Buch, Deutsch, Band 945, 424 Seiten, Format (B × H): 144 mm x 218 mm, Gewicht: 567 g
Reihe: Campus Forschung
DDR-Sportler zwischen Fremdbestimmung und Selbstverwirklichung
Buch, Deutsch, Band 945, 424 Seiten, Format (B × H): 144 mm x 218 mm, Gewicht: 567 g
Reihe: Campus Forschung
ISBN: 978-3-593-39186-1
Verlag: Campus Verlag GmbH
In der DDR lautete das Motto des Sports "Bereit zur Arbeit und zur Verteidigung der Heimat". Kai Reinhart zeigt in seiner Studie, wie der Sport im Sozialismus zu einem machtvollen Instrument der Disziplinierung und der Regulierung im Sinne Michel Foucaults gemacht werden sollte. Über den staatlichen Sport hinaus erforscht Reinhart am Beispiel des Bergsteigens und des Skateboardens aber vor allem informelle Sportszenen in der DDR. In diesen wurde mit Schlitzohrigkeit, Kreativität, Hartnäckigkeit und Mut der Traum von Freiheit und Individualität verfolgt. Der Sport wurde zu einem Mittel der Selbstverwirklichung. 'Wir wollten einfach unser Ding machen', sagten viele der interviewten Sportler - eine Haltung, die sie zu Pionieren der Wende machte.
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Inhalt
Vorwort 11
1. Einleitung 13
1.1 Ziel, Methodik und Aufbau der Arbeit 13
1.2 Grundzüge der DDR-Forschung 16
1.3 Foucaults Analyse der modernen (sozialistischen) Herrschaft 24
1.4 Grundzüge der Erforschung des DDR-Sports nach der Wende 32
2.Theorie und Geschichte der Leibesübungen im Lichte Foucaults 42
2.1 Zur Theorie der Leibesübungen 42
2.2 Die Geschichte der Körpererziehung in der Bio-Macht 44
2.3 Zwischenbilanz 48
3. Körperkultur und Sport (KKS) in der DDR 51
3.1 Die Ideologie 54
3.2 Der Nachwuchsleistungssport (NWLS) 61
3.3 Das Sportabzeichen (BAV-Komplex) 80
4. Erstes Resümee: Sport als soziale Praxis der sozialistischen Herrschaft 87
4.1 Ideologie 87
4.2 Leistungssport 91
4.3 Massensport 98
4.4 Sport-Wissenschaft 104
4.5 Informeller Sport 106
5. Theorie und Geschichte des Subjekts im Lichte Foucaults 110
5.1 Die Theorie des Subjekts 110
5.2 Die Geschichte des Subjekts in der Antike 113
5.3 Moderne Leibesübungen als Technologie des Selbst 117
5.4 Zwischenbilanz 119
6. Oral History 121
6.1 Oral History in der DDR-Forschung 122
6.2 Theoretische und methodologische Probleme 123
6.3 Zwischenbilanz 130
7. Das Sächsische Bergsteigen 132
7.1 Historischer Hintergrund 133
7.2 Quellen- und Forschungslage 138
7.3 Organisatorische Weichenstellung 147
7.4 Die Kletterklubs 153
7.5 Die einheitliche Sportklassifizierung 160
7.6 Die Entwicklung der Kletterkunst 169
7.7 Zwischenbilanz 182
8. Skateboarden in der DDR 191
8.1 Historischer Hintergrund 192
8.2 Quellen- und Forschungslage 201
8.3 Anfänge 205
8.4 Organisation 215
8.5 Ausrüstung 224
8.6 Stilkultur 235
8.7 Wettkämpfe 248
8.8 Zwischenbilanz 255
9. Theorie und Geschichte des Widerstandes im Lichte Foucaults 266
9.1 Die Theorie des Widerstandes 267
9.2 Die Geschichte des Widerstandes seit den sechziger Jahren 269
9.3 Zwischenbilanz 273
10. Das Verhältnis der Bergsteiger und Skateboarder zu Staat und Partei. 275
10.1 Quellen- und Forschungslage 275
10.2 Die Bergsteiger 276
10.3 Die Skateboarder 309
11. Zweites Resümee:Informeller Sport als soziale Praxis des Widerstandes 321
11.1 Die Kunst, "sein eigenes Ding zu machen" 321
11.2 Pioniere des Umbruchs 325
12. Kritische Anmerkungen zur Foucaultschen Theorie 329
12.1 Vorzüge 329
12.2 Nachteile 331
12.3 Die marxistische Tradition 336
13. Ausblick 339
13.1 Parkour - Eine neue Bewegungskunst 339
13.2 Risiko in der Sicherheitsgesellschaft 341
13.3 Sport und das Ethos der Grenzhaltung 343
Verzeichnis der Interviewpartner 347
Medienverzeichnis 352
Abkürzungsverzeichnis 397
Anhang 401
Als Grundlage der ideologischen Arbeit an den KJS gab die Abteilung Propaganda des DTSB-Bundesvorstandes jeweils für eine Olympiade ein Programm der kommunistischen Erziehung der Leistungssportler heraus. Der DTSB führte monatlich eine Schulung durch, bei der Themen wie "Leistungssportler der DDR - aktive Mitgestalter der entwickelten sozialistischen Gesellschaft" oder "Sportler im Sozialismus sind immer auch Kämpfer für den Frieden" (zit. n. Delow, 1999, S. 243) behandelt wurden. Das Studienjahr der FDJ bestand an der KJS Ernst Grube aus einer monatlichen Versammlung,
"auf die sich jeder durch das Lesen aufgegebener Literatur von Marx, Engels und Lenin oder von sozialistischen Gegenwartsliteraten vorzubereiten hat. Auf den Versammlungen wird dann über die gelesenen Texte gesprochen, wobei der Trainer, Mitglied der SED, alle Fäden in der Hand hält. Er führt auch die Protokolle und registriert, wenn sich jemand schlecht oder gar nicht vorbereitet hat" (Spassov-Neufeld, 1981, S. 26).
Zum Abschluss des Studienjahres habe jeder Schüler das Abzeichen "Für gutes Wissen" ablegen müssen, dessen Themen zentral von der FDJ vorgegeben worden seien. Dazu habe eine schriftliche Arbeit, die von einem Trainer oder FDJ-Sekretär ausgewertet wurde, sowie eine mündliche Verteidigung dieser Arbeit gehört (vgl. Spassov-Neufeld, 1981, S. 28). Im Abschlussbericht für das DTSB-Schulungsjahr 1988/89 konnte die Abteilung Propaganda eine positive Wirkung der Schulung feststellen. "Die überwiegende Mehrheit unserer Sportler bezieht zu politischen und sportpolitischen Fragen und Ereignissen parteiliche Standpunkte" (abgedr.: Delow, 1999, S. 265). Mit Blick auf die Mitarbeit musste allerdings eingeschränkt werden, dass, "verstärkt im Altersbereich bis 14 Jahre, wenig Faktenwissen bzw. lückenhafte Kenntnisse zu sportpolitischen Fragen" (abgedr.: Delow, 1999, S. 267) vorliegen.
Dennoch sollte die Wirkung der Propaganda, insbesondere bei den Kindern und Jugendlichen, nicht unterschätzt werden. Sie konnten in ihrem abgeschotteten und "rundumbetreuten" Leben kaum einen eigenen Eindruck von der Welt gewinnen, sodass ihre Haltung leicht beeinflusst werden konnte. Das Leben im Westen wurde den jungen Sportlern als unsicher und perspektivlos dargestellt. Die ideologische Schulung erkläre, so Spassov-Neufeld (1981, S. 27), die DDR-Gläubigkeit vieler Spitzensportler. Sie selbst habe eine Woche vor ihrer Flucht noch dringend versucht, einen Termin beim Zahnarzt zu bekommen, da sie geglaubt habe, in der Bundesrepublik kein Geld für einen Arztbesuch aufbringen zu können. Solche Vorstellungen bestätigen auch andere Erinnerungen von Spitzensportlern. Selbst der als eigenwillig geltende Diskuswerfer und DDR-Flüchtling Wolfgang Schmidt berichtete:
"Als ich die ersten Wettkämpfe im Ausland machte, ich war 19 Jahre alt, da habe ich mich diesen ganzen Forderungen nach Abgrenzung und so weiter untergeordnet. Ich wollte gar keine anderen Kontakte, ich wollte auch für die DDR siegen. Oder besser, ich glaubte, daß ich das will. Es war uns ja lange genug eingeredet worden" (Schmidt, 1997, S. 209).
Trotz solcher "Erziehungserfolge" interessierte sich neben den zahlreichen offiziellen Betreuern der KJS-Schüler auch das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) für die jungen Talente. Eine "Hauptwaffe" der Stasi waren die inoffiziellen Mitarbeiter (IM). In Mielkes Dienstanweisung Nr. 4/71 wurde ausführlich auf den NWLS eingegangen: "Durch IM in Schlüsselpositionen sowie durch offizielle Verbindungen zu den Sportclubs, Sportgemeinschaften und Trainingszentren ist eine ständige Übersicht über Personen, die als Nachwuchssportler vorgesehen sind, zu gewährleisten" (abgedr.: Spitzer, Teicher & Reinartz, 1998, S. 180). Zu diesem Zweck konnten auch Schüler als IM angeworben werden. In seiner Fallstudie Leipzig ermittelte Spitzer (1997c, S. 193) neun minderjährige IM aus unterschiedlichen Bereichen. Als ein Schwerpunkt der "politisch-operativen Abwehrarbeit" wurden in der Dienstanweisung Nr. 4/71 explizit die Kinder- und Jugendsportschulen (KJS) genannt (vgl. Abdruck in Spitzer, Teichler, Reinartz, 1998, S. 179; vgl. auch Albiez, 2001; 2002).
Entsprechend der Anordnung der MfS-Bezirksverwaltung Leipzig (2.10.1981) existierten dort über jeden Schüler bereits seit seiner Delegierung operative Unterlagen. "Sie bilden die erste Grundlage zur abwehrmäßigen Sicherung des Kaders bis zur Beantragung der Förderstufe III durch den jeweiligen Club", wie es in der Regelung hieß (abgedr.: Spitzer, 2005, S. 400). Die Nachwuchsleistungssportler wurden also, angefangen bei den Trainingszentren (TZ), durchgehend bespitzelt und es wurde Material über sie gesammelt. Traten durch solche Bespitzelung politische Differenzen zu Tage, konnte es zu schwerwiegenden Konsequenzen für die Schüler kommen. Spitzer (2005, S. 229f.) schilderte den Fall eines verdächtigten KJS-Schülers, der auf Betreiben des MfS ausgesondert wurde, kein Abitur mehr ablegen konnte und auch nach der Rückdelegierung weiter unter Beobachtung stand.
3.2.5 Doping
Die Karrierechancen und Prämien der Trainer hingen schon an den Trainingszentren vom Erfolg ihrer Sportler ab, und die Konkurrenz um die begrenzten KJS-Plätze war groß (vgl. D. Krüger, 1999, S. 159). Um ihre Sportler möglichst weit zu bringen und sie zum Beispiel bei Spartakiadewettkämpfen gut aussehen zu lassen, griffen in manchen Fällen ehrgeizige Trainer auf eigene Faust schon bei 9-12jährigen Kindern zu Dopingmitteln, die sie sich auf dem Schwarzmarkt besorgten (vgl. Berendonk & Franke, 1997, S. 173ff.). Das staatliche Doping begann "erst" mit der 2. Förderstufe, in der aber in Sportarten mit frühem Leistungshöhepunkt sehr junge Kinder trainiert wurden.
Die gute medizinische Versorgung war stets ein Argument, mit dem versucht wurde, Eltern zu überzeugen, ihre Kinder einer KJS anzuvertrauen. Tatsächlich aber dienten viele Mediziner und (Sport-)Wissenschaftler nicht der Gesundheit ihrer Schützlinge, sondern führten Experimente durch, die einer der Hauptverantwortlichen, Verbandsarzt der DDR-Gewichtheber Hans-Henning Lathan, rückblickend als "Großversuche" (vgl. Berendonk, 1992, S. 189) bezeichnete. Insgesamt sind den Recherchen Spitzers (2005, S. 151) zufolge ca. 10.000 Athleten mit "unterstützenden Mitteln" (UM), wie es beschönigend hieß, gedopt worden (vgl. auch Berendonk & Franke, 1997, S. 173). Berendonk und Franke (1997, S. 166) ermittelten über hundert Wissenschaftler als "Teil eines Systems von pharmakologischen Übergriffen des Staates auf junge Menschen. Erst sie brachten jene Maschinerie in Gang, die aus Sportlern verfügbare Objekte machte." Dieser Status der Athleten ist nicht nur am Doping ablesbar, sondern auch an der Rücksichtslosigkeit, mit der es teilweise praktiziert wurde. Manfred Höppner, stellvertretender Direktor des SMD und Leiter sämtlicher Dopinganwendungen, berichtete 1977 als IMV Technik über den Chefarzt des Deutschen Schwimmsport-Verbandes (DSSV) Lothar Kipke, der selbst als IMB Rolf für das MfS tätig war:
"Der Verbandsarzt Schwimmen Dr. KIPKE […] legt nach Einschätzung des IMV beim Spritzen eine regelrechte Brutalität an den Tag, indem er ohne Rücksicht der eintretenden Schmerzen bei den Sportlern die Spritze regelrecht in den Körper jagt. In der Zeit, in der IMV eine Injektion durchführte, waren es bei Dr. KIPKE bereits 3-4" (zit. n. Berendonk & Franke, 1997, S. 175f. [Hervorhebung im Original]).
Die Ärzte und Wissenschaftler standen beim Doping allerdings nicht alleine, sondern hatten die volle Unterstützung des Staates. Nach einer präanabolen Phase wurde 1964 durch den Leipziger Sportwissenschaftler Hans Schuster das Hormondoping eingeleitet. Aufgrund der Erfolge bei den Olympischen Spielen von Mexiko-Stadt (1968) wurde es auf alle olympischen Sportarten übertragen. Diese Phase des dezentralen anabolen Dopings drohte im Vorfeld der Olympischen Spiele von 1972 (München/Saporro) durch Kontrollen aufzufliegen. Am 23. Oktober 1974 wurde daher mit der Billigung eines vertraulichen DTSB-Antrages durch die Leistungssportkommission (LSK) die Phase des zentralen anabolen Dopings eröffnet, das nahezu bis zum Ende der DDR praktiziert wurde. Die Erforschung "unterstützender Mittel" wurde sogar als Komplex 08-Plan Nr. Zf. 14.25 in den Staatsplan Wissenschaft und Technik aufgenommen (vgl. Spitzer, 2005, S. 139ff.). Verschiedene Ministerien, Forschungseinrichtungen und die Industrie arbeiteten unter der Leitung des Staatssekretariats für Körperkultur und Sport (StKS) Hand in Hand. Da die Zeit drängte, wurden die produzierten Präparate teilweise an Sportlern und Ratten gleichzeitig getestet (vgl. Berendonk & Franke, 1997, S. 173).
Nicht nur die Spitzensportler wurden "unterstützt". Der planmäßige Missbrauch erstreckte sich auch auf die Kaderkreise II und III und begann bereits im Kindes- und Jugendalter. Bei den Schwimmerinnen konnte das Doping schon mit 13-14 Jahren einsetzen, und in den meisten anderen Sportarten wurde mit 16 oder 17 Jahren begonnen, doch die Altersvorgaben wurden flexibel gehandhabt. So wurde zum Beispiel an 40 minderjährigen Gewichthebern aus mehreren KJS eine "Doppel-Blind-Studie zur Wirkung anaboler Steroide auf die körperliche und sportliche Entwicklung retardierter und akzelerierter Nachwuchsgewichtheber" (Lathan & Kämpfe, 1981) durchgeführt und die Ergebnisse anschließend im Training genutzt (vgl. auch Berendonk, 1992, S. 189).
Den Sportlern wurde häufig erzählt, es handele sich bei den UM lediglich um Vitamine. Wie sich das Doping aus der Sicht eines Kindes darstellen konnte, schilderte Dopingopfer Martina Gottschalt, seit 1976 Schwimmerin an der KJS Gerhard Steinig in Magdeburg. Von Anfang an, seit der 5. Klasse, sei ihre Gruppe daran gewöhnt gewesen, verschiedene Tabletten mit Vitaminen, Mineralen und Eiweißen zu erhalten, die im Wachstum wichtig seien, wie die Trainerin erklärt habe. In der siebten Klasse seien es plötzlich mehr Tabletten gewesen, deren Einnahme auch strenger überwacht worden sei (vgl. Geipel, 2001, S. 110). Birgit Boese, in Folge ihres Zwangsdopings schwer geschädigt, sieht es heute so: "Wir waren Kinder und wurden zu Marionetten gemacht, zu keinem Zeitpunkt in der Lage, die Vorgänge im DDR-Sport zu durchschauen. Trainer, Ärzte, Funktionäre, beinahe alle haben mit ihrem Sonderwissen erbarmungslos herumhantiert und sich so Vorteile verschafft" (zit. n. Geipel, 2001, S. 57). Auch manche Eltern haben das Doping ihrer Kinder unterstützt. So berichtete beispielsweise der Frankfurter KJS-Lehrer und -Trainer Walter Scholz: "Die Jungs waren zum Schweigen verpflichtet. Einigen Eltern habe ich es im Vertrauen gesagt. Doch keiner nahm seinen Sohn deswegen von der Schule" (zit. n. Berendonk, 1992, S. 189). In einem Treffbericht zum "Umgang mit unterstützenden Mitteln" des IMS Hans Hagen, dem Arzt Dieter Fischer von der ASV Vorwärts in Frankfurt/Oder (11.8.1983), wurde sogar der Verdacht geäußert, Eltern oder Verwandte der Sportler, die im Gesundheitswesen arbeiteten, könnten ihren Kindern heimlich zusätzliche UM beschaffen (vgl. Abdruck in Spitzer, 2005, S. 541).
Auch wenn die Sportler in die Dopingpraxis eingeweiht waren, konnten sie sich kaum davor schützen. Wer sich standhaft zur Wehr setzte, löste eine Kaskade von Verdächtigungen gegen sich aus und lief Gefahr, als Staatsfeind betrachtet zu werden, wie Spassov-Neufeld und auch Bullin erfahren mussten. Nur ein Gegner der DDR könne die Möglichkeiten, die ihm das Leistungssportsystem zum Ruhme von Sozialismus und Vaterland gegeben habe, zurückweisen.
"Es werden Versammlungen von FDJ und Partei mit dem Versuch einberufen, den betroffenen Sportler einzuschüchtern; sogar der Staatssicherheitsdienst wird eingeschaltet, wenn die anderen Mittel nicht ausreichen. Und so hat die Maßnahme, mich morgens um 6 Uhr vom Internat durch den SSD abholen zu lassen, bestimmt bei den anderen Sportlern ihre Wirkung nicht verfehlt" (Spassov-Neufeld, 1981, S. 30).
Viele Sportler, die unter der "Glocke" des Nachwuchsleistungssports trainiert und erzogen worden waren, kamen aber laut Bullin gar nicht auf die Idee, ihre "Vitaminpräparate" kritisch in Frage zu stellen (vgl. Welsch, 2005).