E-Book, Deutsch, 352 Seiten
Trabant Weltansichten
1. Auflage 2012
ISBN: 978-3-406-64362-0
Verlag: C.H.Beck
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Wilhelm von Humboldts Sprachprojekt
E-Book, Deutsch, 352 Seiten
ISBN: 978-3-406-64362-0
Verlag: C.H.Beck
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Jürgen Trabant beschreibt die wichtigsten Etappen in der Entwicklung von Humboldts Sprachauffassung und diskutiert die Stellung dieses Sprachdenkens in Philosophie, Sprachwissenschaft und Anthropologie. In einer Zeit zunehmender Sprachvergessenheit möchte es nicht nur den sprachthematisierenden Disziplinen, sondern allen an Sprache Interessierten Humboldts großes und tiefes Sprachdenken zum Mit-Denken empfehlen. Wilhelm von Humboldt, der große Staatsmann und Gründer der Berliner Universität, war auch ein großer Sprachforscher. Er erkannte, dass Sprachen nicht nur verschiedene Laute sind, sondern dass sie die Bedeutungen jeweils unterschiedlich gestalten, dass sie – auf der Grundlage universeller kognitiver Dispositionen des Menschen – verschiedene Weisen menschlichen Denkens, verschiedene „Weltansichten“ sind. Er entwirft ein umfassendes Projekt zur Erforschung der Sprachen der Welt, das gleichzeitig eine Erkundung der Vielfalt des menschlichen Geistes sein soll. Das vorliegende Buch skizziert die Reise Humboldts in die Sprachen der Welt und fragt nach den Folgen dieses anthropologischen Projekts für die heutige Reflexion und Kultur der Sprache.
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Weitere Infos & Material
1;Cover;1
2;Titel;2
3;Zum Buch;3
4;Über den Autor;3
5;Widmung;4
6;Impressum;4
7;Inhalt;5
8;Vorwort;11
9;Grundkoordinaten des Humboldtschen Geistes;15
9.1;1. Erzeugung und Bildung;17
9.1.1;1.1. Wilhelm, Alexander, Caroline;17
9.1.2;1.2. Staat;19
9.1.3;1.3. Bildung;22
9.1.4;1.4. Sprache;24
10;Von Hellas nach Neuseeland: das vergleichende Sprachstudium;29
10.1;2. Vom Studium des Altertums zum Studium der Sprachen;31
10.1.1;2.1. Humboldt – Wolf;31
10.1.2;2.2. Archäologie: Rekonstruktion und Anhebung eines Fundaments;33
10.1.3;2.3. Latium und Hellas und die Sprache;45
10.1.4;2.4. Das vergleichende Sprachstudium und die Griechheit;48
10.2;3. Ankunft in der Sprache: Wallenstein und das Baskische;53
10.2.1;3.1. Paris und Spanien;53
10.2.2;3.2. Wallenstein: Sprache als Einbildungskraft;56
10.2.3;3.3. Baskisch: Eigentümlichkeit;60
10.2.4;3.4. Rom: Zu den Sprachen des Neuen Kontinents;63
10.3;4. Ansichten der Sprache: Alexander von Humboldt und die Amerikanischen Sprachen;67
10.3.1;4.1. Achtzehnhundertvier;67
10.3.2;4.2. Achtzehnhundertsiebzehn;74
10.4;5. Ein Weites Feld: Die Sprachen des Neuen Kontinents;90
10.4.1;5.1. Die Erde: Die Würde der Wilden;91
10.4.2;5.2. Vom Baskenland ins weite Feld Amerika;94
10.4.3;5.3. Das Verb und das unklare Denken der Amerikaner;97
10.4.4;5.4. Klassifikation und geistige Individualität;103
10.4.5;5.5. Scheitern als Erfolg;105
10.5;6. Mithridates in Berlin;107
10.5.1;6.1. Mithridates 1555;108
10.5.2;6.2. Mithridates 1806–17;112
10.5.3;6.3. Mithridates 1820;120
10.6;7. Das Vergleichende Sprachstudium in den Reden vor der Akademie;125
10.6.1;7.1. Wilhelm von Humboldts Akademie-Vorträge;125
10.6.2;7.2. Philologisches;128
10.6.3;7.3. Das Programm des Projekts Amerika;130
10.6.4;7.4. Griechenland und China;143
10.6.5;7.5. Ägypten;147
10.6.6;7.6. Indien;149
10.6.7;7.7. Der Große Ozean;152
10.6.8;7.8. Neuseeland;154
10.7;8. Immer Weniger als Willkürliches Zeichen;157
10.7.1;8.1. Humboldt: Vom Sprachzeichen zur Kritik des Zeichens;157
10.7.2;8.2. Blick auf Hegel: Sprache als Zeichen;171
11;Der wissenschaftliche Ort der Sprache;177
11.1;9. Von Wilden und Weltbürgern: Anthropologie und Sprache um 1800;179
11.1.1;9.1. Philosophie, Anthropologie, Geschichte;179
11.1.2;9.2. Sprache und Anthropologie;184
11.1.3;9.3. Paris und die Entdeckung der Sprachen;187
11.1.4;9.4. Pariser Anthropologie;191
11.2;10. Linguistik und Philologie: Humboldt, Grimm und Bopp;198
11.2.1;10.1. Linguistik und Philologie;198
11.2.2;10.2. Sprach-Charakteristik;203
11.2.3;10.3. Laut und Wildheit;206
11.2.4;10.4. Das tote Gerippe und die Mumie;207
11.2.5;10.5. Grimm: das Volk;210
11.2.6;10.6. Bopp: Physik der Sprache;214
11.2.7;10.7. Die Nation, Europa und die Menschheit;217
11.3;11. Weltansichten, Wort und Wahrheit: Über Philosophie und Sprache;220
11.3.1;11.1. Vorüberlegungen aus Tegel;220
11.3.2;11.2. Wahrheit;227
11.3.3;11.3. Weltansichten;235
11.3.4;11.4. Wort;238
12;Wo Humboldts Sprach-Geist erscheint;243
12.1;12. Geist der Sprache: Vom Genius zu den Genen der Sprache;245
12.1.1;12.1. Je ne sais quoi;245
12.1.2;12.2. Génie des langues;247
12.1.3;12.3. Genie und Charakter;251
12.1.4;12.4. Charakter und Struktur;253
12.1.5;12.5. Génie des langues (Sprachsinn);254
12.1.6;12.6. Die Genies als Strukturen;258
12.1.7;12.7. Wider die Genies der Sprachen;259
12.1.8;12.8. Lingua ipsa;262
12.1.9;12.9. Sprachgene;264
12.2;13. Unendlicher Gebrauch von Endlichen Mitteln: Acht Verspätete Bemerkungen über Chomskys Humboldt;267
12.2.1;Vorbemerkung;267
12.2.2;13.1. Unendlichkeiten;269
12.2.3;13.2. Chomsky-Humboldt;270
12.2.4;13.3. UGVEM und Energeia in der kognitiven Linguistik;271
12.2.5;13.4. Vom Nutzen der Wissenschaftsgeschichte;276
12.2.6;13.5. Vom Nutzen für die Wissenschaftsgeschichte;277
12.2.7;13.6. Vom Nachteil der Wissenschaftsgeschichte;279
12.2.8;13.7. Gen ( -erativ, -etisch, -ie);280
12.2.9;13.8. Von der Schönheit der Sprache;283
12.3;14. Geist und Kultur in der Sprachwissenschaft: Karl Vossler;287
12.3.1;14.1. Der schöpferische Sprachgeist;287
12.3.2;14.2. Probleme der ästhetischen Sprachbetrachtung;292
12.3.3;14.3. Das Scheitern der ästhetischen Sprachbetrachtung;295
12.3.4;14.4. Sprach-Wissenschaft als Wissenschaft des Geistes und des Schönen;298
12.4;15. Humboldts Sprach-Geist Heute;305
12.4.1;15.1. Über die Bhagadvad- Gîtâ;305
12.4.2;15.2. Wie aktuell ist Humboldts Sprach-Geist?;310
13;Bibliographie;318
14;Nachweise;333
15;Dank;335
16;Anmerkungen;336
17;Namenregister;348