Wolff | Medienarbeit für Rechtsanwälte | E-Book | sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 176 Seiten, eBook

Wolff Medienarbeit für Rechtsanwälte

Ein Handbuch für effektive Kanzlei-PR
2010
ISBN: 978-3-8349-8566-8
Verlag: Betriebswirtschaftlicher Verlag Gabler
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark

Ein Handbuch für effektive Kanzlei-PR

E-Book, Deutsch, 176 Seiten, eBook

ISBN: 978-3-8349-8566-8
Verlag: Betriebswirtschaftlicher Verlag Gabler
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark



Wie tritt man als Rechtsanwalt mit Journalisten in Kontakt und wie spricht man mit ihnen? Wie verhält man sich in Interviewsituationen? Vor allem: Wie erkennt man, ob der Fall, an dem man gerade arbeitet, für die Medien interessant ist? Diese und viele weitere Fragen beantwortet 'Medienarbeit für Rechtsanwälte'. Es versteht sich als Leitfaden für junge und erfahrene Anwälte. Das Buch ist in einem bewusst unterhaltenden Ton geschrieben, bietet Einschübe, Interviews mit Experten, Praxistipps, Schautafeln und Checklisten.

Der Journalist Uwe Wolff leitet eine Agentur für Litigation-PR, die sich auf Öffentlichkeitsarbeit im Zusammenhang mit juristischen Auseinandersetzungen spezialisiert hat. In seinen Medienseminaren und Fachvorträgen für Anwälte zeigt er Juristen, wie man durch effizienten und geschickten Einsatz der Medien seinen Mandantenstamm erweitern kann. Er ist Co-Autor des Buches 'Im Namen der Öffentlichkeit' (Gabler Verlag 2009).

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Professional/practitioner


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Weitere Infos & Material


1;Inhaltsverzeichnis;6
2;Einleitung;10
3;Grundlegende Fragen;14
3.1;1. Warum Medienarbeit für Anwälte? Oder: „Communicate or die!“;15
3.2;2. Was ist Public Relations?;20
3.3;3. Die Grenzen des Anwalt-Marketings;21
3.4;4. Nie ohne den Mandanten!;24
4;Anwälte und Journalisten;26
4.1;5. Ein ungleiches Paar;27
4.2;6. Die Vorurteile der Journalisten gegenüber Anwälten;28
4.3;7. Die Vorurteile der Anwälte gegenüber Journalisten;29
4.4;8. Der Angst des Anwalts vor den Medien;30
4.5;9. Eine teure Angst;35
4.6;10. Ist die Angst des Anwalts vor den Medien berechtigt?;36
4.7;11. Der Journalist – das unbekannte Wesen;39
4.8;12. Was macht und was will der Journalist?;41
4.9;13. Wie kommt der Journalist an seine Informationen?;55
5;Die Welt der Medien;60
5.1;14. Der Medienmarkt;61
5.2;15. Printmedien;63
5.2.1;1. Tageszeilungen;63
5.2.1.1;2. Wochenzeitungen;65
5.2.1.2;3. Anzeigenblätter;65
5.2.1.3;4. Magazine;66
5.2.1.4;5. Bücher;68
5.3;16. Klassische elektronische Medien (TV, Radio);69
5.4;17. Moderne elektronische Medien (Internet, Blogs, Podcasts und andere);70
5.5;18. Warum bloggt ein Rechtsanwalt?;72
5.6;19. Welche Medienformen sind für den Anwalt interessant?;76
6;Über das Wesen der Nachricht;78
6.1;20. Was ist eine Nachricht?;79
6.2;21. Was ist berichtenswert?;80
6.3;22. Was macht einen juristischen Fall interessant?;82
7;Die Checkliste für die Medienarbeit;84
7.1;23. Die Checkliste: Ist Ihr Fall ein Fall für die Medien?;85
7.2;24. Ist der Fall ganz besonders oder einzigartig?;85
7.3;25. Bietet der Fall sensationelle Fakten?;89
7.4;26. Geht es um (relativ) große Geldsummen?;91
7.5;27. Handelt es sich bei den streitenden Parteien um wohlbekannte Unternehmen oder Personen?;92
7.6;28. Könnte der Fall in der regionalen Presse oder in der Fachpresse für Furore sorgen?;95
7.7;29. Könnte der Fall zu einer neuen Gesetzgebung oder zu einer Erweiterung der bisherigen Gesetzgebung führen?;98
7.8;30. Provoziert der Fall eine neue Anwendung eines alten Gesetzes?;99
7.9;31. Behandelt Ihr Fall ein Rechtsgebiet, das von den Medien als „heiß“ betrachtet wird?;101
7.10;32. Lässt sich dem Fall ein menschliches Gesicht oder eine menschliche Tragödie zuweisen?;102
7.11;33. Steht Ihr Fall für einen Trend? Folgt er einem Trend?;103
7.12;34. Hat der Fall eine politisch oder eine regulatorisch relevante Seite?;104
7.13;35. Ist Ihr Fall relevant für Verbraucher?;106
7.14;36. Die Früchte der Medienarbeit;107
8;Kontakte zu den Medien;110
8.1;37. Wie kontaktieren Sie die Medien?;111
8.2;38. Die hierarchische Struktur der Medien;112
8.3;39. Formen der Kontaktaufnahme;113
8.4;40. Anruf in der Redaktion;113
8.5;41. Einschub: Lies, Anwalt, lies!;114
8.6;42. Der Leserbrief;117
8.7;43. Der befreundete Journalist;118
8.8;44. (Medien-)Veranstaltungen;119
9;Die Pressemitteilung;120
9.1;45. Das Wesen der Pressemitteilung;121
9.2;46. Regeln für eine gute Pressemitteilung;122
9.3;47. Versand der Pressemitteilung per E-Mail oder Fax?;127
10;Die Medien melden sich;129
10.1;48. Grundregeln einer effektiven Kommunikation;130
10.2;49. Was tun, wenn ein Journalist anruft?;131
10.3;50. Tipps für den Umgang mit Journalisten;132
11;Das Interview;134
11.1;51. Das Wesen des journalistischen Interviews;135
11.2;52. Zwölf Tipps für ein perfektes Interview;137
11.2.1;1. Bereiten Sie sich gut aut auf das Interview vor. Sehr gut Sogar.;137
11.2.2;2. Entspannen Sie sich;137
11.2.3;3. Bleiben Sie aufmerksam;137
11.2.4;4. Bleiben Sie beim Interview-Thema;137
11.2.5;5. Sagen Sie es klar und deutlich, wenn Sie etwas nicht wissen;138
11.2.6;6. Sagen Sie niemals „Kein Kommentar“;138
11.2.7;7. Passen Sie auch beim Hintergrundgespräch auf;138
11.2.8;8. Lassen Sie sich mit den Antworten ruhig Zeit;138
11.2.9;9. Wenn Sie eine Frage mehrmals gefragt werden, geben Sie immerdie gleiche Antwort;139
11.2.10;10. Halten Sie Ihre Emotionen zurück;139
11.2.11;11. Verlieren Sie sich um Himmelswillen nicht in Details;139
11.2.12;12. Auf keinen Fall lügen;139
11.3;53. Keine Details, bitte!;140
11.4;54. Im Namen der Verständlichkeit;142
12;Der Tag danach;145
12.1;55. Falsch zitiert! Was nun?;146
12.2;56. Wie Sie sich gegen falsche Berichte wehren können;147
12.3;57. Wann Sie sich nicht gegen die Medien wehren sollten;149
12.4;58. Drei fehlgeschlagene Gegenattacken;150
12.5;59. „Klare Ansagen, offene Karten“;152
13;Die Sucht nach der Öffentlichkeit;155
13.1;60. Die Gefahr, immer groß rauskommen zu wollen;156
13.2;61. Der Ikarus-Effekt – Aufstieg und Fall von Anwälten;156
14;Wenn alles zu viel wird;160
14.1;62. Wann sollten Sie einen Kommunikationsprofi beauftragen?;161
14.2;63. Wie Sie einen Profi erkennen;162
14.3;64. Was kostet ein Profi?;163
15;Einen Schritt weiter;165
15.1;65. Litigation-PR – Prozesse gewinnen mit der Öffentlichkeit1;166
16;Schlussbemerkung;172
17;Literaturverzeichnis;173
18;Der Autor;175
19;Dank;176

Grundlegende Fragen.- Anwälte und Journalisten.- Die Welt der Medien.- Über das Wesen der Nachricht.- Die Checkliste für die Medienarbeit.- Kontakte zu den Medien.- Die Pressemitteilung.- Die Medien melden sich.- Das Interview.- Der Tag danach.- Die Sucht nach der Öffentlichkeit.- Wenn alles zu viel wird.- Einen Schritt weiter.


Die Sucht nach der Öffentlichkeit (S. 159-161)

60. Die Gefahr, immer groß rauskommen zu wollen

Die Sucht nach der Öffentlichkeit Gefahr, immer groß rauskommen zu wollen Eine ungehemmte Medienprostitution seitens des Anwaltes kann fatale Folgen für den Anwalt haben. Das passiert immer dann, wenn er in die Eitelkeitsfalle tappt. Wenn der Investigativ-Journalist Hans Leyendecker von Anwälten berichtet, die Unterlagen nur unter der Bedingung an Journalisten herausgeben, dass sie in deren Medium als „Staranwalt“ bezeichnet werden, dann lässt sich das Verhalten mit Fug und Recht als obszön bezeichnen. Die Financial Times Deutschland überschrieb einen Artikel über stark medienorientierte Anwälte mit der dezent- eleganten Überschrift „Die etwas lauteren Advokaten“1.

Da drängen sich Anwälte den Medien regelrecht auf, sie prostituieren sich in schlimmster Weise, blasen die banalsten Sachverhalte auf, diktieren den Reportern unhaltbare Anschuldigungen in den Block oder inszenieren medienwirksame Aktionen vor laufenden Kameras und stellen fadenscheinige Strafanzeigen. Der Gedanke, ob ihr Medienzirkus dem Mandanten etwa schaden könnte, steht bei diesen „lauten Advokaten“ nicht im Vordergrund, denn der ist bereits komplett ausgefüllt mit dem eitlen Ego des Anwaltes selbst.

61. Der Ikarus-Effekt – Aufstieg und Fall von Anwälten

Der Ikarus-Effekt – Aufstieg und Fall von Anwälten Einer, der die Medienklaviatur gut beherrschte, war der Münchner Anwalt Rolf Bossi. Er liebte es, sich innerhalb und außerhalb des Gerichts zu inszenieren. Er vertrat Stars, aber auch solche, die durch ihre spektakulären Verbrechen in die Medien gelangten, wie die Geiselnehmer von Gladbeck oder den Kindermörder Bartsch. Bossi war eindeutig ein Vertreter einer offensiven Medienpolitik, bei der allerdings nie ganz klar war, wem diese nun mehr bringen sollte: dem Mandanten oder seinem Anwalt. Obwohl: Klar war zumindest eines: Jeder geschnappte Schwerverbrecher mit Geld, jeder Zuhälter zwischen Kiel und Konstanz drohte ab einem gewissen Zeitpunkt Polizei, Staatsanwaltschaft und Gericht mit „Ich hol’ mir den Bossi!“

Nach einigen Jahren wurden die Medien aber offenbar müde, über den „Staranwalt“ Bossi zu berichten. Es passierte, was mit Sternen passiert: Erst blähen sie sich auf, werden zum weißen Riesen, fallen dann, wenn die Außenhülle das aufgeblähte Innere nicht mehr zusammenhalten kann, in sich zusammen, um fortan als so genannter „Roter Zwerg“ im Universum vor sich hinzuvegetieren. Heute macht Bossi weniger von sich und seinen spektakulären Fällen reden, als vielmehr von seinen persönlichen Auseinandersetzungen mit der Staatsgewalt. Darunter fällt unter anderem „Fahren ohne Führerschein“ und „Widerstand gegen die Staatsgewalt“.


Der Journalist Uwe Wolff leitet eine Agentur für Litigation-PR, die sich auf Öffentlichkeitsarbeit im Zusammenhang mit juristischen Auseinandersetzungen spezialisiert hat. In seinen Medienseminaren und Fachvorträgen für Anwälte zeigt er Juristen, wie man durch effizienten und geschickten Einsatz der Medien seinen Mandantenstamm erweitern kann. Er ist Co-Autor des Buches "Im Namen der Öffentlichkeit" (Gabler Verlag 2009).



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