E-Book, Deutsch, 508 Seiten
Reihe: Rheinwerk Computing
Berens / Bolk Content Creation mit KI
2. Auflage 2024
ISBN: 978-3-367-10135-1
Verlag: Rheinwerk
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection
E-Book, Deutsch, 508 Seiten
Reihe: Rheinwerk Computing
ISBN: 978-3-367-10135-1
Verlag: Rheinwerk
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection
Social-Media-Posts automatisch erstellen und kommentieren, Titelseiten von Magazinen gestalten, Interviews vorbereiten, Recherchen anstellen, oder bessere Texte sowie Video- und Audio-Content von der KI erstellen lassen: ChatGPT, Jasper und Co. revolutionieren die Content Creation. Viele Creator lassen sich inzwischen vom Bot uunterstützen nd Agenturen suchen nach dem Jobprofil "Artificial Intelligence Prompter", um ganze Kampagnen mit generativer KI zu erstellen. Andreas Berens und Carsten Bolk sind selbst begeisterte Nutzer von KI-Tools und teilen in diesem Buch gesammelte Erfahrungen, zahlreiche Anregungen sowie Best Practices für die eigene Content Creation: Erfahren Sie, wie auch Sie Texte generieren, Blog-Artikel schreiben, Übersetzungen redigieren, Bilder, Videos und Sounds erstellen oder Kreativitätsblockaden überwinden können.
Aus dem Inhalt:
Prompting: so schreiben Sie gute Prompts
Texte mit KI schreiben, kommentieren und zusammenfassen
Bilder mit KI generieren und variieren
Audio mit KI entwickeln, produzieren und optimieren
Videos mit KI produzieren und bearbeiten
Workflows, Tipps und Inspiration
KI und Recht
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
Einleitung -- Content Creation mit KI ... 11
1. Co-Creation mit KI als Inspirationsmaschine ... 21
1.1 ... Meilensteine der KI-Entwicklung ... 22
1.2 ... Wie generative KI kreative Prozesse verbessert ... 36
1.3 ... Künstliche Intelligenz versus menschliche Intelligenz ... 39
1.4 ... Everything is a Remix -- Co-Creation mit KI ... 42
2. Prompting -- KI präzise und kreativ briefen ... 51
2.1 ... Prompting-Grundlagen für generative KI ... 53
2.2 ... Divergentes und konvergentes Denken -- die Dualität des kreativen Promptings ... 56
2.3 ... KI als digitaler Junior ... 66
3. Texte mit KI schreiben, optimieren und zusammenfassen ... 71
3.1 ... Wie Textgeneratoren mit generativer KI funktionieren ... 71
3.2 ... Die transformative Kraft von GPT und ChatGPT ... 75
3.3 ... Von Prompten bis Prüfen -- ChatGPT testen und nutzen ... 81
3.4 ... Neuroflash, Jasper und Writesonic: KI-gestützte Schreibplattformen kennen und nutzen ... 98
3.5 ... Copilot, Gemini, Perplexity und You: Texten und arbeiten mit Antwortmaschinen ... 102
3.6 ... Claude von Anthropic und LeChat von Mistral -- neue Chatbots und ihre Sprachmodelle testen ... 115
3.7 ... Zentrale Unterschiede bei der Arbeit mit Such- und Antwortmaschinen, Schreibplattformen und Chatbots ... 119
3.8 ... Besser schreiben mit DeepL Write, Duden-Mentor und Co. ... 122
3.9 ... KI in der Content Creation als Kreativitätsbooster einsetzen ... 125
3.10 ... Kreative Workflows und Inspiration für das konzeptionelle Schreiben mit KI ... 140
3.11 ... Tipps und Hacks für das kreative Texten mit KI ... 153
3.12 ... Eine gute SEO-Frage: Mag Google KI-erstellte Texte? ... 167
3.13 ... Bleiben Sie in Ihrer Expertenrolle und lassen Sie sich inspirieren ... 169
4. Bilder mit KI generieren und variieren ... 171
4.1 ... KI-Bildgeneratoren: jedes Bild ein Original ... 173
4.2 ... Dall-E ... 184
4.3 ... Midjourney ... 193
4.4 ... Adobe Firefly ... 199
4.5 ... Fünf Praxisbeispiele mit KI-Bildgeneratoren ... 204
4.6 ... Erste KI-Repräsentanz: yesweprompt ... 220
4.7 ... Mehr KI-Bildgeneratortools ... 221
4.8 ... Ausblick auf die Rolle von KI-generierten Bildern ... 226
5. Audio und Musik mit KI produzieren und optimieren ... 229
5.1 ... Audioinhalte produzieren ... 230
5.2 ... Musik und Sound kreieren -- Text zu Musik und Text zu Sound ... 247
5.3 ... Radio machen mit KI -- Best Practice: bigGPT ... 259
5.4 ... Disruption und Innovationsboom für Audio-Content durch KI ... 267
6. Video mit KI konzipieren und produzieren ... 269
6.1 ... Der klassische Videodreh in sieben Schritten -- mit KI ... 271
6.2 ... Produktfilm, Tutorial und Webinar produzieren ohne Videodreh -- mit KI und cleveren Workflows ... 279
6.3 ... Marken-, Image-, Dokumentationsfilme und Reportagen produzieren -- Best-Practice-Workflow UNFAIR CITY ... 287
6.4 ... Aktuelle KI-Videotools testen und nutzen: RunwayML, Pika und Co. ... 297
6.5 ... Video-KIs für großes Kino und neue Welten: Sora, Flawless und Wonder Studio im Fokus ... 304
6.6 ... Wegweisende Forschung: Video-KI von Meta bis Google ... 308
7. Gestalten mit KI-Design-Plattformen ... 313
7.1 ... Canva ... 314
7.2 ... Adobe Express ... 321
7.3 ... Microsoft Designer ... 326
7.4 ... Multimodale KI-Systeme ... 330
7.5 ... Best Practice: KI kreiert Bier ... 332
8. Content-Marketing -- Strategie und Kampagnen mit KI inspirieren und multimodal umsetzen ... 335
8.1 ... Content-Marketing- und Strategieprozess gestalten ... 336
8.2 ... Den neunstufigen Prozess mit KI-Tools inspirieren ... 338
8.3 ... Content-Marketing-Kampagnen konzipieren -- ein Workflow zur Inspiration ... 365
8.4 ... Best Practice: »Afristic Intelligence« für Afri-Cola ... 392
9. Storytelling mit KI -- mit ChatGPT auf Heldenreise und Customer Journey ... 399
9.1 ... Storytelling mit KI ... 400
9.2 ... Gehen Sie mit ChatGPT auf Heldenreise ... 402
9.3 ... Hilfreichen Content für die Customer Journey kreieren -- mit KI und der Heldenreise ... 406
9.4 ... Die Zukunft des Storytellings mit KI -- zwischen Individualisierung und Community ... 410
10. Neue Kreativberufe durch generative KI ... 413
10.1 ... AI Prompter als KI-Flüsterer ... 417
10.2 ... Skills und Jobs der Zukunft ... 422
11. KI-News und -Tools im Überblick ... 425
11.1 ... KI-News ... 425
11.2 ... KI-Tools ... 428
11.3 ... KI-Bildung ... 432
12. KI und Recht -- die zu klärenden Fragen des geistigen Eigentums und Urheberrechts ... 435
12.1 ... Faktoren und Elemente des Inputs eines KI-Tools ... 436
12.2 ... Qualifizierung des Outputs eines KI-Tools ... 445
12.3 ... Ausblick bezüglich Regulierung und Rechtssetzung auf nationaler und internationaler Ebene ... 451
13. Leitlinien für Einführung und Einsatz von KI im Unternehmen ... 455
13.1 ... Der KI-Elefant in der Führungsetage ... 456
13.2 ... Anwendungsbeispiele von generativen KI-Tools im Unternehmenskontext ... 458
13.3 ... Ziele für die Nutzung von KI im Unternehmen definieren ... 462
13.4 ... Richtlinien für den Umgang mit KI im Unternehmen ... 471
13.5 ... Geeignete KI-Werkzeuge finden und auswählen ... 480
13.6 ... Mitarbeitende zur Nutzung von KI befähigen ... 483
13.7 ... Eine KI-Roadmap für das gesamte Unternehmen entwickeln ... 486
13.8 ... Fazit: Nur Mut! ... 488
14. Ausblick: Neue kreative Welten mit Sora, GPT-5 und autonomen generativen Medien ... 489
A. Credit List UNFAIR CITY ... 495
B. Autor des Rechte-Kapitels ... 497
Index ... 499
1 Co-Creation mit KI als Inspirationsmaschine
»Generative KI wird die Kreativen zu Superhelden machen und sie in Bereichen unterstützen, in denen sie nicht so stark sind. Betrachten Sie sie eher als einen Copiloten für Kreative als einen Ersatz für Kreative.« – Jim Louderback, Autor von »Inside The Creator Economy«[ 7 ] In den letzten 40.000 Jahren waren wir Menschen einzigartig in unserer Fähigkeit, Neues zu schaffen und unsere Umwelt nach unseren Vorstellungen zu gestalten. In der Kunst beispielsweise gibt es eine Vielzahl von Meisterwerken, von den Höhlenmalereien in Lascaux in Frankreich über die Kunstwerke der Renaissance von Künstlern wie Leonardo da Vinci, Michelangelo und Raffael, die impressionistische Malerei von Künstlern wie Claude Monet, Pierre-Auguste Renoir und Edgar Degas, die surrealistische Malerei von Künstlern wie Salvador Dalí, René Magritte und Max Ernst bis hin zur zeitgenössischen Kunst von Künstlern wie Jeff Koons, Damien Hirst und Banksy. Die Literatur hat im Laufe der Geschichte viele herausragende Werke hervorgebracht, die auch heute noch gelesen und geschätzt werden. William Shakespeare, Charles Dickens, Emily Dickinson, Franz Kafka, Johann Wolfgang von Goethe, Bertolt Brecht und Gabriel García Márquez gehören zu den bedeutendsten Autoren der Literaturgeschichte. Werke wie »Hamlet«, »Oliver Twist«, »Hundert Jahre Einsamkeit« und »Die Verwandlung« haben die Literatur maßgeblich beeinflusst und Leserinnen und Schriftsteller auf der ganzen Welt inspiriert. Komponisten wie Johann Sebastian Bach, Wolfgang Amadeus Mozart und Ludwig van Beethoven haben mit ihren barocken und klassischen Werken die Musikgeschichte maßgeblich beeinflusst und inspirieren Musikerinnen und Zuhörer bis heute. Die in den USA entstandene Jazzmusik hat viele verschiedene Stile und Künstler wie Louis Armstrong und Miles Davis hervorgebracht. Die Rockmusik, die in den 1950er-Jahren entstand, brachte zahlreiche Subgenres und Bands wie die Beatles, die Rolling Stones und Led Zeppelin hervor und prägt die Musikszene bis heute. Die elektronische Musik, die in den 1960er-Jahren entstand, hat mit Bands wie Kraftwerk und Daft Punk eine enorme Popularität erlangt und die Musiklandschaft revolutioniert. Diese wenigen Beispiele zeigen eindrucksvoll: Unsere Kreativität und unsere Schaffenskraft haben uns kulturell zu dem gemacht, was wir heute sind. Und was passiert heute? Was passiert gerade jetzt? Während Sie diesen Satz lesen, malen KI-Systeme fantasievolle Bilder, generieren Geschichten, Gedichte und Blogbeiträge, komponieren komplexe Musikstücke. Sie entwerfen Logos, Verpackungen, Apps, Webdesigns und vieles mehr. Unsere moderne Welt hat Gesellschaft bekommen – eine Gesellschaft, in der Programme mit künstlicher Intelligenz (KI) unseren Alltag erleichtern, unsere Ideen inspirieren und gemeinsam mit uns Menschen unsere Kultur prägen werden. Willkommen in der neuen Ära der Kreativität. Willkommen in der Ära der generativen künstlichen Intelligenz! Wie funktioniert generative KI? Was ist der Unterschied zwischen künstlicher Intelligenz (KI) und menschlicher Intelligenz (MI)? Wie wird die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine kreativ? Alle diese Fragen werden in diesem Kapitel beantwortet. Mit der Idee, Ihnen Spaß und Mut zu vermitteln, mit KI-Tools als Inspirationsmaschinen zu experimentieren. Damit sich Ihre Kreativität als Content Creator weiter entfalten kann. Doch zunächst ein kurzer Blick zurück. Ein Blick darauf, wie sich die Entwicklung der künstlichen Intelligenz in den letzten Jahrzehnten bis heute beschleunigt hat. 1.1 Meilensteine der KI-Entwicklung
Künstliche Intelligenz boomt – aber sie ist nicht vom Himmel gefallen. Was wir heute erleben, ist das Ergebnis kluger Gedanken, einsamer Tüfteleien und göttlicher Genialität vieler Vordenker, aber auch kritischer und philosophischer Überlegungen. Eine kleine Geschichte der KI-Entwicklung zeigt die wichtigsten Stationen – von Turing bis ChatGPT. 1936: Die Turingmaschine Der Mathematiker, Kryptoanalytiker und Informatiker Alan Turing (siehe Abbildung 1.1) bewies 1936, dass eine universelle Rechenmaschine möglich ist. Diese Maschine – heute als Turingmaschine bekannt – ist in der Lage, jedes Problem zu lösen, sofern es durch einen Algorithmus darstellbar und lösbar ist. Übertragen auf die menschliche Intelligenz heißt das: Sind kognitive Prozesse algorithmisierbar, also in endliche, wohldefinierte Einzelschritte zerlegbar, können sie auf einer Maschine ausgeführt werden. Damit ist der Grundstein für das gelegt, was wir heute unter künstlicher Intelligenz verstehen. Abbildung 1.1 Der britische Mathematiker Alan Turing hat als einer der wichtigsten Visionäre und Theoretiker die Entwicklung der künstlichen Intelligenz maßgeblich beeinflusst. (Foto: de.wikipedia.org/wiki/Alan_Turing) 1943: Anfang der KI-Forschung Angeregt durch neue Ergebnisse in der Hirnforschung veröffentlichten der Neurophysiologe Warren McCulloch und der Logiker Walter Pitts die erste Arbeit zum Thema KI. Gemeinsam entwarfen sie ein Modell künstlicher Neuronen und bewiesen mit mathematischen Mitteln, dass Nervenzellen alle logischen Operationen wie UND, ODER oder NICHT ausführen können, wenn man sie zu Netzwerken verknüpft. Jedes hypothetische Neuron kann durch entsprechende Signale benachbarter Neuronen in den Zustand EIN oder AUS versetzt werden. 1950: Der Turing-Test – Wer ist Mensch und wer Maschine? Alan Turing stellte 1950 in seinem bahnbrechenden Artikel »Computing Machinery and Intelligence« über künstliche Intelligenz eine faszinierende Frage: »Können Maschinen denken?« Der Artikel, der in der Fachzeitschrift Mind erschien, war der erste, der das Konzept des heutigen Turing-Tests einer breiten Öffentlichkeit vorstellte. Der Turing-Test soll Computer daraufhin prüfen, ob sie »menschlich denken« können. Laut Turing ist eine Maschine dann als intelligent zu bezeichnen, wenn Menschen bei einem beliebigen Frage-Antwort-Spiel über eine elektrische Verbindung nicht unterscheiden können, ob am anderen Ende der Leitung ein Mensch oder ein Computer sitzt. Dazu stellt eine Testperson einem Menschen und einem Computer Fragen. Der Computer hat den Test bestanden, wenn die Testperson nicht sagen kann, welcher Gesprächspartner antwortet: »Mensch oder Maschine?« 1951: Computer Ferranti Mark 1 Einem Team der Universität Manchester gelang es, den Computer Ferranti Mark 1 nach Turings Vorgaben zu entwickeln und erstmals künstliche Intelligenz in der Praxis anzuwenden. Mithilfe eines Computerprogramms spielte der Ferranti Mark 1 das Brettspiel Dame, allerdings nicht besonders gut. 1956: KI wird ernsthafte Forschungsdisziplin Als Geburtsstunde der künstlichen Intelligenz als akademische Disziplin gilt das Dartmouth Summer Research Project on Artificial Intelligence im US-Bundesstaat New Hampshire. Für den Titel dieser legendären Konferenz schlug einer der Teilnehmer, der Logiker und Informatiker John McCarthy, den Begriff Artificial Intelligence (AI) vor. Er wurde später wörtlich mit Künstliche Intelligenz (kurz KI) ins Deutsche übersetzt. McCarthy hatte 1960 mit LISP eine eigene Programmiersprache zur Verarbeitung symbolischer Strukturen vorgestellt, die in den folgenden Jahrzehnten vor allem in den USA zur Standardsprache für KI-Anwendungen werden sollte. Die drei Typen der künstlichen Intelligenz[ 8 ]
Obwohl künstliche Intelligenz in den Medien als KI bezeichnet wird, gibt es verschiedene Arten von KI – genauer gesagt, drei. Wie unterscheiden sich die drei Arten von KI? ANI – Artificial Narrow Intelligence ANI wird auch als Narrow AI oder Weak AI bezeichnet. Diese Art von künstlicher Intelligenz konzentriert sich in erster Linie auf eine einzige, eng begrenzte Aufgabe und verfügt nur über ein begrenztes Spektrum an Fähigkeiten. Wenn Sie an ein Beispiel für KI denken, das in unserem Leben bereits existiert, dann ist es ANI, wie etwa die generative KI. Dies ist die einzige der drei Arten, die es derzeit gibt. Dazu gehören alle Arten von natürlicher Sprache wie beispielsweise auch Siri. AGI – Artificial General Intelligence AGI steht für Artificial General Intelligence. Im Gegensatz zu Narrow AI oder schwacher KI, die auf bestimmte Aufgaben oder Anwendungsbereiche spezialisiert ist, bezieht sich AGI auf eine KI mit menschenähnlichen kognitiven Fähigkeiten. Eine AGI kann wie ein Mensch lernen, verstehen, abstrahieren und Probleme in vielen verschiedenen Bereichen...