Heger | Die drei !!!, 89, Fluch der Fee (drei Ausrufezeichen) | E-Book | sack.de
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E-Book, Deutsch, Band 89, 160 Seiten

Reihe: Die drei !!!

Heger Die drei !!!, 89, Fluch der Fee (drei Ausrufezeichen)


1. Auflage 2021
ISBN: 978-3-440-50273-0
Verlag: Kosmos
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 89, 160 Seiten

Reihe: Die drei !!!

ISBN: 978-3-440-50273-0
Verlag: Kosmos
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Kim, Franzi und Marie sind "Die drei !!!". Mutig und clever ermitteln die drei Detektivinnen und sind jedem Fall gewachsen.

Beim Camping-Wochenende raubt eine mysteriöse Fee den drei Freundinnen den Schlaf. Sie will, dass die Dorfbewohner allen wertvollen Goldschmuck zur Waldlichtung bringen. Das geht wohl kaum mit rechten Dingen zu!

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Auf nach Feienbach
Frau Jülich stand mit einer Mappe in der Hand im Garten und durchblätterte die losen Zettel, die darin lagen. »Wo sind denn nur die Asanas zum Thema Stress?«, murmelte sie und seufzte. »Wir haben nur noch eine halbe Stunde Zeit, bevor ihr losfahrt!« Sie ließ sich auf einen Gartenstuhl plumpsen und nahm sich den ziemlich dicken Stapel noch einmal von vorne vor. »Das gibt es doch nicht«, murmelte sie immer wieder. »Ich hatte sie extra für euch drei Abenteuerinnen rausgelegt!« Kim tauschte einen verschwörerischen Blick mit Franzi und Marie. Als Frau Jülich von dem Wochenende fernab aller elektronischen Geräte und Errungenschaften der modernen Welt gehört hatte, war sie sofort Feuer und Flamme gewesen. Seit ein paar Wochen machte sie eine Ausbildung zur Yogalehrerin. Entspannung und zur Ruhe kommen wurde bei ihr gerade großgeschrieben. Sie hatte sich sofort bereit erklärt, die drei !!! auf ihr Abenteuer vorzubereiten, und hatte einige Yoga-Übungen herausgesucht. Kim trat von einem Fuß auf den anderen. Die grüne Matte unter ihren nackten Füßen fühlte sich glatt und warm an. Links von ihr stand Marie auf einer fliederfarbenen Matte, Franzi hatte rechts von ihr auf einer sonnengelben Platz genommen. Kim freute sich auf das Wochenende. Auch wenn sie ihren Freund David vermissen würde. Nicht vermissen würde sie allerdings die nervigen Diskussionen über ein neues Schreibprojekt. David und sie hatten vor Kurzem einen Fantasykrimi in einem E-Book-Verlag herausgebracht. Ihr Roman war ein ziemlicher Erfolg geworden, womit die beiden nicht gerechnet hatten, und der Verlag wünschte sich eine Fortsetzung. David hatte sofort loslegen wollen, aber Kim war dagegen gewesen. Sie wusste selbst nicht genau, warum sie sich nicht einfach daransetzen und mit David eine neue Geschichte erfinden konnte. Ihr Gehirn, das sonst vor Romanideen nur so sprudelte, war völlig leer gefegt. Klar, dass sie sich mit David deswegen immer wieder in die Haare bekam. Der konnte überhaupt nicht verstehen, was mit ihr los war, und vermutete, er wäre der Grund für Kims Zögern. Sebastian hatte sie mit seiner Anfrage für den Artikel für die Jugendseite vor weiteren nicht enden wollenden Streitereien gerettet. Darauf hatte sie wirklich Lust und damit konnte sie David glaubhaft vertrösten. »Hier!«, rief Frau Jülich in diesem Moment. »Hier sind die Übungen! Jetzt können wir anfangen! Stellt euch bitte hin und spürt eure Fußsohlen auf der Matte. Verlagert euer Gewicht von vorne nach hinten und kommt in eurer Mitte zur Ruhe. Und dann setzt euch auf die Knie, streckt die Arme nach vorne und kommt langsam in den nach unten schauenden Hund.« Kim schielte zu Marie und versuchte, alles nachzumachen, was ihre Freundin tat. Marie hatte lange Zeit Yogastunden genommen, sie wusste sicher, was ein nach unten schauender Hund war. »Nein, Pablo«, quiekte ihre Mutter. »Nicht das Gesicht. Pfui.« Kim ließ den Po wieder nach unten sacken und blickte nach vorne. Pablo, der verspielte Familienhund der Jülichs, hatte eine Pfote auf den Rücken ihrer Mutter gestellt und leckte ihr freudig über die Wange. Kim kicherte. Frau Jülich stand auf, griff Pablos Halsband und zerrte ihn zurück ins Haus. Dann schloss sie mit einem Rumms die Terrassentür. »Noch mal von vorn«, sagte sie bestimmt, setzte sich, legte Zeigefinger und Daumen zusammen und sang: »Oooooooooooommmm.« Kim öffnete die Augen. Ah! Die Entspannungsmeditation am Ende der Yogastunde hatte gutgetan. Sie reckte und streckte die Arme und blinzelte zu Marie und Franzi. »Das war die perfekte Einstimmung auf unser Wochenende«, sagte Marie. »So cool, dass deine Mutter diese Ausbildung macht! Danke, Frau Jülich!« Frau Jülich rollte gerade die Matten ein. »Gerne, Marie. Hättet ihr Lust, in der nächsten Zeit meine Versuchskaninchen zu sein? Ich muss schließlich viel üben.« »Klar, super!« Marie strahlte. »Aber nur, wenn wir nicht mit einem Fall beschäftigt sind«, sagte Kim streng. »Detektivarbeit hat Vorrang. Immer.« Es knatterte und puffte. »Stefan ist da«, meinte Franzi. »Unseren Uralt-Kombi erkenne ich unter tausend Autos. Seit ich denken kann, klingt er so, als würde man nicht ans Ziel kommen. Und doch tut er, was er soll. Fahren.« Weder Jülichs noch Winklers oder Grevenbroichs hatten Zeit, die drei !!! nach Feienbach zu fahren. Das Dorf war etwa eine halbe Autostunde entfernt, und Stefan, Franzis älterer Bruder, hatte sich bereit erklärt, die drei Mädchen zu ihrem Wochenend-Abenteuer zu bringen. »Soll das auch mit?«, fragte Stefan und deutete auf ein kreischrotes winziges Paket, das neben Kims und Franzis Rucksäcken stand. Er runzelte die Stirn. »Ich meine, ihr wollt die Natur doch erleben und nicht erschrecken, oder?« »Das ist mein neuer Schlafsack«, erklärte Marie. »Und ja, ich möchte möglichst vermeiden, dass eine Kuh auf mich tritt, nur weil sie mich nicht sieht.« Stefan lachte und warf Maries Schlafsack zu den anderen in den Kofferraum des Kombis. »Na dann. Man kann nur hoffen, dass die Kuh von diesem Farbangriff nicht blind wird.« Marie warf Stefan einen strafenden Blick zu. »Es ist total nett, dass du uns fährst«, versuchte Kim auf ein anderes Thema zu kommen. »Meine Mutter hat ihren Yoga-Lehrgang und mein Vater muss unbedingt eine Kuckucksuhr bis morgen fertig bekommen.« In letzter Zeit hatten Kims Eltern wenig Zeit gehabt. Kim freute sich riesig darüber, dass ihr Vater mit dem Bauen von Kuckucksuhren so großen Erfolg hatte. Und dass ihre Mutter mit der Yogaausbildung einen Ausgleich zu ihrer kraftraubenden Arbeit in der Schule gefunden hatte. Aber das bedeutete gleichzeitig, dass Kim und ihre Zwillingsbrüder häufig allein klarkommen mussten. »Kein Problem«, meinte Stefan und klopfte auf die Kofferraumklappe. »Die Pferdestärken hier hatten heute sowieso noch keinen Auslauf. Habt ihr alles?« Kim und Franzi nickten. Nur Marie drehte nervös an einer ihrer blonden Haarsträhnen. »Frag lieber, was ich alles nicht dabeihabe! Keine Ahnung, wie ich es ohne Glätteisen, Wimperntusche und Lipgloss aushalten soll. Ich fühle mich jetzt schon wie eine graue Maus, die sich hinter einem Mauerblümchen versteckt.« Sie fuhr sich durchs Haar und ihre Fingernägel funkelten im Gegenlicht. »Eine graue Maus mit Glitzerkrallen?« Franzi kicherte. »Hab ich noch nie gesehen.« Der Weg nach Feienbach führte über Landstraßen, doch Stefan hatte unbedingt eine Geheimabkürzung über einen Feldweg fahren wollen. Nach ein paar Minuten wurden die Schlaglöcher immer tiefer, die Ausweichmanöver immer waghalsiger und die Laune der drei !!! immer schlechter. Nur Stefan schien die rumpelige Straße gar nichts auszumachen. Im Gegenteil. Er genoss die Querfeldeinfahrt anscheinend sogar. »Gib’s zu. Das hast du mit Absicht gemacht«, knurrte Franzi. »Bestimmt hab ich morgen lauter blaue Flecken am Hintern.« Stefan grinste. »Nur ein ganz kleines winziges bisschen, ich schwöre. Ich muss euch doch auf die wilde und raue Natur vorbereiten. Dann habt ihr heute Nacht weniger Angst, wenn euch ein paar Wölfe besuchen kommen.« Marie kreischte und griff panisch nach Kims Hand. »Wölfe? In Feienbach gibt es Wölfe? Davon hast du aber nichts gesagt, Kim.« »Quatsch«, versuchte Kim ihre Freundin zu beruhigen. »Dort gibt es keine Wölfe und keine Tiger und auch Elefanten werden nur höchst selten beobachtet.« »Haha, macht euch nur alle lustig. Ich lass euch nicht in meinen roten Schlafsack, wenn euch heute Nacht vor Angst die Knie schlottern«, sagte Marie und verschränkte die Arme. »Mach dir keine Sorgen, okay?« Kim strich über Maries Arm. »Ich finde es ganz toll, dass du dich überwunden hast und mitgekommen bist.« Marie sah Kim an. »Hatte ich eine Wahl? Ich meine, wir sind schließlich beste Freundinnen. Ist doch klar, dass wir das zusammen durchstehen.« Sie lächelte tapfer. »Na, ich hoffe mal, es gibt nicht so viel durchzustehen. Ich freu mich schon total«, meinte Franzi. »Vielleicht kann ich den einen oder anderen Kräutertipp von Matti für die Backkreationen meiner Mutter verwenden. Neulich haben wir einen Orangen-Rosmarin-Kuchen gebacken. Himmlisch, sage ich euch. Hätte ich vorher im Leben nicht geglaubt, dass Rosmarin im Kuchen irgendwas taugt.« Marie und Kim schüttelten sich gleichzeitig. »Bäh«, machte Marie. »Klingt gruselig«, sagte Kim. »Ihr seid Kuchen-Banausen. Echt.« Franzi zog einen Schmollmund. Kim grinste und sah aus dem Fenster. Der Feldweg führte mittlerweile durch einen ziemlich finsteren Wald. Nadelbäume standen dicht an dicht, sodass kein Sonnenstrahl durch die Kronen dringen konnte. Plötzlich hatte sie ein eigenartiges Gefühl. Irgendetwas an diesem Wald bereitete ihr Unbehagen. Die Wurzeln der Bäume waren merkwürdig ineinander verschlungen. Es sah so aus, als würden sich die Bäume ängstlich aneinander festhalten. Kim ärgerte sich über sich selbst, weil sie sich von der Stimmung einschüchtern ließ. Sie musste dringend ihre Vernunft einschalten. Das hier war ein dichter Wald, deswegen gab es kein Licht. Und es war völlig normal, dass Wurzeln überirdisch verliefen und sich miteinander verknoteten. Auf einmal rumpelte es im Motor. Ein hohes Pfeifen ertönte und dann ein lautes Surren. »Mist«, fluchte Stefan....



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