Buch, Deutsch, Band 43, 388 Seiten, Kartoniert, Format (B × H): 148 mm x 225 mm, Gewicht: 600 g
Reihe: Medienumbrüche
Mensch und Medienkultur verstehen. Eine transdisziplinäre Medienanthropologie
Buch, Deutsch, Band 43, 388 Seiten, Kartoniert, Format (B × H): 148 mm x 225 mm, Gewicht: 600 g
Reihe: Medienumbrüche
ISBN: 978-3-8376-1255-4
Verlag: transcript
. mit Matthias Uhl
1. 'Bücher, die die Welt nicht braucht.' Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?
Wenn jemand, der eine solch snobistische Frage stellt, etwas braucht, dann ist es zeitgemäße Selbstreflexion. 'Medien – Gehirn – Evolution' erlaubt es, das intellektuelle Ökosystem der Gegenwart, die Wissens- und Mediengesellschaft, besser zu verstehen. Der Schlüssel zu einem realistischen und umfassenden Verständnis von Medienwahrnehmung, -wirkung und -nutzung liegt dabei in der Biologie unserer Spezies.
2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?
Mein Buch baut eine Brücke zwischen den Disziplinen Medienwissenschaften, Neurobiologie und evolutionärer Anthropologie. Medienwissenschaftler haben bisher untersucht, wie der Organismus Mensch mit medialen Stimuli umgeht. Neurowissenschaftler haben die Stimulusverarbeitung von Organismen im Allgemeinen untersucht. Neue Methoden führen nun dazu, dass sich diese Disziplinen überlappen und im Rahmen einer evolutionären Medienanthropologie neue Antworten auf alte Fragen möglich werden.
3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?
Medienwirkungen und -nutzung sind nicht nur wissenschaftlich wichtige, sondern zentrale gesellschaftliche Themen. Die entscheidende Frage dabei ist, wie souverän und frei das Individuum Medienstimuli gegenüber steht bzw. wie unabhängig und selbstbestimmt es unter deren Einfluss agieren kann. Wir befinden uns somit am Brennpunkt der möglicherweise aktuellsten Variante der Kantischen Frage ›Was ist der Mensch?‹
4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?
Mit Marshall McLuhan, weil er die Verbindung von Medien und Neurobiologie angedacht hat. Auch wenn ich ihm mitteilen müsste, dass seine Vorstellung von den Medien als Verlängerung des Nervensystems in einer anspruchsvollen Weise nicht haltbar ist, bin ich sicher, dass er die durch evolutionäre Ansätze gewonnenen Einsichten in die Verarbeitungsmechanismen des Gehirns als großen Gewinn sehen würde.
5. Ihr Buch in einem Satz:
Wer Medien verstehen will, muss verstehen, was in unseren Köpfen mit deren Stimuli passiert.
Autoren/Hrsg.
Fachgebiete
- Interdisziplinäres Wissenschaften Wissenschaften Interdisziplinär Neurowissenschaften, Kognitionswissenschaft
- Sozialwissenschaften Medien- und Kommunikationswissenschaften Medienwissenschaften Medientheorie, Medienanalyse
- Sozialwissenschaften Medien- und Kommunikationswissenschaften Medienwissenschaften Medienphilosophie, Medienethik, Medienrecht
- Naturwissenschaften Biowissenschaften Biowissenschaften Neurobiologie, Verhaltensbiologie
- Sozialwissenschaften Medien- und Kommunikationswissenschaften Medienwissenschaften Medien & Gesellschaft, Medienwirkungsforschung
- Naturwissenschaften Biowissenschaften Humanbiologie Physische Anthropologie, Paläoanthropologie, Evolutionäre Anthropologie