3-8353-1709-3
Verlag: Wallstein Verlag GmbH
Mit Parolen wie 'Was wir wollen: Freizeit ohne Kontrollen' gingen in den 1970er Jahren Tausende Jugendliche auf die Straßen, sammelten Unterschriften und stritten sich mit Kommunalpolitikern. Ihr Ziel: vor Ort ein selbstverwaltetes Jugendzentrum einzurichten. David Templin untersucht erstmals diese westdeutsche Jugendzentrumsbewegung der 1970er und frühen 1980er Jahre. Anknüpfend an die Jugendproteste um 1968 hatten sich zu Beginn der 1970er Jahre in vielen Städten und Gemeinden Initiativgruppen Jugendlicher gebildet.
Der Autor nimmt die Kritik an der Jugendpflege und ihre Vorstellungen 'selbstorganisierter Räume', ihre soziale und politische Zusammensetzung sowie die regionalen und überregionalen Netzwerke in den Blick. Zugleich beleuchtet er die Reaktionen lokaler Politiker und Stadtverwaltungen und die damit verbundenen öffentlichen Auseinandersetzungen. Mit der Einrichtung hunderter selbstverwalteter Jugendzentren breitete sich die politisierte Jugendkultur der Zeit in ländlich-kleinstädtischen wie in suburbanen Räumen der Bundesrepublik aus. Die Bewegung trug damit zur Konstituierung eines linksalternativen Milieus abseits der Großstädte entscheidend bei.
Autoren/Hrsg.
Fachgebiete
- Sozialwissenschaften Politikwissenschaft Politische Kultur Interessengruppen, Lobbyismus und Protestbewegungen
- Geisteswissenschaften Geschichtswissenschaft Weltgeschichte & Geschichte einzelner Länder und Gebietsräume Deutsche Geschichte
- Sozialwissenschaften Soziologie | Soziale Arbeit Altersgruppen Kinder- und Jugendsoziologie
- Geisteswissenschaften Geschichtswissenschaft Geschichtliche Themen Mentalitäts- und Sozialgeschichte