E-Book, Deutsch, 719 Seiten
Brechtken Aufarbeitung des Nationalsozialismus
1. Auflage 2021
ISBN: 978-3-8353-4742-7
Verlag: Wallstein
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark
Ein Kompendium
E-Book, Deutsch, 719 Seiten
ISBN: 978-3-8353-4742-7
Verlag: Wallstein
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark
Ein Überblickswerk zum Umgang mit dem Erbe des Nationalsozialismus.
Die Auseinandersetzung mit dem Erbe des Nationalsozialismus hat die Geschichte der Bundesrepublik intensiv beeinflusst. Für viele Deutsche war das eine Herausforderung, die sie nur zögernd annahmen. Die Versuche juristischer Aufarbeitung, die Frage nach den Tätern, der Blick auf persönliche Verantwortung, politische Diskussionen und gesellschaftliches Beschweigen, zugleich die Memoirenliteratur und das öffentliche Erinnern in Gedenkstätten und Museen: All dies hat über mehr als sieben Jahrzehnte ein Panorama der Vergangenheitsaufarbeitung geformt. Bislang fehlte jedoch eine zusammenfassende Analyse. Magnus Brechtken hat führende Historikerinnen und Historiker versammelt, die in 30 Beiträgen einen Überblick zu den wichtigsten Themen geben. Sie bieten anschauliche Zusammenfassungen unseres heutigen Wissens, beschreiben die historischen Fakten und den Umgang mit ihnen.
Mit Beiträgen von Frank Bajohr, Christopher Browning, Constantin Goschler, Jeffrey Herf, Ulrike Jureit, Wulf Kansteiner u.v.w.
Autoren/Hrsg.
Fachgebiete
- Geisteswissenschaften Geschichtswissenschaft Weltgeschichte & Geschichte einzelner Länder und Gebietsräume Europäische Geschichte
- Geisteswissenschaften Geschichtswissenschaft Weltgeschichte & Geschichte einzelner Länder und Gebietsräume Deutsche Geschichte Deutsche Geschichte: Holocaust
- Geisteswissenschaften Geschichtswissenschaft Geschichtliche Themen Mentalitäts- und Sozialgeschichte
Weitere Infos & Material
1;Umschlag;1
2;Titel;4
3;Impressum;5
4;Inhalt;6
5;Magnus Brechtken: Einleitung;10
6;Arnd Bauerkämper: Transnationale Dimensionen der »Vergangenheitsaufarbeitung«;21
7;Jeffrey Herf: Die Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit in Deutschland seit 1945. Anfänge, Hauptmotive und Kritik an der Erinnerungspolitik vonseiten des SED-Regimes und der radikalen Linken in Westdeutschland;39
8;Magnus Brechtken: Die Gründungswege des Instituts für Zeitgeschichte – eine Aktualisierung;62
9;Karin Orth: Geschichte und Struktur des nationalsozialistischen KZ-Systems;103
10;Frank Bajohr: Holocaustforschung –Entwicklungslinien in Deutschland seit 1945;123
11;Christopher Browning: Die Entwicklung der Holocaust-Forschung. Eine amerikanische Perspektive;144
12;Ulrike Jureit: Womit wir alle nicht fertig werden. Wandlungsprozesse im Gedenken an den Holocaust;172
13;Annette Weinke: Von der (Vor-)Ermittlungsbehörde zur »neuen« Täterforschung. Die Zentrale Stelle Ludwigsburg;192
14;Hans-Christian Jasch: NS-Verbrechen vor bundesdeutschen Gerichten. Zu Täterschaft und Täterbegriff;211
15;Florian Dierl: Gedenkstätten, Dokumentationszentren und Museen als Akteure der Vergangenheitsaufarbeitung;248
16;Alexander Schmidt: »Nürnberg« – vom Stigma der besonders belasteten Stadt zum Imagefaktor Erinnerungskultur;262
17;Sven Keller: Er bleibt – aber wie? Der Obersalzberg als Hitler-Ort;285
18;Matthias Stickler: Die deutschen Vertriebenenverbände – historiographische Aspekte;318
19;Michael Schwartz: Vertriebenenpolitiker in der Bundesrepublik Deutschland. NS-Vergangenheiten und politisches Engagement in der Demokratie;336
20;Andreas Schulz: Braune Parlamentarier? Zur NS-Vergangenheit des Deutschen Bundestages;372
21;Niels Weise: »Mehr als Nazizählerei«. Die Konjunktur der behördlichen Aufarbeitungsforschung seit 2005;387
22;Constantin Goschler: Auftragsforscher im Herzen der Finsternis? Das Geschichtsprojekt zum Bundesamt für Verfassungsschutz im Kontext der jüngeren Aufarbeitungsforschung;406
23;Gerhard Sälter: Professionalität, NS-Belastung und die Integration der Staatsbediensteten: Über die Argumentationsfigur des Experten;418
24;Manfred Görtemaker: Die aktuelle geschichtspolitische Debatte und die Kommission des Bundesministeriums der Justiz;436
25;Frieder Gu?nther: Zweierlei Kontinuitäten. Die Innenministerien in Bonn und Ost-Berlin nach dem Nationalsozialismus;457
26;Dierk Hoffmann: NS-Schatten in der frühen DDR-Geschichte. Das Beispiel der Staatlichen Plankommission;474
27;Olaf Blaschke: Endlich genug von Hitler oder bitte noch mehr? Verlage als vergangenheitspolitische Akteure;490
28;Wulf Kansteiner: Mitlaufen, Zuschauen, Mitfühlen. Holocaust-Erinnerung im Fernsehen der Bundesrepublik Deutschland;507
29;Sonja M. Schultz: Kino und Katharsis? Bilder vom Nationalsozialismus im deutschen Film;535
30;Patrick Merziger: »Um des Lachens willen sind die Kinos voll.« Zur Verarbeitung deutscher Vergangenheit in der Filmkomödie »Wir Wunderkinder« (1958);558
31;Johannes Gramlich: NS-Raubkunst und die Herausforderungen der Restitution. Ein Überblick;585
32;Andrea Bambi: Kunstraub, Restitutionsfragen und Provenienzforschung. Historische Perspektiven einer verzögerten Aufarbeitung;615
33;Bill Niven: Ju?ngere Strömungen deutscher Erinnerungskultur – einige Beobachtungen;648
34;Interview Thomas Pigor / Magnus Brechtken: »… eine geradezu blasphemische Freude, dem Moloch ans Bein zu pinkeln.«;670
35;Interview Timur Vermes / Magnus Brechtken: »Das ist entsetzlich – und komisch.«;678
36;Dank;683
37;Autorinnen und Autoren;685
38;Personenregister;693