Steinseifer | "Terrorismus" zwischen Ereignis und Diskurs | E-Book | sack.de
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E-Book, Deutsch, Band 290, 446 Seiten

Reihe: Reihe Germanistische LinguistikISSN

Steinseifer "Terrorismus" zwischen Ereignis und Diskurs

Zur Pragmatik von Text-Bild-Zusammenstellungen in Printmedien der 1970er-Jahre
1. Auflage 2011
ISBN: 978-3-11-022938-7
Verlag: De Gruyter
Format: PDF
Kopierschutz: Adobe DRM (»Systemvoraussetzungen)

Zur Pragmatik von Text-Bild-Zusammenstellungen in Printmedien der 1970er-Jahre

E-Book, Deutsch, Band 290, 446 Seiten

Reihe: Reihe Germanistische LinguistikISSN

ISBN: 978-3-11-022938-7
Verlag: De Gruyter
Format: PDF
Kopierschutz: Adobe DRM (»Systemvoraussetzungen)



Text-image combinations can authenticate events and establish a visual memory. Here this phenomenon is explored: A pragmatic theory of text-image relationships is developed and empirically tested on the example of print media reports about terrorism in the FRG during the 1970s. The analyses show how texts unambiguously illuminate the meaning of images and how photographs substantiate and intensify interpretations of spectacular events to an extent which cannot be attained through language alone. It thus becomes clear that “terrorism” is not only to be understood as a kind of violence, but also as a series of media events.

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Zielgruppe


Academics (Linguistics; Communication Science), Libraries, Instit / Linguisten, Medien- und Kommunikationswissenschaftler, Institute,


Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


1;Vorwort;6
2;Inhaltsverzeichnis;8
3;Einleitung;14
4;1 Das Phänomen ›Terrorismus‹;22
4.1;Terrorismus als Serie von Medienereignissen;23
4.2;Zwei Terrorismusdefinitionen und ihre Grenzen;25
4.3;1.1 Terrorismus in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland – Zur historischen Einordnung;29
4.3.1;Forschungen zum Terrorismus der 1970er Jahre;31
4.3.2;Eine historische Skizze des Ereigniszusammenhangs;35
4.4;1.2 Terrorismus und Medien – Zur bisherigen Diskussion;44
4.4.1;Terrorismus als kommunikative Strategie – Sozialwissenschaftliche Ansätze;45
4.4.2;Begriffe und Metaphern im Terrorismus-Diskurs – Mediensprachanalytische und diskursgeschichtliche Ansätze;49
4.5;1.3 Terrorismus als Medienereignis – Ansatz und Materialauswahl;55
4.5.1;Medienereignisgeschichte – Zum Ansatzpunkt der Studie;55
4.5.2;1972 und 1977 – Zu den ausgewählten Ereigniskomplexen;58
4.5.3;Zeitungen und Zeitschriften – Zum Untersuchungskorpus;60
5;2 Theoretische Problemfelder – Medienereignis, Diskurs, Bild;64
5.1;2.1 Nur ein Medienereignis? Ein Medienereignis unter anderem – Die medienwissenschaftliche Problematik;64
5.1.1;Zur ›Medienwirklichkeit‹ der Medienwissenschaften;67
5.1.2;Formen der medialen Konstitution von Ereignissen;69
5.1.3;Charakteristika und Typen von Medienereignissen;72
5.2;2.2 Diskurstheorie in fundamentalpragmatischer Perspektive – Der linguistische Ausgangspunkt;77
5.2.1;2.2.1 Etablierte Diskursbegriffe im Überblick;81
5.2.2;2.2.2 Linguistische Ansatzpunkte für eine fundamentalpragmatische Diskurstheorie;83
5.2.2.1;System und Diskurs – E. Benveniste;83
5.2.2.2;Texte als Inskriptionen einer Praxis – U. Maas;84
5.2.3;2.2.3 Semiose und Kommunikation im amerikanischen Pragmatismus – C. S. Peirce und G. H. Mead;87
5.2.3.1;Der pragmatistische Zeichenbegriff;88
5.2.3.2;Ikonizität, Indexikalität und Symbolizität;90
5.2.3.3;Objekt und Bedeutung;95
5.2.3.4;Sinn und Bedeutung in G. H. Meads Kommunikationstheorie;97
5.2.4;2.2.4 Die Diskurstheorie M. Foucaults aus fundamentalpragmatischer Sicht;100
5.2.4.1;Foucaults Aussagenanalyse als Zeicheninterpretation;100
5.2.4.2;Grenzen einer Grammatik des Diskurses;103
5.2.5;2.2.5 Konsequenzen für die diskursanalytische Praxis;105
5.2.5.1;Bedeutungs- versus Ausdrucksorientierung – Eine falsche Alternative;108
5.2.5.2;Text-Bild-Zusammenstellungen und ihre linguistische Interpretation;114
5.3;2.3 Bilder im Diskurs – Die bildwissenschaftlichen Bezugspunkte;116
5.3.1;2.3.1 Die phänomenologische Kritik an einem semiotischen Bildverständnis;119
5.3.1.1;Sichtbarkeit und Präsenz – L. Wiesing;119
5.3.1.2;Der phänomenologische Zeichenbegriff;121
5.3.1.3;Phänomenologische Aspekte des Zeichenprozesses bei C. S. Peirce;123
5.3.2;2.3.2 Bildliche Sinnkonstitution durch ikonische Differenz – Eine hermeneutische Alternative;125
5.3.2.1;Ikonische Differenz und Sprache – G. Boehm;126
5.3.2.2;Bildliche Sinnkonstitution als Form abduktiven Schließens – G. Boehm und C. S. Peirce;128
5.3.2.3;Sinnkonstitution als mediale Transkriptivität – L. Jäger;131
5.3.2.4;Konsequenzen für die Analyse von Bildern der Massenmedien;135
5.3.3;2.3.3 Bilder als ›wahrnehmungsnahe Zeichen‹ – Ein semiotischer Theorierahmen;137
5.3.3.1;Ähnlichkeitstheorie als Grundlage? – K. Sachs-Hombach;139
5.3.3.2;Ähnlichkeit als Resultat eines Schematisierungsprozesses;144
5.3.3.3;Semantik neben Pragmatik? – Bild und Begriffswort;146
5.3.3.4;Komplex gegliederte Gestalten – Bild, Text und Text-Bild-Zusammenstellung;151
5.3.4;2.3.4 Konsequenzen für das bildanalytische Vorgehen;154
6;3 Methodischer Rahmen und Erprobung der Analysekategorien – Bedeutung und Evidenz von Text-Bild-Zusammenstellungen;160
6.1;3.1 Das semantische Zusammenspiel von Bild und Text – Die Bedeutungsaspekte Zeigen, Darstellen und Stehen-für;161
6.1.1;3.1.1 Das Zusammenspiel von Ikonizität und Symbolizität – Zeigen und Darstellen;163
6.1.1.1;Ein Bild stellt dar, indem es zeigt – R. Wollheim und M. Muckenhaupt;166
6.1.1.2;Bildliche Rezeptionsvorgaben und die Darstellungsbedeutung;170
6.1.1.3;»Der Staat geht in Stellung« – Bedrohung darstellen;173
6.1.1.4;Das gezeichnete Gesicht – Porträts der Entwicklung zur Terroristin;183
6.1.2;3.1.2 Ereignis- und diskursbezogene Indexikalität von Bildern – Hinweisendes Stehen-für;195
6.1.2.1;Das Verhältnis von Hinweis und Darstellung bei ›Foto-Ikonen‹;196
6.1.2.2;Die Bilder vom Tatort der Schleyer-Entführung als Beispiel für die Etablierung von Schlüsselbildern;199
6.1.2.3;Bedingungen der Verwendung von Bildern als diskursive Indizes;214
6.2;3.2 Rhetorische Funktionen von Bildern in der Zusammenstellung mit Texten – Drei Formen der Evidenzerzeugung: Technische Indexikalität, Prägnanz, Präsentanz;216
6.2.1;3.2.1 Visuelles Belegen des Stattgefunden-Habens – Technische Indexikalität;220
6.2.1.1;Fotos als Pseudobeweise;225
6.2.1.2;Gefangenenbilder – Fotobeweise als Teil der kommunikativen Strategie der Täter?;229
6.2.2;3.2.2 Akzentuieren von Einzelaspekten des Diskurszusammenhangs – Prägnanz;233
6.2.2.1;Waffenbilder – Prägnante Darstellung der Mittel ›terroristischer‹ Gewaltakte;238
6.2.2.2;›Terroristen‹-Gesichter in der Zusammenstellung – Prägnanz kontra ldentifikation;244
6.2.3;3.2.3 Präsentieren von Quasi-Situationen – Präsentanz;250
6.2.3.1;»Das Haus am Hang« – Besetzung bildlich präsentierten Raums;250
6.2.3.2;Zum kommunikationstheoretischen Ort der Situation – M. Scherner und K. Ehlich;263
6.2.3.3;Präsentanz in der Zusammenstellung von Text und Bild;267
6.2.3.4;Verlassene Schauplätze der Gewalt – Präsentativ verwendete Tatortbilder;271
7;4 Analysen im Zusammenhang – ›Terrorismus‹ als Ereignis und Serie von Medienereignissen;276
7.1;4.1 Der kurze Frühling der RAF 1972 – Die ereignisbezogene Präsentation von ›Terrorismus‹ ;281
7.1.1;4.1.1 »Bomben in der Bundesrepublik« – Anschläge in Serie und die Produktion von Bedrohung;283
7.1.1.1;Spuren der Gewalt – Konventionelle Markierungen des Außeralltäglichen und die Verwendung von Tatortbildern;287
7.1.1.2;Kriminalität, Protest, Terrorismus, Krieg – Evidenz für Einordnungs- und Erklärungsversuche;297
7.1.2;4.1.2 »Es ist aus!« – Verhaftungen und der Blick auf die ›Terroristen‹;306
7.1.2.1;Zwei Perspektiven auf eine Szene – Aufnahmen der Verhaftung von A. Baader, H. Meins und J.-C. Raspe;307
7.2;4.2 Der lange Herbst des Jahres 1977 – Die Etablierung eines Höhepunkts im Rückbezug auf den Ereignisverlauf;315
7.2.1;4.2.1 Das Ende des Höhepunkts – Tod und Trauer als Medienereignis;317
7.2.1.1;Polarisierung mit und ohne Bilder – Die Tode von Gefangenen;318
7.2.1.2;Abschlussereignisse bei fortgesetzter Polarisierung – Zwei Beerdigungen in Stuttgart;328
7.2.2;4.2.2 Bildliche Rückbindung von Themen an Ereignisse in der Zeit der ›Nachrichtensperre‹;332
7.2.2.1;Ereignisbezüge in der Debatte um die Todesstrafe für Terroristen – Evidenz für die Entgrenzung der Gegenmaßnahmen;334
7.2.2.2;Schlüsselbilder in der Sympathisanten-Serie des Spiegel – Evidenz für die Entgrenzung der Täterposition;340
7.2.2.3;Das Bild des entführten Flugzeugs – Evidenz für die Entgrenzung des Ereigniszusammenhangs;354
7.2.3;4.2.3 Das Bild der Geisel als Bild der Macht und des Scheiterns;356
7.2.3.1;Kein Ereignis ohne Bild – Die Morde an S. Buback und J. Ponto;357
7.2.3.2;Das Bild des Gefangenen als Machtbeweis und ›Dokument des Terrors‹ – P. Lorenz als ›Gefangener der Bewegung 2. Juni‹;359
7.2.3.3;»Diesmal war alles anders, schlimmer« – Der Rückgriff auf das Vor-Bild;371
7.2.3.4;Das Bild der Macht als Bild des Scheiterns – H. M. Schleyer als ›Gefangener der RAF‹;376
8;Resümee – Eine Serie und ihre Fortsetzbarkeit;386
9;Bibliographie;400
9.1;1 Theorie;400
9.2;2 Terrorismus und Geschichte;431
10;Abbildungsverzeichnis;440
11;Personenregister;442


Steinseifer, Martin
Martin Steinseifer, Universität Gießen.

Martin Steinseifer, Universität Gießen.



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