Buch, Deutsch, 80 Seiten, Format (B × H): 190 mm x 270 mm, Gewicht: 204 g
Buch, Deutsch, 80 Seiten, Format (B × H): 190 mm x 270 mm, Gewicht: 204 g
ISBN: 978-3-96146-878-2
Verlag: Diplomica Verlag
Die Auseinandersetzung mit dem Thema Nachhaltigkeit ist im Alltag allgegenwärtig. Durch die enormen Klimaschwankungen, die Verschmutzung der Meere und angesichts der aktuellen Corona-Krise gewann das Thema Nachhaltigkeit als kontrovers geführte Debatte rege Aufmerksamkeit im öffentlichen Diskurs.
Die vorliegende Studie beschäftigt sich mit der Fragestellung, wie ein Corporate Design Manual gestaltet sein sollte, um möglichst viele deutsche Konsumenten zum Kauf nachhaltiger Produkte anzuregen. Es soll geklärt werden, wie sich der Nachhaltigkeitsaspekt gezielt in die Gestaltung eines Unternehmens miteinbringen lässt und welche Auswirkung dies auf das Kaufverhalten hat. Durch den geschickten Einsatz von Formen, Farben, Material und weiteren Gestaltungselementen lässt sich das Kaufverhalten der Kunden gezielt beeinflussen. Auf dieser Grundlage ist es empfehlenswert, sowohl die nachhaltige Wirkungsweise als auch die tatsächlichen nachhaltigen Handlungen eines Unternehmens gezielt zu planen.
Das Buch soll als Gestaltungsleitfaden für Designer dienen und zum Nachdenken anregen.
Autoren/Hrsg.
Fachgebiete
- Wirtschaftswissenschaften Betriebswirtschaft Bereichsspezifisches Management Marketing
- Wirtschaftswissenschaften Betriebswirtschaft Unternehmensorganisation, Corporate Responsibility Corporate Social Responsibility (CSR), Nachhaltiges Wirtschaften
- Geowissenschaften Umweltwissenschaften Nachhaltigkeit
- Geisteswissenschaften Design Corporate Design, Corporate Identity
Weitere Infos & Material
Textprobe:
Kapitel 2.1.3, Einstellungen zur Nachhaltigkeit:
Eine weitere Studie beschäftigte sich mit der persönlichen Einstellung zum Thema Nachhaltigkeit in Deutschland (siehe Abbildung 6, S. 62). Aus dieser Studie lassen sich einige aufschlussreiche Erkenntnisse ableiten, wie beispielsweise, dass von den 1.032 Befragten mehr als die Hälfte (55 %) der Aussage zustimmten, dass Nachhaltigkeit kein Luxus sein dürfe. Demnach müssen nachhaltige Produkte preislich angepasst sein, sodass sie sich jeder unabhängig von seiner sozialen Schicht leisten kann. Des Weiteren stimmten auch 51 % der Teilnehmer der Aussage zu, dass sie selbst etwas zum Umweltschutz beitragen können. 36 % der Befragten waren der Meinung, dass die Unternehmen für die Lösung von Umweltproblemen verantwortlich sind und 28 % zogen die Regierung in die Verantwortung. 20 % der Teilnehmer teilten die Ansicht, dass der Begriff Nachhaltigkeit nur zu Werbezwecken und einen besseren Absatz der Produkte dient. 155 Personen (15 %) nahmen an, dass die Nachhaltigkeit nur ein Trend ist. 10 % der Teilnehmer glauben nicht an einen durch Menschen verursachten Klimawandel und 12 % der Befragten enthielten sich einer Aussage bzw. stimmten keiner Aussage zu (Statista Global Consumer Survey 2021).
Die Umfrage zeigt deutlich, dass sich die deutschen Konsumenten mehr für die Nachhaltigkeit engagieren möchten. So weist die Aussage, dass Nachhaltigkeit kein Luxus sein dürfe, darauf hin, dass die aktuellen Preise für nachhaltige Produkte noch zu hoch sind. Wie in vorherigen Teil bereits erklärt, gilt hier ein Preis, der idealerweise 10-20 % teurer ist als der eines herkömmlichen Produktes als angemessen. Es lässt sich auch erkennen, dass die Verantwortung für die Umweltprobleme wie beispielsweise den für den Klimawandel an höher gestellte Personen abgegeben werden. Die Regierung und die Unternehmen werden in die Verantwortung gezogen. Einige Verbraucher sehen sich als Teil des Ganzen und sind bereit aktiv an dem Erhalt der Umwelt mitzuwirken, andere wiederum entziehen sich komplett der Verantwortung. Dies könnte darauf hinweisen, dass es der deutschen Bevölkerung teilweise noch an Aufklärung mangelt, es zeigt aber auch das vorhandene Bedürfnis nach nachhaltigem Handeln. Gerade für Unternehmen sollte dies ein Anhaltspunkt sein, um ihre eigenen Ziele mit denen der Kunden zu vereinen.